Dänemark-Freunde

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von Johanna 19.08.2020 22:21

Eigentlich ist die Artikel-Bezeichnung falsch, aber da es einen Zusammenhang geben KÖNNTE, lass ich das mal so laufen.


Update vom 18.08.2020

Was mag Mette sich dabei denken?

Da wird die 6-Tage-Regelung aufgehoben, aber kein weiterer Grenzübergang geöffnet, geschweige denn, dass die strengen Kontrollen entfallen. Tja, warum tut sie das? Wahrscheinlich ist sie mit sich selber uneins, sonst würde sie ja auf die drängenden Fragen der Opposition eine Antwort haben. Und es sind ja nicht nur die politischen Gegner die es wissen wollen. Es kommt aus jeder Ecke. Da wird dann an die Sydjütländische Politi verwiesen, aber die zucken auch nur mit den Schultern, weil sie ganz offensichtlich den Grund ebenfalls nicht kennen. Also Logik sieht doch irgendwie anders aus. Aber wann war Politik schon mal logisch?

Interessant ist dabei natürlich, WAS die die Kontrolleure jetzt eigentlich kontrollieren. Das wissen sie bestimmt selber nicht, nachdem sie ja nun keine seitenlangen Mietverträge mehr lesen müssen.

Man sieht ja nicht gleich jedem an der Nasenspitze an, ob er Covid 19 hat, gerade seine Beute aus einem Bankraub nach DK in Sicherheit bringen wollte, dass man vor seiner stalkenden Noch-Ehefrau auf der Flucht ist (also Flüchtling ist), oder auf der Suche nach wohlhabenden älteren Damen ist, denen man das Fell über die Ohren ziehen kann. Ein geplantes Autorennen auf der fast leeren E45 käme auch noch in Frage. Wenn die nämlich so flott unterwegs sind, wie hier nachts vor meiner Haustüre, bringt auch kein Blitzer mehr aussagekräftige Bilder zustande.

Ok, vielleicht hat ein Fahrer eine tüchtige Fahne, oder kann keinen Führerschein vorweisen, oder ist mit 100 in das Stauende gekracht (oder alles zusammen), dann lohnt sich selbstverständlich eine Kontrolle. Eventuell stellt sich auch bei der Sichtung des Kofferraumes heraus, dass dort ein paar Syrer zwischengeparkt sind.

Eine weitere Variante wäre vielleicht Schmuggel. Ein paar Kilo Koks unter dem Beifahrersitz z. B. Macht allerdings auch wenig Sinn, denn es gibt ja bekanntlich keine süchtigen Dänen (Ausnahme wären die Urlauber, die jedoch nicht unbedingt auf SOLCHE Drogen scharf sein dürften).

Aber welcher Idiot ist schon sooooooo idiotisch und fährt über eine Grenze die bewacht wird, als handle es sich um eine JVA für Schwerstkrimminelle? Erinnert doch irgendwie an die Zeit vor 89……......

Ich habe mir wirklich den Kopf zerbrochen, welchen Grund die Chefin haben könnte, ihre gesamte „Armee“ weiterhin an der Grenze zu stationieren (ist der Rest des Landes eigentlich Politi-frei?). Meine Fantasie reicht jedoch nicht aus, um auch nur eine halbwegs plausible Erklärung zu finden.

Nun aber mal ernsthaft. Für die Urlauber ist das auf jeden Fall ärgerlich, aber der Zeitverlust lässt sich in der Regel ja verkraften. Mir tun allerdings die Grenzgänger/Pendler leid, die sich weiterhin jeden Tag – meiner Ansicht nach inzwischen ohne erkennbaren Grund – durch dieses Nadelöhr kämpfen müssen.

Bleibt am Schluss nur die oben schon gestellte Frage: Was mag Mette sich dabei denken?

