Dänemark-Freunde

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  • Hej Jaleni, freue mich sehr über Deinen Kommentar. Vielen lieben Dank Tja, aufpumpen lässt sich die Kiste ja nicht. Da muss man dann halt Prioritäten setzen und nicht nur die Rezepte zu Hause lassen Fand ich auch. Hab leider nur beim Fotografieren nicht richtig auf darauf geachtet, dass das Ding komplett auf dem Bild zu sehen ist und man trotzdem die Inschrift noch lesen kann Wenn ich ...
    von Johanna in Johanna - 22.09.2019
  • Vielen lieben Dank für Deine schöne Berichte und die Fotos. Es ist immer wieder sehr unterhaltsam und interessant was Du zu berichten bist. Bei vielen Dingen muss man schmunzeln, weil es einem ähnlich ergeht Wenn ich sehe, was wir immer so alles mitschleppen, finde ich es bewundernswert, dass Du mit dem Twingo unterwegs gewesen bist. Wobei meine Chefin auch schon mal mit einem Smart for Two zwe...
    von Jaleni in Johanna - 22.09.2019
  • Vielen Dank für die Ja, das habe ich schon überlegt. Ich warte aber damit bis ich in Rente bin (leider noch 30 Monate ) LG Johanna
    von Johanna in Johanna in Lønstrup
  • So. Endlich habe ich es mal geschafft, Deinen ganzen Blog durchzulesen. Hat wie immer riesigen Spaß bereitet. Ich mag Deine Erzählungen sehr gerne. Vielleicht solltest du auch mal überlegen, das gleiche zu machen wie ich LG Andreas
    von Zuelli in Johanna in Lønstrup
  • War durchaus ein ziemlicher Zufall das man sich ausgerechnet beim Bäcker trifft .. kommt ja auch nicht so oft vor das man jemand hier aus dem Forum so einfach aus zufall trifft .
    von Jüten in Johanna 19.09.2019

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von Johanna 30.10.2019 19:05

22.09.2019 – Sonntag

Super geschlafen, hervorragendes Frühstücksbuffet und auch noch tolles Wetter. Herz, was willst Du mehr ?

Nachdem ich nochmal durch den Garten gegangen war und die lustige „Wetterstation“ entdeckt und abgelichtet hatte (auf dem ersten Bild ist der Stein gut zu sehen, auf dem zweiten kann man das „Lustige“ besser erkennen), machten wir uns um 10 Uhr vom Acker.





Na wunderbar! Es lief auch so weiter. Kein Stau weit und breit und fahren bei strahlendem Sonnenschein. Knutschi war auch zufrieden. Das einzige Manko – wenn man es denn so sehen will – war, dass Yannik uns eine andere Strecke vorgegeben hatte. Im Prinzip ok. So haben wir dann mal wieder eine Autobahn kennengelernt, die uns bisher verborgen geblieben war. Allerdings ging es dann ca. 60 Km über eine Bundesstraße OHNE Tanke. Das konnte böse enden. Ich muss dazu sagen, dass der Kleine nur Platz für 30 L fossilen Brennstoff hat. Auf der Bahn ist das ja eigentlich kein Problem, aber in diesem Fall konnte es durchaus eins werden. Auf dem Stück A? (hab vergessen, welche das war) gab es weder eine INGO noch eine ARAL oder etwas Adäquates. Und auf der B? eben auch nicht. Keine Ahnung, was Yannik sich dabei gedachte hatte . Jedenfalls sind wir quasi mit dem vorletzten Tröpfchen um Punkt 14 Uhr in Xanten eingelaufen. Mit dem letzten habe ich dann noch – ohne schieben zu müssen – die einzig offene Tränke in dem Städtchen anfahren können. Puh!

Nun ja, alles nochmal gut gegangen. Nach Hause bin ich dann auch noch gekommen

Und weil das jetzt so schön kurz war, schiebe ich mal mein Fazit gleich hinterher.

Dass ein Twingo wahrlich keine Auto für ältere Semester mit diversen Wehwehchen ist, hatte ich schon erwähnt. Bei Kurzstrecken mag das ja noch angehen, aber ansonsten würde ich das gesunden, jungen und junggebliebenen sowie sportlich aktiven (und damit normal oder untergewichtigen), reiselustigen Menschen empfehlen. Trotzdem – wenn sich die Gelegenheit ergibt, würde ich das gerne noch mal auf mich nehmen………
Fest steht, der Kleine hat uns ohne Mucken (wenn man mal von den „Ausbrechern“ bei Sturm absieht) 2934 Km transportiert. Braver Kerl

Also:
Das Haus kommt für uns nicht mehr in Frage, obwohl es natürlich auch Vorteile bot. In der großen Küche mit der vernünftigen Arbeitsplatte hat das Futter zubereiten richtig Spaß gemacht. Außerdem waren die Matratzen ok und die Ruhe ist fast nicht zu bezahlen. Desweiteren war die Hütte (noch) gut ausgestattet, sowohl mit Geschirr, Besteck und wirklich scharfen Messern als auch mit Pfannen und Töpfen. Sogar Kuchengabeln waren vorhanden (das ist für mich aber kein Kriterium, um es erneut zu buchen ).

Das Wetter hätte insgesamt ein wenig freundlicher sein können wobei das natürlich relativ ist.

Vermisst habe ich persönlich den Lønstruper Elvis. Die paar Schafe, vier Katzen, diverse Pferde und Rinder waren nicht wirklich ein Ersatz

Erstaunlich, wie sich die Supermärkte innerhalb eines Jahres an den BIO-Trend angepasst haben. Es gibt jede Menge Auswahl und die Preise sind nach meiner Ansicht durchaus vertretbar. (Gurke „normal“ 6 Krönchen, Öko-Gurke 8, in ungefähr diesem Verhältnis war es bei Gemüse/Salat). Der Geschmack lässt den kleinen Aufpreis ohnehin vergessen. Außerdem hatte ich dadurch nicht einen einzigen Allergieschub

Wenn irgend möglich, werden wir DC künftig meiden. Ist nicht mehr ganz so einfach, da die kleinen Anbieter ja mittlerweile fast alle weg vom Fenster sind. DC nähert sich mit seinem Service (auch was die Sauberkeit betrifft) und den Preisen doch gewaltig SuS an. Das ist zumindest mein Eindruck. Wobei ich allerdings fairerweise sagen muss, dass sie im Büro immer sehr freundlich waren

Für uns kommen eigentlich nur noch Feriepartner Nord, Visittoppen Hirtshals/Sæby, sowie private oder lokale Anbieter in Betracht. Sollte es nochmals in den Raum Lemvig gehen, könnten wir auch noch mit Steen Jörgensen leben, ansonsten..... eher nicht

So, das war dann der Jahresurlaub 2019 in Lønstrup. Damit möchte ich mich an dieser Stelle in der Hoffnung verabschieden, dass meine Berichte dem ein oder anderen Leser ein bisschen Spaß gemacht haben und ich vielleicht auch ein paar kleine Tipps geben konnte.

Herzlichst
Eure Johanna

von Johanna 28.10.2019 21:46

21.09.2019 – Samstag

So einen tollen Sonnenaufgang hatten wir die ganzen 14 Tage nicht gehabt. So warm war es auch noch nicht gewesen. Tja, das sollte bestimmt ein Abschiedsgruß sein (Hauptsache, Ihr seid bald wieder weg). Dabei wäre ich jetzt gerne noch ein paar Tage geblieben



Wir haben dann jeder noch zwei Tassen Kaffee getrunken, Brote für unterwegs geschmiert und nochmals durchgekehrt. Die restlichen Klamotten waren schnell gepackt und um 8:40 Uhr konnten wir die Hüttentür abschließen. Um kurz nach neun war DC (Strom, Schlüssel) erledigt und wir konnten los. Yannik schickte uns wieder über Vrå

Je weiter südlich wir kamen, desto wärmer wurde es. Mittags war dann richtig schönes Spätsommerwetter und wir genossen noch ein paar kleine Pausen in der dänischen Luft. Die letzte verbrachten wir auf dem Rastplatz Ejer Bavnehøj, wo ich ja nur zu gerne das Rätselbild von Hescha in Natura bewundert hätte, aber die Zeit war wieder einmal zu knapp. Wir wollten schließlich im Hellen wenigstens bis Bremen kommen. Und wenn man Hamburg noch vor der Brust hat……



Genau da erwischte es uns dann auch. Nein, nicht die Riesenbaustelle. Die ist ja jetzt nur noch ein etwas größerer Sandkasten. Premiere! Das erste Mal richtig Stau im Elbtunnel. Bevor ich allerdings in Panik ausbrechen konnte, ging es zumindest wieder schrittweise vorwärts. Hab mich dann selber beglückwünscht, dass ich so ruhig geblieben bin

Was sollte jetzt noch passieren? Wir konnten es bestimmt bis Osnabrück schaffen und ich bat Schwager, doch schon mal in den ausgesuchten Unterkünften anzurufen. Er zögerte jedoch und ich wurde ein kleines bisschen (aber wirklich nur ein GANZ kleines bisschen) sauer. Bei Bremen musste ich dann jedoch einsehen, dass er mir wohl meine Glaskugel geklaut hatte. Da standen wir dann nämlich und das nicht nur ein paar Minuten

Schlussendlich schafften wir es bis Groß Ippener (bis Osnabrück wären es bei freier Fahrt – die wir hinter Bremen dann auch hatten noch ca. 1,5 Stunden gewesen). Ok, hätte noch funktionieren können, aber das Risiko war mir einfach zu groß, da man die Hamburger Baustellen jetzt wohl auf die Strecke zwischen Bremen und Osnabrück verlegt hatte. Da Schwager wohl nicht recht wusste, wie man mit einem Smarty telefoniert (wollte ihm schon mein Vorkriegshandy geben ), bin ich dann einfach bis nach Harpstedt zum Hotel Akzent „Zur Wasserburg“ gefahren. Dort war ich im Juni 2017 mit dem MFM und uns hatte es sehr gut gefallen. Die Frage war natürlich, ob die noch zwei Einzelzimmer für uns hatten. Wurscht, wenn nicht würden sie uns „weitervermitteln“, soviel glaubte ich zu wissen (der Chef des Hauses war so ein hilfsbereiter Typ ).