LG Johanna

von Johanna 06.08.2020 20:05

Update vom 06.08.2020

Nun haben wir den Salat? Nun ja, wenn man sich die Fallzahlen jeden Tag anschaut, kann man schon auf diesen Gedanken kommen. Heute erstmals seit Monaten über 1000 Neuinfizierte in Deutschland. Ok, das ist gegenüber beispielsweise Spanien ja noch moderat, aber die Entwicklung sieht nach meinem Aansicht nicht besonders gut aus.

Damit bin ich dann leider u. a. mal wieder bei einem Thema, das eigentlich längst abgehakt sein sollte. KLOPAPIER! Bei unserem REWE hängen überall Schilder, dass man jenes UNBEGRENZT mitnehmen könne. Davon macht aber komischerweise niemand Gebrauch. Im Gegenteil. Es ist nur ein Gerücht und deshalb gibt es auch keinen Beleg, aber ich könnte mir schon vorstellen, dass es stimmt…….. Die Fabriken, die den so heiß begehrten Artikel vor einigen Monaten in 3 Schichten an sieben Tagen in der Woche im Akkord hergestellt haben, müssen jetzt leider einen Teil ihrer Leute entlassen. Warum? Was ist das für eine Frage? Für mich ist ganz klar, dass die Schuld bei den egoistischen Hamsterkäufern liegt.

Wenn man so zurück denkt, fallen dem „Normalo“ doch bei dem Stichwort „Supermarkt“ sofort die leeren Regale ein und das nicht nur, weil es zum Verrecken kein K-Papier mehr gab. Auch die Konserven, Mehl, Hefe, geschweige denn Masken und Desinfektionsmittel (das aber erst, nachdem Trump es als Heilmittel vorgestellt hat) – alles ausverkauft. Also zumindest ich kam mir vor wie im Krieg und im Grunde genommen, war das ja auch einer, nur ohne tödliche Waffen. Ich habe mich damals schon gefragt, ob es wirklich nötig war, dass einige wenige (Egos) ihre Garagen, Keller, Vorratsräume und jedem freien Zentimeter im Haus mit ihren „Errungenschaften“ zumüllten. Und alle anderen Leute, die sich in Vernunft geübt haben, im Regen stehen ließen. Von wegen Solidarität. DAS ist in meinen Augen Krieg.

Und nun? Jetzt steht ein Teil der Fabrikarbeiter auf der Straße, weil kein K-Papier Absatz mehr gegeben ist. Und die Hamster? Auch wenn das nur ein Blog ist und ich eigentlich mal wieder richtig böse werden könnte, so übe ich mich doch in Nachsicht und wünsche ihnen einfach nur, dass ihre Keller und ihre Garagen bei nächsten Starkregen nicht von der Feuerwehr angefahren werden können, weil diese sich um wirkliche Katastrophen kümmern müssen. Und dann wäre ich – die sonst eigentlich keine Schadenfreude kennt – auch nicht traurig, wenn MAN keine Ravioli mehr sehen geschweige denn essen könnte, diese aber bald ihr MHD überschreiten. Da ich allerdings gegen jede Art von Lebensmittelverschwendung bin, würde ich diesen Leuten raten, sich EINMAL etwas weniger egoistisch zu zeigen und die ungeliebten und bald abgelaufenen Konserven an die Tafel zu spenden. Deren Kunden haben unter der Krise ja nun tatsächlich richtig leiden müssen.