Gegen 18 Uhr hatten wir das Ziel erreicht. UND Glück gehabt! Ja, es gab noch zwei Einzelzimmer, zwar im ersten OG ohne Aufzug, aber das würde ich ja wohl noch schaffen. Wenn ich bedenke, dass wir vor 2 ½ Jahren unter´m Dach mit Hühnerleiter untergekommen waren, sollte das ein Kinderspiel werden. War es zwar nicht ganz, aber den Kran brauchten wir jedenfalls nicht auszuladen

Das Hotel war wieder ganz toll. Familiengeführt. Das Personal ist freundlich und zuvorkommend. Der Sohn ist ein Super Koch. Außerdem ist es sauber und die Preise sind moderat. Was will man mehr? Wir haben dann draußen in einem sehr schönen Ambiente gegessen (wohl jetzt mit Jacken) und sind anschließend auf die ganz guten Matratzen gefallen (in einfachen Zimmern)
Hier mal der Link: https://www.zur-wasserburg.de/



Frühstück und weitere Bilder kommen dann in meinem vorletzten Bericht.

LG Johanna

von Johanna 26.10.2019 21:16

20.09.2019 – Freitag

Wieder mal sehr windig und kühl. Die Sonne zeigte sich nur zwischendurch mal ein wenig. Lugte quasi um die Ecke. Ansonsten – um 10 Uhr Regen. Aber es war ja der letzte Tag und es gab noch einiges zu erledigen (warum muss das nur immer in einen solchen Stress ausarten

Nach dem Frühstück fuhren wir nochmals nach Harerenden zu den Müllcontainern. Dort gab es nicht nur „Gelb“, sondern auch eine Sammelstelle für Batterien und wir mussten diverse Teile loswerden. Außerdem hatte ich am Vortag vergessen, das „Ortseingangsschild“ von Harerenden abzulichten. Sollte unbedingt noch nachgeholt werden. Funktionierte dies Mal auch, weil es keinen Idi gab, der uns vor sich her scheuchte und sich auch genügend Haltemöglichkeiten fanden



Danach ging es dann zum SPAR nach Lønstrup um das Pfand loszuwerden. Und schließlich zumindest für dieses Jahr zum letzten Mal nach Tversted. Nicht, dass es jetzt zwingend notwendig war, noch ein dickes Eis zu verdrücken weil es uns an ausreichender Menge Kolonien fehlte, aber Gier und Vernunft sind nun mal zwei verschiedene Paar Schuhe. Es war uns schon bei dem ersten ultimativen Test vor ein paar Tagen klar gewesen, dass wir – egal bei welchem Wetter – auf jeden Fall noch eine weitere Kostprobe benötigen würden, um die Qualität auch endgültig bewerten zu können. Fazit: schmeckt gar nicht
Den Weg an den Strand ersparten wir uns allerdings. Der war nämlich schon wieder handtuchschmal und wir hatten dummerweise die Taucherausrüstung vergessen



Nun wollten wir noch bei REMA die letzten Reste einkaufen (Lakritz, Brotbelag für die Rückfahrt und was man sonst halt noch so mit nach D schleppt). Auf dem Weg dorthin überlegte ich krampfhaft, wo ich abbiegen müsste um zum Bellevue Udsigtstårn zu kommen. Erstens war ich da schon mal und zweitens hatte ich ihn in diesem Urlaub auch von weitem gesehen. Yannik konnte ich nicht fragen, weil die Adresse nicht in meinem Hirn gespeichert war. Also Knutschi – SUCH! Den Turm kannte Schwager nämlich auch noch nicht und ich war mir sehr sicher, dass er da gerne mal raufkraxeln würde. Tja, Pech gehabt. Leider nicht gefunden. Dabei war das schon richtig, in den Hirtshalsvej zu fahren, bin aber dann wohl zu früh abgebogen . Inzwischen weiß ich es natürlich….
https://visithjoerring.dk/bellevue-udsig...rring-gdk640464

Um kurz nach 15 Uhr waren wir wieder in der Hütte. Es war etwas heller geworden und ich machte noch ein paar Fotos von den „Außenanlagen“. Dann schwangen wir den Besen und packten ein, was nicht mehr benötigt wurde. Kaffee ja, Kage nein. Wir wollten ja abends noch lecker italienern gehen



Um 18 Uhr wurde der Kleine wieder aktiviert (normale Menschen hätten das Auto stehen lassen können, aber ich bin ja nicht normal…… ). Das Restaurant LIDO hatten wir uns schon ein paar Tage vorher für das Abschiedsessen ausgeguckt. Die Karte klang echt verlockend (und was kann man bei Nudeln schon groß falsch machen?).
Alles gut. Die überdachte Terrasse bestückt mit Heizstrahlern und fast komplett geschlossen lud auch bei dem seltsamen Wetter zum Draußen sitzen ein. Der Service war aufmerksam, freundlich und verstand auch unsere Sprache. Außerdem war alles sehr sauber. Wir bestellten beide Spaghetti Scampi. Bin mir jetzt nicht mehr ganz sicher, aber ich meine, das Entgelt dafür lag bei 129,00 Krönchen. Auf der Speisekarte (siehe Link) steht das Futter allerdings für 179,00 Dkk. Entweder irre ich mich also, oder man hat schon mal aufgeschlagen (weil die Küche renoviert wird). Allerdings sind meiner Ansicht nach auch die umgerechnet 24,00 € völlig in Ordnung. Selbst wenn man das auf dem Bild nicht so wirklich sehen kann, die Scampis waren reichlich und wirklich gut, aber halt unter den Nudeln „versteckt“

Wer Interesse hat: Das LIDO befindet sich gegenüber dem ehemaligen Turistbureau von Visittoppen und ist beim Vorbeifahren gar nicht mal so leicht zu entdecken. Ein paar hauseigene Parkplätze gibt es auch. https://restaurantlido.dk/#



Satt und zufrieden ging es danach wieder zurück zum Haus. Schwager tätschelte der Knutschkugel noch den Bauch, ach nee, doch den Scheiben und ich gönnte mir ein letztes Mal einen zauberhaften Sonnenuntergang



Bis dahin

LG Johanna

von Johanna 23.10.2019 22:45

19.09.2019 – Donnerstag

Der vorletzte Tag war fast wieder so schön wie der Vergangene. Es war etwas trüber, aber nicht windig. Deshalb wollten wir endlich nach Harerenden zu der Stelle, wo wir die Asche des MFM im Vorjahr dem Meer übergeben hatten. Das war längst fällig.

Leider war die „Einstiegsstelle“ noch komplett überschwemmt und somit nicht begehbar. Aber da sich die Asche ja wohl auch nicht mehr an Ort und Stelle befinden würde, war das nicht ganz so schlimm. Vermutlich befand sie sich mittlerweile irgendwo zwischen Dänemark und Norwegen oder sonst wo auf/in den Weltmeeren. Uns war auch nur wichtig, nochmals dorthin zurück zu kehren. Leider habe ich die steile Treppe zum „Strand“ nicht geschafft, aber Schwager ist natürlich runter. Das war vielleicht auch ganz gut so, denn ich konnte mich der Tränen nicht erwehren und wollte gerne dabei alleine sein.



Nach diesem Besuch schauten wir uns noch ein wenig um. Viel hatte sich hier nicht verändert, wenn man mal davon absieht, dass der Købmand eine neue Terrasse gebaut und diese mit halbwegs bequemen Bänken bestückt hatte. Das nutzte ich dann gleich aus und genoss noch ein Weilchen den Blick auf die Nordsee.



Schließlich schüttelten wir die Sentimentalität ab und begaben uns auf den Weg nach Grønhøj. Dieser Strand hatte übrigens schon fast wieder seine normale Breite erreicht. SCHÖN

Wie gehabt – Stühlchen raus und Sonne getankt. Schwager war dann erstmal wieder unterwegs und ich konnte ein bisschen dösen. Das ging allerdings diesmal nicht lange gut (nein, nein, keine Wespen oder sonstige geflügelte Tierchen). Zuerst war es nur eine leichte Brise, aber nach und nach wurde es dann kühler. Bin wirklich keine Frierhippe, aber ich musste mir die Strickjacke rausholen, eine halbe Stunde später sogar noch die Windjacke. Bisher hatte ich noch in jedem Urlaub eine Fleecedecke dabei und meist auch genutzt. Diesmal allerdings hatte ich sie – aus den bekannten Gründen (Platzmangel) – zu Hause gelassen. War jetzt aber nicht soooo tragisch, denn wir wollten ja auch noch nach Ingstrup ein bisschen Käse ersteigern. Außerdem hatten wir auf der Herfahrt das erste Mal seit vielen Jahren die Rehe am CP Rollighed gesichtet und die wollte ich unbedingt noch ablichten



So gegen 15 Uhr machten wir uns vom Acker. Leider, leider befand sich auf dem Strandvejen ein aufdringliches Subjekt (Mercedes Coupé) so nah hinter mir, dass ich schon einladend die Kofferraumklappe geöffnet hätte, wenn die Knutschkugel über diese automatische Feature verfügen würde . Das Ende vom Lied war, dass ich NICHT anhalten konnte und somit nicht nur keine Fotos von Elvis 2345 (weil überhaupt nicht zu Gesicht bekommen), den Bangsbo Schafen (weil rechtzeitig aus dem Staub gemacht) sondern auch keine vom friedlich grasenden Rotwild vorweisen kann . Aber noch ist ja nicht aller Tage Abend…..

Nach dem Überfall in der Ingstrup Mejeri ging es weiter nach Løkken zur MENY Kystbageri. Eigentlich nicht schon wieder erwähnenswert, aber….. Da war ein junger Mann. Der Arbeitskleidung nach zu urteilen, ein Elektriker und Deutscher. Wir hatten gerade einen Kuchen entdeckt, der uns gefiel von dem wir aber nichts wussten (Beipackzettel, Beschreibung und Bedienungsanleitung war nicht dabei) und überlegten, ob wir den einfach mal versuchen sollten, als uns besagter deutscher Elektriker(?) ansprach und uns den „Brunsvigger“ als besten Kuchen aller Zeiten anpries. Natürlich haben wir den dann erstanden. Später hab ich mir überlegt, dass das eventuell der junge Mann aus Blokhus gewesen sein könnte (ich weiß den Namen, möchte ihn aber – falls er es denn tatsächlich war – dann doch nicht nennen). Jedenfalls hatte er Recht. „Brunsvigger“ steht jetzt bei uns ganz oben auf der Kage-Liste



Das war es dann auch schon für heute. Ja klar habe ich gekocht und gegessen haben wir auch (nicht nur Kuchen). TV blieb wieder aus und stattdessen wurden die letzten Buchstaben aus der Reiselektüre verschlungen. So ging ein weiterer schöner Urlaubstag seinem Ende entgegen

LG Johanna

von Johanna 20.10.2019 22:31

18.09.2019 – Mittwoch

Pack die Badehose ein…….. Sonne, Sonne, Sonne, ein paar klitzekleine Wölckchen und KEIN Wind (zumindest im „Inland“) !



Na denn mal auf an den Strand, sofern schon wieder einer vom Wasser freigegeben worden war. Wir versuchten es mit Tornby. Ups! Da war er ja tatsächlich wieder. Zwar nur ungefähr die Hälfte vom Original, aber es reichte durchaus, um sich dort niederlassen zu können

Man sollte es nicht glauben, aber der Kleine reichte wirklich aus, um das bisschen Wind, was uns hier sonst noch um die Ohren geflogen wäre, abzuhalten. Klappe auf, Stühle dahinter und es konnte losgehen mit dem Sonnenbaden
In diesem Zusammenhang möchte ich doch mal erwähnen, dass die Knutschkugel eigentlich ein dänisches Fahrzeug sein müsste, wenn es denn noch einen Vertikalstrich geben würde (siehe Bild)……



Und nun? Wir blieben 4 Stunden (in Worten: VIER) an diesem Strand. Schwager begab sich natürlich erstmal auf einen Orientierungstrip, während ich mich ENDLICH in meinem bisher nicht benötigten Stühlchen niederlassen konnte. Und schwupps war ich eingeschlafen. Das ging zwei Stunden gut. Und dann passierte etwas, worüber jeder normale Mensch nur mit dem Kopf schütteln kann.
Vielleicht erinnert sich der oder andere, dass ich die bevorzugte Landebahn für Mücken & anderes Fliechzeuch bin (da kann ich noch so viel streiken, bin immer on!). Wie von der Tarantel gestochen (nein, es nur eine Wespe) fuhr ich plötzlich hoch. Und noch bevor die Augen offen waren, hatte ich den Stachel schon entfernt. Das Biest konnte wohl schlafende Johannas nicht ausstehen und brachte es nachhaltig zum Ausdruck indem sie meine Stirn attackierte. Oh was hatte ich eine Freude für den Rest des Tages
SIE hatte inzwischen die Flucht ergriffen, wohl wissend, dass ich sie nicht ungestraft davonkommen lassen würde. Nun bin ich zwar nicht für körperliche Züchtigung (auch nicht bei Tieren), aber in dem Fall hätte ich schon eine Ausnahme gemacht

Na ja, wie dem auch sei. Es pochte ein bisschen und die Beule machte sich wirklich hervorragend so mitten auf der Stirn, aber erstens hatte ich Lindesa (hilft aber leider nur wenig, bei den Mücken ist das mein Allheilmittel), zweitens wusste ich, dass ich nicht allergisch auf das Gift reagieren würde (man muss ja nicht alles mitnehmen, oder?) und drittens hatte ich im Haus Kortisonsalbe. Bis dahin würde ich den Schmerz wohl aushalten. An einem Tag wie diesen wird man ja wegen so einer Lappalie kaum das Feld respektive den Strand räumen. Nur mit dem Schlafen war es vorbei. Egal. Konnte ich halt ein bisschen die Umgebung beobachten und den Blick auf´s Wasser genießen



Nach besagten vier Stunden überkam uns der Kaffeedurst und da sich der Schmerz inzwischen in Grenzen hielt, beschlossen wir bei Munch einzukehren um hoffentlich einen schicken Apfelkuchen abstauben zu können. Gesagt, getan. Beinahe hätte wir dann aber doch noch Pech gehabt. Gerade als wir vor der Treppe standen, kamen elegant gekleidete Dänen aus dem Restaurant. Wie, schon wieder eine geschlossene Gesellschaft??? Die Anzahl der Autos auf dem PP sprach fast dafür (am Strand war nämlich kaum jemand). Da ich mich nicht umsonst die Feuertreppe hochquälen wollte, schickte ich Schwager rauf um zu erkunden, ob wir eintreten durften und ob es noch was zu knabbern und zum Durst löschen geben würde. Und ja, wir hatten Glück. Die Leutchen die gerade den Abflug gemacht hatten, waren die Letzten der Gesellschaft und wir waren willkommen. Wunderbar! Einmal im Urlaub musste Café Munch schließlich sein



Wir sind dann noch fix nach Hjørring gedüst, haben Føtex die Ehre erwiesen und unser Abendessen zusammengestellt (weder Fisch noch Fleisch, sondern schlicht Backofenpommes und Salat).
Auf dem Rückweg lohnte sich - ebenfalls das erste Mal in diesem Urlaub - ein kurzer Stopp an der Vennebjerg Mølle um die tolle und klare Aussicht auf Lønstrup, den Knude Fyr und das Meer zu erhaschen. Dann aber schnell nach Hause und die letzten Sonnenstrahlen – fast ohne Wind – auf der Terrasse genossen



Was war das für ein herrlicher Tag, von dem „Besuch“ der gelb-schwarzen Dame mal abgesehen. Hoffentlich war uns noch ein solcher gegönnt…….

LG Johanna

von Johanna 17.10.2019 19:03

17.09.2019 – Dienstag

Zum Wetter : Na endlich! Land in Sicht und das sogar im wahrsten Sinne des Wortes. Der Wind/Sturm sollte SCHLAGARTIG um 13 Uhr von dannen ziehen. Es stimmte zwar, dass er friedlicher wurde, aber von SCHLAGARTIG konnte nun wirklich keine Rede sein und mit der Uhrzeit haben es die Frösche auch nicht so wirklich. Aber nun der Reihe nach…..

Morgens sah es aus „wie alles gemischt“, aber ohne Nass. Um 11 Uhr waren es – wie passend – 11°.



Wir hatten uns in Anbetracht der Vorhersage – natürlich unter der Berücksichtigung, dass die Wetterleute mal wieder schwindelten – überlegt „wir machen rüber“ an die Ostsee. Wurde auch Zeit. Dort angekommen, war das Thermometer tatsächlich auf 12° angestiegen und als wir uns Bangsbo Fort näherten, hielten sich Sonne und Wolken gerade gegenseitig in Schach (es stand Remis). Nun, da oben ist ja eh immer windig, deshalb war zunächst schlecht abzuschätzen, inwieweit sich die Damen und Herren von der Wetterfront der Wahrheit genähert hatten. Egal, Kapuze auf und die Aussicht genossen. Ist immer wieder schön und deshalb in jedem Urlaub geradezu ein Pflichtbesuch für uns.
Leider hatten sich die „Bewohner“ verzogen, als sie das rote Etwas den Berg hinauf kriechen sahen. Kein einziges Fellteil kam während unseres ca. einstündigen Aufenthaltes wieder aus der Deckung. Da ich da oben noch nie einen Stall gesehen habe, vermute ich mal, dass einer der Bunker zu einem Solchen umfunktioniert worden war. Wenn das so ist, hat man natürlich auch mit einem Feldstecher keine Chance. Fazit: Die Viecher wissen was sie tun müssen, wenn eine knipswütige Johanna kommt





Früher habe ich das Gebiet oben am Fort immer fälschlicherweise als Pikkerbakken bezeichnet. Das liegt aber etwas unterhalb. Deshalb klingt es vielleicht etwas unlogisch, wenn ich jetzt behaupte, dass der MFM damals nie da hoch wollte, weil er Respekt vor den 16 % Steigung hatte (oder mir nicht zutraute, das Auto da heil hoch zu bringen). Nun aber wollten wir es angehen und endlich den „echten“ Pikkerbakken erkunden. Schwager hat mit sowas keine Probleme. Jetzt ging es also erst mal wieder ungefähr zu einem Drittel runter (gemächliches Gefälle), dann steil rechts rauf (so viel zur Logik). Der Weg war nur halb so schlimm, wie man sich das bei einem Warnschild auf dem 16 % Steigung prangen vorstellen mochte. Jedenfalls hat der Kleine keine Zicken gemacht und mir ist auch nicht der Angstschweiß ausgebrochen
Den hatte ich dann wohl in geringerer Form, als wir auf dem Plateau standen. Ringsrum ist ein ca. 1,5 m hohes Plexi(?)glas Geländer mit Handläufen aus Edelstahl. Also KANN man da eigentlich nicht versehentlich drüber fallen. Aber mir wurde trotzdem ganz anders, als ich mich nah an die Begrenzung heranwagte, weil es dort elend steil runter ging. Das sollte man aber nicht als Maßstab nehmen, weil ja nicht jeder unter Höhenangst leidet. Die Aussicht war es aber wirklich wert. Auf einem Schild konnten wir sehen, wie das beleuchtete Frederikshavn in der Dunkelheit wirkte. Es ist unglaublich schade, dass ich im Dunkeln nicht fahren kann. Das würde ich zu gerne einmal live sehen. Aber das nur am Rande. Kurz und knapp: Ich bin sehr froh, dass wir uns da hoch gewagt hatten. Auch wenn es langsam langweilig wird – ich kann es nur jedem Bangsbo-Besucher empfehlen



Das Bangsbo-Museum, den Park und die Bangsbo-Mølle (Restaurant) ließen wir diesmal ausfallen.

Wie immer fuhren wir dann von dort aus nach Sæby. Mein absoluter Lieblingsort an der Ostsee. Allein schon die Fahrt über den Understedvej Richtung Süden ist eine Sünde wert. Wer das testen möchte und damit zum ersten Mal diese Strecke nimmt, sollte nicht versäumen, nach ca. 3 bis 4 Kilometern den Aussichtspunkt (Parkplatz rechts und links der Straße) einen kurzen Stopp einzulegen. Es lohnt sich .
Auch das haben wir diesmal ausgelassen, man kann ja nicht immer alles mitnehmen. Stattdessen ging es dann bei Understed runter Richtung Meer. Auch das ist eine eindrucksvollere Fahrt als über die E45 (die man selbstverständlich auch nehmen kann). In Sæby gestrandet, parkten wir wie immer – wenn etwas frei war – vor dem Fiskerestaurant Jacobs. Nee, wir wollten da nicht speisen, aber das ist ein ziemlich zentraler Punkt, wenn man erst ein bisschen Yachthafenluft schnuppern und die Frau vom Meer besuchen, sowie anschließend im Café Smeden einkehren möchte.





Ersteres habe ich zu ca. 2/3 mitgemacht, dann war Schluss mit lustig. Zum Glück stehen da ja – wie in DK überall üblich – einige Bänke. Inzwischen war es übrigens ca. 15 Uhr (um mal auf das SCHLAGARTIGE zurück zu kommen) und der Wind war zwar merklich schwächer geworden, aber meine nicht von Taft gehaltene Frisur geriet trotzdem noch durcheinander (ist bei streichholzkurzen Haaren jedoch nicht ganz so tragisch ). Kurzum, das SCHLAGARTIGE hatte sich verspätet, war aber wohl im Anmarsch. Jedenfalls sind wir auf dem Weg zum Café nicht in einen Tornado geraten.

Bei Smeden angekommen, hätten wir sogar riskiert, draußen zu sitzen (ist ja auch schön windgeschützt da), aber für den Gastronom war wohl – wie bei vielen anderen auch – schon Winterschlaf angesagt. Die Tür zum Innenhof war verrammelt. Also gut, dann nehmen wir doch mal die unbequemen Stühle im Inneren
Dafür, dass in Sæby selber irgendwie der Hund begraben schien (kaum ein Mensch zu sehen), tanzte im Café geradezu der Bär . Es waren tatsächlich fünf Tische belegt. Nicht, dass wir jetzt keinen Platz mehr gefunden hätten (schätze, ca. 30 Tische sind vorhanden), aber ich war wirklich erstaunt. Wenn wir in den vergangenen Jahren dort waren, hatten wir meist draußen gesessen und da war immer was los, aber wenn wir „gezwungen“ waren, Indoor unseren Apfelkuchen zu tafeln, waren selten mal mehr als ein/zwei Tische mit Gästen befüllt.
Wie auch immer….. Cappu und Kage waren von bekannter Qualität, aber das Drumherum hat inzwischen doch etwas gelitten. Mal abgesehen von den unbequemen Stühlen (die waren immer schon da), wäre nach meiner Ansicht mal eine gründliche Renovierung oder sogar Sanierung nötig. Sauber ist es, aber wenn man genauer hinschaut, sieht man schon den Putz bröckeln und auf dem Weg zur Toilette riecht man das „Alte“. Es ist jetzt um Himmels Willen nicht so schlimm, dass ich jemanden davon abraten würde, diese Lokalität aufzusuchen, aber First Class sollte man nun nicht gerade erwarten

Normalerweise hätten wir im Anschluss Schnatterheinze gefüttert, aber a) hatten wir wieder kein Brot und b) waren scheinbar keine da (die Tiere sind an diesem Tag wohl alle vor uns geflüchtet). Schwager hat dann doch noch ein paar einsame entdeckt. In dem Flüsschen, welches zum Meer geht, sind ein paar „Steininseln“. Da die Sonne inzwischen richtig schien, hatten die Herrschaften beschlossen, ihren Nachmittagsschlaf dort zu verbringen. Für meine Augen kaum zu sehen, da sie mit dem Untergrund geradezu verschmolzen.

Nun wurde es aber Zeit, sich auf den Heimweg zu begeben. Obwohl ich glaubte, alle Wege vom Osten in den Westen zu kennen, wollte ich doch Yannik mal wieder zum Zuge kommen lassen. Vielleicht hatte er ja noch eine Überraschung für uns parat. Und richtig. Er lotste uns durch völlig unbekannte Gefilde. Ich werde also nie mehr behaupten, mich in der Gegend auszukennen
Eigentlich wollten wir noch nach MENY in Hjørring, aber Pustekuchen. Die Stadt haben wir nur aus der Entfernung „gesehen“. Also sind wir noch schnell nach Løkken gedüst. Der Apfelkuchen war zwar gut gewesen, reichte aber nicht ganz für den Rest des Tages

Es geschahen noch Zeichen und Wunder! Das Wetter hatte sich gehalten und war sogar immer besser geworden, wenn auch nicht mehr als 14° erreicht wurden. Aber immerhin war dem Wind gegen Abend endlich die Puste ausgegangen (SCHLAGARTIG!) und sogar der Mix aus Sonne und Wolken fiel nun zu Gunsten von Madame aus. Endlich mal wieder ein richtig toller Sonnenuntergang. So folgte nach dem schönen Tag auch noch ein sehr erfreulicher Abend mit visuellem Genuss.



LG Johanna

von Johanna 14.10.2019 22:42

16.09.2019 – Montag

So ganz traute ich dem Braten ja nicht…. Die Sonne schien mit ein paar Wölkchen dazwischen und……… der Wind hatte tatsächlich nachgelassen. Es fühlte sich nicht nur so an, sondern es waren tatsächlich NUR NOCH 60 km/h. Fortschritt? Dafür hatte der Sturm aber in der Nacht irgendwas (hab nicht verstanden, um was ging) in Blokhus angerichtet. Spekulativ sage ich mal, dass vielleicht der „ausdemSandgraber“ (Bagger) den heftigen Wellen zum Opfer fiel und sich nun auf dem Weg zum Brexitland gemacht hatte (der Wind kam aus nördlicher Richtung, macht also Sinn). Unser Problem sollte es aber wirklich nicht sein, dass jetzt eventuell den Leichtsinnsfahrern die benötigte Rettung versagt blieb

Sollten wir uns denn mal an den Strand in Løkken wagen? Bevor wir uns auf den Weg machten, holte ich erstmal die imaginäre Glaskugel aus ihrem Versteck und checkte ab, was wir an Kleidung benötigen würden. Dass das Ergebnis nicht im Geringsten mit den wirklichen Gegebenheiten übereinstimmte, werde ich ihr allerdings nie verzeihen

Vermeintlich gut gerüstet mit Windjacken und Zubehör machten wir uns dann auf den Weg. Zunächst ging es nach DC, um die Endreinigung zu löhnen (wozu frage ich mich immer noch). Und dann entschieden wir uns für den Ny Strandvej in Løkken Syd. Fehler? Glaube nicht, denn an den anderen Strandabschnitten sah es gewiss nicht anders aus. Das Wasser stand hoch bis auf die Straße. Die noch anwesenden Badehäuschen mussten jederzeit mit nassen Füßen rechnen, denn so aufgewühlt wie die See immer noch war, würde der Wasserspiegel garantiert noch ansteigen. Um das zu sagen, brauchte ich wahrhaftig keine Glaskugel. Trotzdem gab es immer noch ein paar (bitte den Ausdruck zu entschuldigen) Vollpfosten, die auf die 10 m² übrig gebliebener Sandinsel fuhren. Da kann man sich wirklich nur noch an die Stirn fassen



Eine Weile taten wir uns also dieses Schauspiel an und hatten anschließend Muskelkater im Nacken vom vielen Kopf schütteln
Bloß weg hier! Ok, also kein verträumter Tag im Freien und am Strand, sondern wieder eine Indoor-Veranstaltung. Nun wollte ich Schwager schon seit ein paar Jahren in das Geheimnis des Ravgården in Sønderlev (Museum und Butik) einweihen, aber irgendwie waren wir bisher nie dazu gekommen. Jetzt erschien es mir sinnvoll mal mein geballtes Wissen über Bernstein (nämlich fast gar keins) an den Mann zu bringen. Da Schwager eh für seine Häuslehüterin ein kleines Geschenk benötigte, konnte man so ja zwei nützliche Aktivitäten (lernen und Kronen verteilen) miteinander verbinden

Wie ich bereits vermutet hatte, gefiel es ihm in der Butik. Er konnte sich kaum losreißen von der ganzen Pracht, geschweige denn sich für etwas entscheiden, was der Nachbarin auf gefallen würde. Da konnte ich dann aber mit meinem prallen Wissen (in dem Fall stimmt das sogar) nachhelfen, denn ich kenne die Dame auch sehr gut. Alter, Größe, Gewicht und Geschmack sollten berücksichtigt werden, aber Männer tun sich da manchmal etwas schwer. Nun, letztendlich wurde es dann ein hübsch verpacktes Schächtelchen mit einer Insektenkette, die auch offensichtlich Anklang gefunden hatte

Hier noch der Link: https://ravgaarden.dk/
Für einen Tag wie diesen kann ich einen Besuch nur empfehlen. Nur mit Kleinkindern sollte man vielleicht etwas vorsichtig sein. Eintritt ist frei. Es steht eine Sammelbüchse für freiwillige Spenden bereit. Wobei wir nix gespendet, sondern den Einkauf bezahlt haben





Als wir das Haus verließen, schien die Sonne doch tatsächlich immer noch, aber der Wind verbot weiterhin jegliche Strandaktivitäten (Nickerchen, Lesen, Muschelsuche…..). Wir waren ja fast schon in Hjørring und deshalb entschied ich – diesmal ganz alleine – dass wir es mal in Svanelunden versuchen sollten. Wie ich mir gedacht hatte (auch dafür benötigte ich keine Kugel), war Schwager nicht sonderlich begeistert, aber trotzdem einverstanden

Wir kamen gerade zur richtigen (Kita)Zeit. Die jungen Enten veranstalteten ein regelrechtes Spektakel mit Fangen, sich um die Wette putzen und Flugübungen, sowie die Versuche ÜBER das Wasser zu laufen (soviel ich weiß, ist das aber bisher noch keiner Ente gelungen). Wir blieben ca. 1,5 Stunden bei einem an diesem Ort mäßigen Wind, erfreuten uns an der Spielgruppe und lachten über die „Alten Herrschaften“ die in Scharen angelaufen kamen um Brot zu schnorren, was wir leider wegen des Spontanbesuches nicht dabei hatten
Schwager bereute es nicht, meiner Eingebung gefolgt zu sein. Der kleine Park im Sonnenschein mit dem Schwanenpaar, den Schnatterheinzen und den Teichhühnern ist aber auch einfach nur schön anzusehen (ok, ist natürlich Ansichtssache)

Der Park selber hat keine eigene HP, nur das Restaurant, aber hier kann man sich trotzdem ein Bild machen:
https://www.toppenafdanmark.de/toppen-af...unden-gdk643031



Nun noch fix bei Føtex reingesprungen und für das leibliche Wohl gesorgt. Dann war der Tag auch schon wieder zu ¾ rum, aber Madame war immer noch da – entgegen aller Voraussagen der Meteorologen/Frösche
Warum nennt man Meteorologen eigentlich auch Wetterfrösche? Weil die so oft in Märchen vorkommen

Unglaublich, aber wahr! Die Sonne hielt bis zur Dämmerung durch. Allerdings war es immer noch sehr windig (Florida oder doch DK?). Aber angeblich sollte es ja ab dem nächsten Tag besser werden. Ich hatte da so meine Zweifel (siehe oben)…..

Was wir gefuttert haben, weiß ich nicht mehr (jedenfalls keine Frösche), weil mal wieder vergessen, eine Notiz zu schreiben. Was mir aber im Gedächtnis geblieben ist – der Ausklang des Abends fand im Wohnzimmer zusammen mit unseren Büchern statt.

LG Johanna

von Johanna 12.10.2019 23:53

15.09.2019 – Sonntag

Sonne? Nun ja, sie war zwar da, hatte sich aber hinter den Wolken verkrochen. Stürmischer Wind wie gehabt, wenn nicht sogar noch einen Deut heftiger als am Vortag. Irgendwie wirkte es wie im November, wenn man mal von den Temperaturen absah



Die Strände waren inzwischen Handtuchschmal. Machte also keinen Sinn, sich dort besanden zu lassen. Stattdessen überlegten wir uns eine Fahrt „in den Süden“. Zuerst sollte es in den Løkken Fiskepark gehen und dann ins Museum for Papirkunst nach Hune. Auf ging’s!

Wow! Der Kleine wollte bei der Windgeschwindigkeit nicht so recht gehorchen. Ich musste ganz schön aufpassen, dass er nicht ausbrach (so klein und schon so frech ). Nichts desto trotz war ich stärker und schaffte es auch den Fiskepark anzusteuern. Boah, der Zufahrtsweg war mal wieder Obersahne . Normalerweise konnte ich mit der Knutschkugel ganz gut Slalom fahren und die Schlaglöcher umgehen. Hier war das nicht möglich, da es mehr Löcher als Straße gab .
Irgendwie haben wir dann aber doch das Ziel ohne Achsbruch erreicht. Erstaunlicherweise hatten noch viele andere Leute den Einfall gehabt, sich einen schönen Tag in diesem wirklich hübschen Park zu machen. Ich habe allerdings keine Ahnung, ob die auch angeln wollten . Geht das überhaupt bei solch stürmischen Wetter? Egal, Schwager ist los um sich umzusehen. Ich bin auf dem PP geblieben und hab lieber ein paar Bildchen geknipst und dann ein kleines Nickerchen gemacht (bequem geht aber anders )



Im Anschluss ging es weiter nach Blokhus bzw. Hune ins Center for Papirkunst (warum sich das auch Museum schimpft, entzieht sich meiner Kenntnis). Das Papierteil liegt gegenüber von ALDI und war deshalb leicht zu finden. Zum Glück waren nur ein paar Autos da. So konnte ich den Kleinen parken ohne Gefahr zu laufen, mit der Türe ein paar Schrammen in fremden Eigentum zu hinterlassen

Das war mal etwas völlig Ausgefallenes. Nicht ganz preiswert (80,00 Krönchen pro Nase) und auch nicht riesig groß. Selbst wenn man sich alles genau anschaut und nur die Caféteria auslässt, ist man in einer guten Stunde durch. Das ist wirklich Kunst (nach meiner bescheidenen Ansicht). Kommt leider auf den Bildern nicht so gut rüber. Deshalb hier mal der Link:
https://museumforpapirkunst.dk/de/thuis/

Ach ja, das Kino und die Werkstatt haben wir auch ausgelassen. Ersteres war auf Dänisch und zum Basteln hatten wir nun wirklich keine Lust (ich bin in sowas eh Grobmotoriker). Wenn man dort mit Kids einläuft, ist das aber bestimmt einen Versuch wert
In der unvermeidlichen Butik gibt es viele hübsche – mehr oder weniger nützliche – Dinge zu erwerben, für die man allerdings teilweise auch mal ein bisschen tiefer in die Tasche greifen muss.
Insgesamt kann ich diesen Besuch nur wärmstens (im wahrsten Sinne des Wortes) empfehlen. Es war nicht windig und die Heizung war auch an







Wir waren dann so mutig und sind noch zum Strand nach Blokhus gefahren, haben aber auf der Stelle wieder kehrtgemacht. Ich muss ja nicht extra betonen, dass mein Kleiner ein Auto ist und KEIN Boot, oder? Allerdings war dort genauso viel Betrieb wie immer. Die Wagen standen jedoch sehr gedrängt, denn viel vom Strand war nicht mehr übrig (aber es reichte noch, um den extremen Sandflug SEHEN zu können) . Soll heißen, es war alles zugeparkt. Manche Leute haben wirklich Nerven aus Stahl
Dazu möchte ich gerne noch erwähnen, dass Stürme und die aufgewühlte See ja wirklich was haben, aber doch nicht eine ganze Woche lang im September

Wieder zurück auf dem Weg nach Lønstrup hielten wir nochmals kurz in Hune beim Kulturhuset. Die Sandskulpturen wollten wir uns zwar nicht anschauen, obwohl die erstaunlicherweise noch gut erhalten waren (vermutlich haben die Sandbauer wegen des vorauszusehenden frühen Herbstwetters außergewöhnlich viel „Konservierungsstoffe“ hinzugefügt ). Wir waren dann noch kurz im Foyer des neuen Kulturhauses. Das kannten wir in der Realität noch nicht. KURZ ist hier wörtlich zu nehmen. Da ich die Nussknacker (Mikas Suchbild) nicht sofort gefunden habe und mir da auch zu viel Betrieb war, wollte ich nun möglichst schnell wieder to home.



Nun aber wirklich zurück. Nein, halt! In Saltum war doch was…..!? Richtig, der einzig wahre MENY an der Nordseeküste . Also kehrten wir dort ein und kauften ein bisschen Zubehör für die Abendmahlzeit. Unter anderem Fisch, den ich eigentlich am Strand in Blokhus erstehen wollte. Der Fiskeheinz war aber nicht da, also schlug ich hier zu. Diese Fischtheke kann ich ebenfalls empfehlen. Ist sogar noch einen Tick besser als in Løkken (wen wundert’s?). Leider bekam ich aber wieder keinen Rotbarsch, so wie mein Rezept für eine Fischsuppe vorsah. Wir haben uns dann für Dorsch entschieden. Sollte wohl auch schwimmen
Die Bageri fanden wir jetzt allerdings nicht so prickelnd. Lag aber vielleicht auch daran, dass es inzwischen schon nach 16 Uhr war. Da wir jedoch Appetit auf lecker dänischen Kuchen hatten, wurde noch ein weiterer Stopp eingeplant. Da es ja am Weg lag, fuhren ein zweites Mal an diesen Tag einen MENY an. Der hat uns aber nicht gesehen, sondern nur die Kystbageri. Dort gab es noch Auswahl und wir schlugen dann auch gleich richtig zu…..

Wie schon erwähnt, begann ich nach einem schönen Kaffee in der Küche herum zu fuhrwerken um besagte Fischsuppe zu kreieren. Hatte ich lange nicht mehr gemacht und natürlich das Rezept (aus Platzgründen ) nicht mit. Ist mir aber trotzdem ganz gut gelungen

Wieder war ein Tag mit zahlreichen mehr oder weniger schönen Eindrücken vorbei und wir machten es uns zum Abschluss mit unseren Büchern einfach nur noch gemütlich.

LG Johanna

von Johanna 10.10.2019 22:18

14.09.2019 – Samstag

Am Morgen befanden sich mehr Wolken (keine Schäfchen) als blaue Flecken am Himmel. Die Sonne versuchte zwar, sich durchzusetzen, zog aber die meiste Zeit den Kürzeren. Dafür hatte der Wind etwas nachgelassen (war aber nur eine Atempause) und die Temperatur betrug so um die 15°.

Eine Woche war rum und wir vereinbarten für die Nachfrühstückszeit einen kleinen Hausputz. Dann würden wir sehen was sich die Frösche bis dahin hatten einfallen lassen, um uns entweder ins Freie oder in ein Museum/eine Galerie zu locken

Mittags entschieden wir uns dann für Ersteres. Der Kampf am Horizont tobte zwar noch immer, aber inzwischen waren sie sich so ziemlich ebenbürtig. Also los, auf nach Tversted! Wir waren echt neugierig, ob det blå ISHUS nun vor sich hingammelte oder vielleicht unter neuer Leitung weiterhin tolles Eis anbot. Es war immer noch sehr windig, aber gegen den Vortag fühlte es sich an wie ein laues Lüftchen. Da kann man sich ja schon mal ein kleines Eis – ohne Sanddeko – gönnen

Als wir in Tverstedt ankamen ist Schwager erst mal bei Spar rein (ich glaube, wegen der Tageszeitung). Dann weiter bis zur Tannisbugt. Das erste, was wir feststellen konnten…. alle drei Eisbuden hatten geöffnet. Bei den beiden oberen (gelb und weiß) war das um diese Jahreszeit und bei DEM Wetter schon echt verwunderlich, aber dass det blå ISHUS in Betrieb war, fanden wir schon mal äußerst cool. Na, dann mal sehen…..

Zunächst ging es an den Strand. Der war tatsächlich noch vorhanden, was jetzt kein Witz sein soll, denn in den nächsten Tagen sah es am Wasser doch etwas anders aus. Aber dazu in den folgenden Berichten mehr. Viel Betrieb war nicht, aber das war auch verständlich. Es ist ja nicht besonders angenehm, sandgestrahlt zu werden. Wenn es anfängt trotz Stirnband in den Ohren zu knirschen, sollte man besser den Rückzug antreten. Dieser Philosophie folgen wir dann auch



Und nun kam der große Augenblick. War das Eis noch so „schmeckt nach viel mehr“ wie in den Vorjahren? Wir wurden nicht enttäuscht. Egal, wer auch immer jetzt das Sagen in der Bude hat, er/sie hat auch begriffen, wie man Stammkunden gewinnen und halten kann. Für uns jedenfalls steht fest, dass wir – wenn wir nochmals nach Nordjütland kommen – det blå ISHUS nicht außen vor lassen



Nachdem wir unser „Mittagsmahl“ verspeist hatten, ging es weiter nach Tornby. Da Wochenende war, nahmen wir an dass der Bagger vor dem Elbækvej sich in den wohlverdienten Ruhezustand begeben hatte und die Zufahrt ungehindert gewährleistet war. Genauso fanden wir es dann auch vor. Zwei Hausjes begutachtet und in eines haben wir uns gleich verguckt. War das ein Unterschied zu unserem jetzigen Domizil! Obwohl nicht bewohnt, war es blitzsauber (etwas anderes habe ich bei Frau Munch aber auch nicht erwartet), außerdem gut aufgeteilt und das riesige Grundstück von Wind abweisendem Grün umgeben. Gefiel uns

Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass Schwager beim nächsten Mal – sofern es denn ein nächstes Mal gibt – lieber wieder an die Ostsee möchte. Demnach hätten wir uns nämlich den Besuch bei Frau Munch sparen können. Aber immerhin, da sie internetmäßig noch nicht im Jahr 2020 angekommen war, nahmen wir wenigstens mal einen Papierkatalog mit und erfuhren, dass man ihre Häuser auch mit ER buchen kann (das steht nämlich nirgendwo). Das ist für mich eine Grundbedingung

Den Strand sparten wir uns, denn Herr Wind hatte wohl ausgeschlafen und meinte sich wieder verstärkt bemerkbar machen zu müssen. Also starteten wir durch nach Hjørring und fielen über REMA und die gegenüber liegenden Tanke her. Dann ging es wieder zurück nach Lønstrup. Der Himmel….. Eigentlich mal ich ja die Farbe Grau, aber so gehäuft und dann am Horizont? Muss nicht unbedingt sein, aber was soll man tun? Genau! Machen wir das Beste draus

Der Abend verlief wie immer. Kochen, essen, lesen. Halt Entspannung pur

LG Johanna

von Johanna 08.10.2019 23:23

13.09.2019 – Freitag

Morgens war es so gut wie wolkenlos, aber der Wind hatte nicht nachgelassen. Eher im Gegenteil. Er hatte sogar noch einen Zahn zugelegt und es fühlte sich an wie 10°. Aber….. Die Sonne lachte vom Himmel. Also sollte der Ausflug zum Løkken Mole Festival stattfinden. Gesagt, getan

Da es noch relativ früh war, hatten wir diesmal Glück mit einer Parklücke. Und noch mehr Glück, dass kein anderes Auto von hinten kam, als ich die Tür öffnete. Der Sturm riss sie mir nämlich glatt aus der Hand. Uns so klein wie die Karre auch ist, das hätte durchaus ins Auge gehen können. Mir sagte das aber, dass ich wohl besser eine Jacke überziehen sollte. Schwager verzichtete – schließlich hatte Madame ja gute Laune .
Auf dem Weg zum Strand musste ich dreimal eine Pause einlegen. Meine Beine wollten einfach nicht und der Nordwestwind tat ein Übriges. Er war so heftig, dass man schon von echter Naturgewalt sprechen konnte (das war zumindest mein Gefühl).

Beim der zweiten Bank schickte sich Schwager dann doch an, nochmal den Kleinen zu besuchen. Ich bat ihn auch mir noch die Wind/Regenjacke mitzubringen. Das Wollding hielt nicht wirklich viel ab und hatte auch keine Kapuze. Stirnband ist ja schön und gut, aber gegen die Böen kam es nicht an. Somit hoffentlich gut ausgerüstet ging es dann die letzten hundert Meter Richtung Strand.
Die Sauna hatte man direkt bei der Surfschule untergebracht, damit man vor den Fischerhütten (nennt man die so?) Platz für ein großes Zelt hatte. Selten habe ich so viele Heringe (in den Boden gedübelt?) zur Befestigung eines Zeltes gesehen und auch im Inneren nahm eine Reihe von „Beschwerdematerial“ einiges an Raum ein. Ich glaube man hat zu diesem Zeitpunkt schon gewusst, dass alle Außenveranstaltungen in den drei Tagen Herrn Sturm zum Opfer fallen würden und wollte den Gästen wenigstens Indoor etwas bieten. Da es sich hierbei u. a. um eine Modenschau handelte und ansonsten wohl eher dänische Reden geschwungen wurden, wir beide außerdem den Eindruck hatten, uns bald auch ohne Flügel in die Lüfte erheben zu können, ging es nach einem kurzen Rundumblick gleich wieder zurück



Diesmal brauchte ich nur eine Pause. Schließlich kam der Antrieb nun von hinten . Die Dünen milderten aber wenigstens den „Auftrieb“ ab und je weiter wir uns vom Strand entfernten, desto mehr Kleidungstücke hätten wir fallen lassen können. Unterließen wir aber dann, damit die uns entgegen kommenden Leute uns nicht versehentlich für den Programmpunkt „Comedy-Duo“ hielten. Also sperrten wir lediglich unsere Jacken wieder ein und begaben uns dann zu einer der Attraktionen von Løkken, die wir bisher „erfolgreich“ umgangen hatten. Løkken Miniby! Oh, was waren wir enttäuscht. Zwar hübsch gemacht mit dem blühenden Drumherum, aber dass man nur eine einzige Straßenseite darstellte, war wirklich Minimalismus pur. Insofern stimmte der Name natürlich. Aber wir waren halt z. B. vom Sæby Miniby etwas verwöhnt, wo wohl auch nicht der ganze Ort aufgebaut ist, aber zumindest der Kern incl. der schönen Kirke. Nun ja, damit hatten wir dann aber wenigstens nach all den Jahren mal Løkkens Miniby einen Besuch abgestattet



Wir schwangen uns dann wieder in den fahrbaren Karton und fuhren gemächlich weiter Richtung Süden. Ich zeigte Schwager den Redningsvejen Nord, wo der MFM und ich zweimal im selben Haus geurlaubt hatten (da würde ich auch gerne noch mal hin und das nicht nur, weil es dort ALLE Sorten Container gibt – auch Gelb!). Im Anschluss ging es weiter über den Munkensvej. Die Gallerie hat wieder geöffnet, wohl unter neuer Leitung. Wir waren nicht drin, aber ich hielt trotzdem, weil Schwager die auf dem Kopf stehenden Bäume bisher nur im Vorbeifahren gesehen hatte. Übrigens ist das ganze Areal sehr gepflegt. Es finden dort auch – wie früher – regelmäßig Konzerte statt. Sollten wir nochmal in die Ecke kommen, werden wir mal den hochgelobten Kaffee testen
https://www.gallerimunken.dk/



Nun kehrten wir wieder um und tätigten noch einen kleinen Einkauf bei MENY in Løkken. Der weitere Weg sollte uns ins Kalorien-Paradies führen. Erstmals in diesem Urlaub gestatten wir uns einen Besuch im Keramik Café Møllehuset (an der Vennebjerg Mølle). Es war immer noch reichlich stürmisch, aber wir fanden draußen einen Platz, an dem man nicht gleich weg flog. Innen waren eh alle Tische belegt

Irgendwas war anders als bisher. Ich hab nur nicht sofort begriffen, was es war. Wie immer die Tischnummer gemerkt und rein in die gute Stube. Nein, erzählte man mir auf Englisch, ich könne mir nichts im Schaukasten aussuchen, der Service würde die Karte bringen. Hä??? Ok, ich ging wieder raus und las die Tafeln vor der Tür. Da stand es dann (siehe Bild). Dann fiel mir auf, dass man „umgeräumt“ hatte. Die Hühner standen an anderer Stelle. Den Tisch, an dem wir fast windgeschützt Platz gefunden hatten, gab es im Vorjahr noch nicht

Nun kam ein junger Mann mit der Speisekarte. Deutsch? Nö, die Zeiten sind wohl vorbei. Das komplette Servicepersonal sprach nur Dänisch und Englisch. Lønstrup-Torte? Nö, gibt es nicht mehr. Überhaupt gab es neue Dinge im Angebot aber dafür fehlte auch Einiges. Was könnte man daraus schließen? Auch hier hatte wohl ein Eigentümerwechsel stattgefunden. Aber was war jetzt mit der Keramik? Die (ehemalige?) Dame des Hauses hat diese ja selber hergestellt und natürlich sowohl verkauft, als auch die Speisen und Getränke darauf/darin serviert. Diese Frage blieb leider offen

Qualitativ war an dem Kuchen nichts auszusetzen. Im Gegenteil, hervorragend und mit genügend Kalorien gespickt. Der Cappu war ebenfalls super und die Preise nicht oder nur geringfügig höher als bei unserem letzten Besuch

Also wirklich enttäuscht wurden wir nicht. Wenn es so bleibt, finde ich persönlich das in Ordnung. Aber ich versuche noch herauszufinden, ob die ursprünglichen Besitzer nur mal eben auf Weltreise gegangen sind, oder sich in den Ruhestand verabschiedet haben, wobei ich mir Letzteres kaum vorstellen kann, oder geht man in Dänemark schon so früh (ca. 50 Jahre) in Rente?



Ok, das war ein ziemlich ereignisreicher Tag gewesen und nun wollten wir nur noch in unser Domizil und einen ruhigen Abend verbringen. Genau das taten wir dann auch. Wir aßen noch eine Kleinigkeit und widmeten uns dann unseren Büchern. Zu später Stunde stellte ich noch fest, dass nun tatsächlich Vollmond war und startete einen neuen Versuch, diesen „einzufangen“.



Bis bald und LG Johanna

von Johanna 07.10.2019 22:28

12.09.2019 - Donnerstag

Sonne??? Wieder nur Verar…….? Nun, um 10:48 Uhr war es immer noch trocken. Madame und Schäfchen stritten allerdings um die Vorherrschaft. Wir waren mal optimistisch und setzten auf den Sieg der Dame für mindestens drei Stunden



Auf nach Grønhøj! Wir kamen tatsächlich bis dorthin und schienen auch unseren „Wetteinsatz“ nicht verloren zu haben. Aus den Schäfchen wurden zwar Wolken, aber es blieb dabei. Kein Nass von oben, dafür aber umso mehr von vorne. Inzwischen war es sehr windig und die Wellen schlugen hoch. Noch war es aber so, dass wir uns ohne knirschende Zähne/Ohren am Strand aufhalten konnten. Auch die Augen waren zu dem Zeitpunkt noch frei, so dass wir eine ganze Weile einige Kitebuggys im Einsatz beobachten konnten. Insgesamt hielten wir uns dort für gut eine Stunde auf. Das war doch schon mal was



Dann ging es weiter nach Ingstrup. Wurde ja auch endlich mal Zeit für echte dänische Käsespezialitäten. Das hätten wir vielleicht schon eher haben können, denn an der neuen Mejeri in Vittrup waren wir bisher diverse Male vorbei gekommen. Wie sich später herausstellte, wäre das jedoch vergebene Liebesmüh gewesen, denn es handelte sich hierbei keineswegs um Molkereiprodukte sondern um eine Kita. Wie man auf den Namen Vittrup Gl Mejeri gekommen ist, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis

Nach dem Einkauf in Ingstrup ging es wieder Richtung Norden. Diesmal über die B55, weil wir noch einen Stopp in Gølstrup beim Hühnervater Mortensen einlegen wollten. Auf der Fahrt dorthin kamen hin und wieder mal ein paar Tröpfchen von oben…. Hielt sich aber wirklich in Grenzen

Da wir noch ein paar Krönchen über hatten, sind wir dann gleich durchgestartet und haben Føtex in Hjørring die Ehre erwiesen. Der Einkauf erwies sich als machbar (Dollarmäßig) und sollte auch für zwei Tage reichen, da wir vorhatten am Freitag das Molefestival in Løkken zu besuchen. Wir waren schon riesig gespannt darauf

Bis zum späten Nachmittag hatten wir ca. 15° und Sonne/Wolken im Wechsel, Gegen 17 Uhr ging es dann aber los mit dem Sturm (DORIAN ließ grüßen ) und es zog sich zu. Unsere leckere Jordbær Tærte mussten wir leider in der Hütte verspeisen. Wir hofften, dass sich die „Brise“ bis zum nächsten Tag nach Norwegen verziehen und uns damit keinen Strich durch unser Vorhaben machen würde.

Abendessen? Ja hatten wir, aber ich hab vergessen mir eine Notiz zu machen. Deshalb muss diese Beschreibung jetzt leider mal ausfallen. Ich weiß aber noch aus dem Kopf, dass auch an diesem Abend der Fernseher NICHT lief und wir somit – trotz Smarty – keine Info über die Wetterlage der kommenden Tage hatten. Das war auch ganz gut so. Hätte nämlich ansonsten passieren können, dass ich vor lauter Frust „die Möbel gerade gerückt hätte“
(Bitte nicht zu ernst nehmen. Ich neige echt nicht zu Gewalttätigkeiten )

Somit war schon wieder ein Tag vorbei. Immerhin hatten wir aber mehr als eine Strandstunde. Besser als nix

LG Johanna

von Johanna 05.10.2019 22:24

11.09.2019 – Mittwoch

Das waren ja schöne Aussichten

Kein Regen, 14°, interessanter Sonne/Wolken-Mix und ein leichter Wind. Das Leben in DK ist schön!



Auf ging es nach Tornby. Das ist ehrlich gestanden eigentlich mein Lieblingsurlaubsort in DK. Hatte zu Hause auch einige Hütten rausgesucht (von Frau Munch), die uns gefallen könnten. Als wir dort ankamen, war es aber schon wieder mit der Herrlichkeit vorbei. Die Wolken wurden dunkler und an Strandleben war nicht zu denken. Einmal kurz zum Wasser (ohne Badehose und Schwimmflügelchen) und dann gaben wir es wieder auf. Ok, Hausjes gucken? Na ja, das erste war belegt und lag auch direkt am Strandvejen und drei der anderen Villen befanden sich auf dem Elbækvej. Da kamen wir aber nicht so einfach rein, weil genau davor im Sand (bzw. in der Erde) gebuddelt wurde, obwohl es inzwischen wieder mal regnete. Wir haben uns das dann erspart und auf die kommende Woche verschoben



Nach fast zwei Tagen Abstinenz wollten wir jetzt aber nicht wieder einfach in unsere Bleibe zurück. Einmal in Tornby lag es im wahrsten Sinne des Wortes nahe, einen Abstecher nach Hirtshals zu machen. Zuerst zog es uns zum Hafen und wir beobachteten eine Weile, wie die LKW`s von der Norwegen-Fähre verschluckt wurden. Da es momentan trocken war, wollte ich Schwager dann noch meinen bevorzugten Fotografierplatz zeigen. Also sind wir zum CP am Hirtshals Fyr. Daneben ist ein schöner kleiner PP, der eine herrliche Aussicht bietet und ich erwischte die inzwischen ausgelaufene Color Line gerade noch mit der Knipse



Nun sollte es nach Blokhus gehen. Ich wollte am Abend frisches Meeresgetier servieren und hatte die Hoffnung, dass der Fischheinz auch bei diesem useligen Wetter vor Ort war. Eigentlich ist Blokhus ja immer bevölkert, egal zu welcher Jahreszeit und auch unter den miesesten meteorologischen Bedingungen. Soweit kamen wir aber leider nicht. Kurz vor dem Løkken-Kreisel fielen auf einmal Hunde & Katzen vom Himmel und es weht es heftiger Wind. Der Knutschkugel gefiel das nicht und bat darum umkehren zu dürfen. Umkehren ja, aber nicht sofort. Das Abendessen sollte ja nicht aus trocken Brot und Wasser bestehen (wir waren schließlich in Urlaub, nicht im Knast). Also beruhigte ich den Kleinen, indem ich ein moderateres Tempo wählte und fuhr auf den PP wo sich ALDI FAKTA und MENY vereinigt haben.
Schön, dass es Letzteren jetzt auch in Løkken gibt, aber meiner Ansicht nach kann dieser nicht mit dem MENY in Saltum mithalten. Der ist irgendwie strukturierter, auch wenn man da eigentlich Inliner gebrauchen könnte. Der Neue ist nicht ganz so groß, da kommt man so gerade noch zu Fuß und ohne Gockel-Maps durch, wirkt aber – ich sag´s mal so: gewöhnlicher. Großer Vorteil jedoch ist die Frischfischtheke. Die Bedienung konnte nicht nur sehr gut Deutsch sondern war auch noch ausgesprochen freundlich und der Kabeljau (Rotbarsch war leider nicht) war wirklich ganz frisch, zappelte fast noch. Mir lief da schon das Wasser im Mund zusammen
Des Weiteren ist die MENY Bageri in diesem Fall aushäusig. Nennt sich Kysten Bageri und hat tatsächlich eine Ü-Terrasse, die man auch als solche bezeichnen kann. Außerdem ist sie – da an drei Seiten geschlossen – auch nicht so windanfällig. Wir überlegten, einen ultimativen Kuchentest zu zelebrieren, verschoben dies jedoch ebenfalls auf die kommenden Tage.

Nun freute sich der Kleine, dass es wieder heimging. Wieder fuhr ich über Nr. Lyngby, was in diesen Fall auch besser war. Auf der 55 und bei 80 hatte ich echt Mühe, die Ausbruchsversuche des Miniaturautos zu verhindern (da wusste ich noch nicht, dass es in den nächsten Tagen noch viel schlimmer werden sollte )

Auf dem Hybenvej angekommen, krabbelte doch tatsächlich Madame hinter den Wolken hervor (ich fasse es nicht). Egal, nun wollten wir auch nicht mehr los. Stattdessen begab ich mich zunächst alleine an das fremdartige Gerät, welches sich im Volksmund „Spülmaschine“ schimpft. Hoffnungsloser Fall - für mich. Nicht, dass es hier um ein High Tech Teil handelte, aber die Bildchen auf dem Korpus waren nicht sehr aufschlussreich – für mich. Selbstverständlich gab es keine Bedienungsanleitung (nur für Staubsauer, Toaster, Mixer usw. Aber die konnte ich auch ohne schriftliche Einladung zur Arbeit rankriegen), bzw. nur in skandinavischer Sprache und für das Vorgänger-Modell, welches aber ein anderer Hersteller war
Nun gut, wozu hat man einen geklonten MFM ? Klaro, u. a. um Spülmaschinen ans Laufen zu kriegen. Hat auch funktioniert, allerdings wusste Schwager nachher nicht mehr so genau, welche Tasten er nun eigentlich gedrückt hatte. Das Ding zeigte eine Laufzeit von 18 Monaten an (ne Quatsch, allerdings mehr als drei Stunden) und ich befürchtete schon, dass aus dem gewöhnlichen Porzellan Puppengeschirr werden könnte. Ist aber gut gegangen. Die Tassen und Teller waren im Anschluss noch genauso groß wie vorher. Übrigens habe ich die chemische Reinigung noch ein paarmal selber anwenden können. Einfach das eingestellte Programm von Schwager übernommen und schon lief die Kiste

Im Anschluss wendete ich mich dann dem inzwischen nicht mehr zappelnden Fisch zu. Muss mich selber loben. Zusammen mit Dillkartoffeln und frischem Salat war das eine schmackhafte Angelegenheit

Während der ganzen Zeit haben sich Sonne und Regen immer wieder abgewechselt. Gewonnen hat letztendlich das Nass. Aber immerhin – es gab eine Art Sonnenuntergang und im Anschluss WAHRSCHEINLICH Vollmond. Der war allerdings dermaßen von Wolken bewacht, dass ich das nicht genau sagen kann



Ausklingen ließen wir diesen Abend mal wieder mit unseren Büchern. Irgendwie fand ich, dass es trotz des Aprilwetters ein schöner Tag war

LG Johanna

von Johanna 04.10.2019 22:47

10.09.2019 – Dienstag

Heute wird das nur eine Kurzgeschichte



Regen, Regen und noch mehr davon. Nicht, dass es Hunde & Katzen waren die da runter kamen, aber es plätscherte fast ununterbrochen vor sich hin. Da wir allerdings eh nicht weg konnten, weil der Techniker ja IRGENDWANN an diesem Tag erneut kommen wollte, beschlossen wir eben einen zweiten Gammeltag einzulegen

Wider Erwarten hatte der Meister des Lichtes aber scheinbar nicht genug andere dringende Notfälle, denn schon am Mittag stand er vor der Tür. Diesmal mit Halogen-Leuchtmitteln, die auch für zwei Häuser gereicht hätten (ach je, SO sah die Hütte also wirklich aus ). Die FB ließ er uns auch da. Hatte ich übrigens schon erwähnt, dass wir die eigentlich zum TV gehörende inzwischen unter den Sofasitzkissen gefunden hatten? Nun, jetzt hatten wir eben jeder eine

Wir überlegten noch, ob wir die bisher unsichtbaren kleinen grauen Mäuse, die schon eher an mittelgroße Wollknäuel erinnerten, dem Staubsauger anvertrauen wollten, ließen es dann aber erstmal bleiben und machten uns statt dessen auf den Weg nach Hjørring zum Føtex. Wie vermutet, war es in dem Laden trocken und wir ließen uns viel Zeit, um das Richtige für`s Abendmahl zu finden. Ich erstand ein Bio-Inderfilet vom Huhn, weil noch ein bisschen von der Gemüsepfanne übrig war. Das sollte dann die Vorspeise sein. Außerdem wurde ich beim Bio-Oxen in Hackfleischform schwach und auch dieses wanderte in den Rollator. Das würde ich dann als Hauptgang servieren (Friko mit Butterkartoffeln). Jetzt musste eigentlich nur noch der Weißwein her (von wegen Abendmahl), aber das wäre dann des Guten doch zu viel gewesen. Also wurde verzichtet. Klingt nach vielen Kalorien und Kohlehydrate? War uns Wurscht. Wenn man DK schon nicht im Freien erleben konnte, wollten wir wenigstens dänisches Feeling am Herd und auf dem Tisch haben

Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, legten wir noch eine kleine Pause in der Føtex-Bageri ein. Ich sag mal lieber nicht, was Schwager da noch an erstanden hat. Warum nicht? Weil ich doch tatsächlich total vergessen habe, für welche Torte er sich entschieden hatte

Genug für heute. Ich platze jetzt noch fast, wenn ich nur an diesen Tag denke. Mein Fazit ist jedenfalls: Schlechtes Wetter ist nicht gut für die Hüften und viel zu wenig Arbeit für die Kamera

LG Johanna

von Johanna 03.10.2019 00:31

09.08.19 – Montag

Trübe Aussichten bei 14°, (noch) leichtem Regen und alles grau in grau.....



Positiv ist dagegen anzumerken, dass der Lønstrup-Elvis sich Gehör verschafft hatte. Es gab also einen solchen. Leider blieb er aber unsichtbar. Konnten wir nur hoffen, dass er es sich noch mal anders überlegen würde…..

Nach dem Frühstück sattelten wir unser braves Fortbewegungsmittel und machten uns auf die Reise nach Løkken. Diesmal nicht zur Mole, sondern nach Vittrup. Da befindet sich das DC Büro. Wir wurden freundlich empfangen und ließen dann höflich unsere Beschwerden vom Stapel. Was die Fenster betraf, ernteten wir nur ein Schulterzucken und die Aussage, dass dieselben nur alle vier Wochen geputzt würden. Ich war einigermaßen verblüfft, denn bisher hatte ich angenommen, dass der ER Preis wegen der Fenster so hoch war. Eigentlich ein bisschen unverschämt, dass man fast 150,00 € berechnet für ein bisschen hin und her wischen und vielleicht noch mit dem Lappen Staub verteilen, sowie den Einsatz des Saugers. Also zahlen doch im Schnitt zwei bis drei Familien (das Haus war bis dato komplett gebucht gewesen) für einmal Fenster putzen. Und wenn man Pech hat – so wie wir – dann sind die vier Wochen noch nicht rum und man bekommt statt der Aussicht bunte Bilder präsentiert (hat ja auch was ). Ich vermute allerdings mal ganz stark, dass die vier Wochen noch gestrunzt sind, schon allein deshalb, weil das Küchenfenster nach Osten raus ging und völlig geschützt lag. Aber DC behauptete, es hätte in den letzten Wochen sehr viel Regen gegeben…. Genug davon, sonst steigt wieder mein Blutdruck.

Fernbedienung und Beleuchtung waren nicht das Problem. Sie würde dem Eigentümer Bescheid geben und dann käme wohl bald jemand. Wir sollten dann mal im Haus bleiben. Unter normalen Umständen hätten wir da protestiert, aber bei dem Wetter konnten wir ja ruhig einen Gammelnachmittag einschieben
Fällt mir gerade so im Nachhinein ein - hätte wir ja eigentlich auch statt zu gammeln die können.

Nachdem wir bei der INGO in Løkken getankt und uns den neuen MENY zumindest schon mal von außen angesehen hatten fuhren wir über Nr. Lyngby zurück. Ich mag die Strecke eh viel lieber als die langweilige 55 und zu Mortensen mussten wir ja nicht.

Dann hieß es warten, warten… Schwager saß ein wenig auf heißen Kohlen, denn abends war Quali angesagt. Nordirland gegen Deutschland. Da ich manchmal tatsächlich über einen sechsten Sinn zu verfügen scheine, war ich ganz ruhig. Meine Ahnung sagte mir nämlich, dass man sich das Spiel nicht unbedingt ansehen musste (lag aber eventuell auch an meinem spannenden von Arne Dahl)

Um 17:30 Uhr tauchte dann tatsächlich ein Techniker auf. FB hatte er keine dabei, aber er weihte Schwager in die Geheimnisse des TV´s ein. Man konnte das Teil doch tatsächlich auch ohne diese neumodische Bequemlichkeit ein- und umschalten. Somit war alles gut. Dem Jubel stand nichts nun mehr im Wege.
Na ja, ich hab dann auch mal zugeschaut und mich – wie vermutet – tierisch gelangweilt. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Deutschen sich noch 20 Jahre auf ihrem 2014 erworbenen Titel ausruhen wollen

Der Techniker wollte dann am nächsten Tag noch mal reinschauen, die FB bringen und die restlichen defekten Halogenleuchtmittel austauschen. Er hatte nämlich tatsächlich nur eine für die Dusche dabei. Das hieß dann also erneut Erholung pur

Zum Abendessen habe ich eine Bio-Gemüsepfanne mit reichlich Knobi gezaubert (Schwagers Appetit nach zu urteilen, kann ich mit dem Kochlöffel besser zaubern als unsere Fußballer auf dem grünen Rasen… )

Geendet hat der Abend mit stetigem, gleichmäßigem Regen, aber noch ohne großartigem Wind. Somit konnte ich mich (noch) auf der sogenannten Ü-Terrasse zum Qualmen aufhalten

Bilder habe ich seltsamerweise irgendwie vergessen (außer das obige).

Bis zum nächsten Mal

LG Johanna

von Johanna 02.10.2019 00:41

08.09.2019 – Sonntag

Lieben Dank für Eure netten Kommentare und die tollen Fotos vom Vejle Fjord plus Mega-Eis

Was hatte ich am Vortag gedacht? Das Haus liegt ruhig? Schon wieder ein fataler Irrtum! Am „frühen Morgen“ fuhr ein Auto nach dem anderen durch die Ferienhaussiedlung und dann kam auch noch die Politi. Was war passiert? Wir konnten leider nicht in Erfahrung bringen, ob es sich um Eierdiebe oder vielleicht sogar um einen Elvis-Mörder handelte. Somit muss ich diese Geschichte wohl offen lassen

Nach dem Frühstück war dann wieder Ruhe eingekehrt. Und was macht man am ersten Tag, wenn man in Lønstrup urlaubt und das Wetter es zulässt (also wir zumindest)? Man fährt natürlich nach Løkken zur Mole. Es gab keinen Hinderungsgrund wie Regen, Schnee oder Nebel und der Wind war gerade mal eine leichte Brise. Sonne und Wolken zeigten sich bei max. 18° von ihrer besten Seite. Da MUSSTE man doch einfach los sprinten

Apropos Sprinten…. Mit Parkplätzen vor dem Pavillon sieht es echt düster aus. Mehr als die Hälfte ist einer Skaterbahn gewichen. Somit mussten wir die kleine rote Kiste wieder wenden und beim ehemaligen Spar (jetzt WESTWIND) parken. Schwager ist noch nicht ganz so angeschlagen wie ich und SPRINTETE gleich los. Aber ich muss zugeben, dass er sich schnell umgestellt und meinem Oma-Tempo angepasst hat (auf dem Weg bis zum Strand habe ich drei Pausen einlegen müssen). Irgendwann kamen wir aber trotzdem an und das im wahrsten Sinne des Wortes. Als ich nämlich auf der Mole saß, hatte ich endlich das Gefühl „wieder zu Hause zu sein“.
Es war erstaunlich viel Betrieb. Auf der Mole ging es fast zu wie auf einem stark frequentierten Hauptstadtbahnhof. Aber ich – die sonst nichts mehr als Ruhe liebt (wenn ich nicht gerade selber jemanden zutexte) – habe es einfach nur genossen. Die Badehäuschen waren fast alle noch da und einige Angler hielten hoffnungsvoll ihre Ruten ins Wasser. Kurzum – hier war Leben drin

Ich hab ein paar Bilder mitgebracht, allerdings nicht nur von Løkkens Highlight, sondern auch vom Morgen, als die Sonne (Küche lag nach Osten) erbarmungslos durch die verdreckten Fenster auf den ganzen Staub fiel. Habe auch nicht vergessen, bei unserer nächsten Station die Knipse zu zücken

Der Rückweg zum Parkplatz wurde nur durch zwei kurze Sitzpausen unterbrochen (konnte vielleicht doch noch was werden mit dem Laufen….), aber ich war dann doch froh, wieder in die Minikiste einsteigen zu können. Für meine Verhältnisse hatte ich schon einen halben „Gewaltmarsch“ hinter mir. Der nächste Anlaufpunkt war – wie kann es anders sein – die Hühnerfarm Mortensen. Hier hat sich – so glauben wir – nichts verändert. Ok, Emma und Britta werden wohl inzwischen die Ururur……. Enkel von der ehemaligen Besetzung sein, aber die Familienähnlichkeit ist so groß, dass das gar nicht auffiel. Wir haben uns dann mal mit deren Erzeugnisse versorgt und mussten feststellen, dass auch diese qualitativ nicht gelitten hatten. Ist aber eigentlich auch keine große Überraschung, denn ich habe in meinem Leben nur ganz selten so glückliche Hühner gesehen (na gut, „mein“ Biobauer lässt seinen Viechern auch die große Freiheit)

Nun aber auf zum großen Geldausgeben. Heute sollte es – auch wie immer – REMA 1000 in Hjørring sein. Die haben einfach ein paar Produkte, die es in den großen Supermärkten nicht gibt. Uschi und Yannik hatten Pause. Ich hab Weg aber dann trotzdem „gefunden“
Nach dem Einkauf begann Schwager sich gerade mal wieder als Packkünstler zu betätigen, da wurden wir plötzlich auf Deutsch angesprochen. Eine Frau mittleren Alters, bisschen ungepflegt und ganz in Schwarz, aber mit einer auffallenden Goldkette (sofern sie echt war) hatte sich genähert und wollte wohl ein Pläuschchen halten. Ich gebe jetzt hier nichts von dem wieder was sie uns erzählt hat (von wegen übler Nachrede), aber wir fanden das Ganze schon etwas seltsam, vor allem da sie sich scheinbar sehr für unser Kennzeichen zu interessieren schien. Ist aber nix passiert….

Dann ging es wieder zurück zur Hütte. Das Wetter wollten wir noch ausnutzen und ließen uns deshalb mit Kaffee und Kage auf der Terrasse nieder. Ehrlich gesagt, mussten wir sogar den Sonnenschirm zur Arbeit zwingen, da Madame es reichlich gut mit uns meinte. Ich habe dann auch abends versucht, den Sonnenuntergang auf Zelluloid zu bannen, aber das ist leider total in die Hose gegangen

Nun stand ich zum ersten Mal an DIESEM Induktionsherd. Im Grunde sollte ich mich damit ja nun mittlerweile auskennen, aber auch im aktuellen Fall – wie schon so oft zuvor – bekam ich das Ding nicht zum Leuchten. Wie gut, wenn man dann einen Schwager sein eigen nennt, der (fast) jede Maschine zum Laufen bringt
Beim Kochen fiel dann auf, wie gut diese Küche wirklich bestückt war. So eine tolle Knobipresse habe ich nicht mal zu Hause (und die ist schon klasse) und meine scharfen Messer (eins der wenigen Dinge, auf die ich nie verzichte) hätte ich tatsächlich daheim lassen können. Übrigens gab es auch jede Menge Kuchengabeln, was wohl eine ganz große Ausnahme in dänischen Ferienvillen darstellt. Wir jedenfalls hatten noch nie mehr als zwei Stück, wenn überhaupt

Abschließend zu diesem Sonntag muss ich noch vermelden, dass ich beinahe das Schlafzimmer gewechselt hätte. Als ich mich in den Schlabberlook schmeißen wollte, entdeckte ich eine Riesenameise am Fenster. Unter diesem befand sich außen das Fischwaschbecken oder wie sich das nennt. War da das Nest? Nach meiner Feststellung, dass das Krabbeltier sich wohl nur verirrt hatte und ohne weitere Begleitung eingebrochen war, habe ich es zwar eliminieren müssen, konnte mir aber den Umzug sparen. Lediglich mit dem Fenster war ich danach etwas vorsichtiger

So, das war es für heute. Im Anschluss dann noch ein paar Schnappschüsse.









LG Johanna

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