Zurück zu den aktuellen Zahlen und Zeiten. Ja, wir sind in Deutschland immer noch gut aufgestellt und selbst wenn die „zweite Welle“ so richtig zuschlägt, werden inzwischen wohl die meisten Leute begriffen haben, dass es trotzdem Brot und Butter für alle gibt, aber das nur am Rande. Meine Befürchtung geht da in eine andere Richtung (und jetzt bin ich mal selber egoistisch, nehme damit aber niemanden etwas weg). Die Reisefreiheit. Ja, ich möchte in drei Wochen nach DK! Und bete, dass Mette bei den steigenden Infektionen in ganz Europa (auch in DK selber hat es in den letzten Tagen ja viele neu Infizierte gegeben, vor allem in Aarhus) nicht wieder die Grenzen schließt. Wenn es sein muss, machen wir halt an der Grenze einen Test und wenn es dann wirklich dicke kommt, verbringen wir halt 14 Tage im Ferienhaus (da gibt es noch Schimmeres). Das ist aber ein Szenario, welches ich auch keinem anderen DK Urlauber, der sich jetzt noch auf die Socken macht, wünsche. Diese Vorstellung steht allerdings trotzdem vor meinem geistigen Auge und macht mich persönlich deshalb so traurig (und egoistisch), weil es so gut wie ausgeschlossen ist, dass man/wir den Urlaub im nächsten Jahr nachholen können.

Es gibt da noch etwas, leider unbelegbares, aber da es einige Forscher auch schon angedeutet haben, lasse ich es trotzdem raus. Meine Tochter hatte das Virus, was ja bei ihrem Beruf als Krankenschwester in der Notaufnahme nicht unbedingt verwundert. Da sie ansonsten kerngesund ist und dementsprechend kaum Symptome hatte, ist das gut ausgegangen. Auch ihr Mann und die Kids hatten es natürlich. Aber keiner musste irgendwie behandelt werden. Soweit so gut. Nun wird aber in diesem Krankenhaus jede Woche getestet (wie das woanders ist, weiß ich nicht) und man hat festgestellt, dass sich die Antikörper schon wieder zurück bilden. Ich glaube, eine Erklärung hierzu, was das bedeuten KANN, erübrigt sich wohl. Wir können nur hoffen, dass wirklich bald ein wirksamer Impfstoff auf den Markt kommt, denn wer hat schon den Drang danach, auf Ewigkeiten mit Maske rumzulaufen oder die Freunde mit dem Ellenbogen zu begrüßen? Ein leeres Fußballstadion ist auf Dauer auch nicht so prickelnd, aber das fällt schon wieder unter Hobby und da müssen die Fans (ich bin auch einer davon) halt durch.

So, für heute habe ich mal wieder genug getextet.

LG Johanna

von Johanna 11.07.2020 00:10

Update vom 11.07.2020

Als gäbe es kein Corona……….

Zitat aus der Mallorca Zeitung: https://www.mallorcazeitung.es/lokales/2...icht/76661.html
Es war so etwas wie die erste inoffizielle Party am Ballermann – und sie zeigte, wie groß die Gefahr einer zweiten Corona-Welle auf Mallorca sein könnte: Während auf der Insel aktuell über die Einführung einer strikten Maskenpflicht diskutiert wird, haben am Freitagabend mehrere Hundert deutsche Partyurlauber die neue Saison dichtgedrängt und mit reichlich Alkohol in der Bierstraße eingeläutet – und dabei die geltenden Corona-Schutzregeln weitestgehend außer Acht gelassen.
Zitat Ende

Nun könnte man sich natürlich fragen, was haben wir als DK Urlauber mit Mallorca zu tun? Ganz einfach – in den USA, Brasilien und Indien steigen die Infektionszahlen wieder beängstigend an. Aber wer von den Europäern fliegt jetzt in diese Staaten? Und welcher Ami, Brasilianer oder Inder kommt jetzt nach Europa? DIESE Gefahr ist wohl eher geringfügig.
Die Ballermann-Party-Geier jedoch steigen in ein/zwei Wochen wieder in den Flieger und kommen zurück. Wie in dem Zitat bezüglich „zweite Welle“ oben beschrieben steht doch dann zu befürchten, dass es nicht nur die spanische Urlaubsinsel betreffen könnte, sondern dass das Virus – so wie Anfang des Jahres aus z. B. Österreich – erneut importiert und in Deutschland (eventuell auch in anderen Ländern, denn da sind ja nicht nur Deutsche beteiligt) verteilt wird. In meinen Augen müsste dieses Verhalten drastisch bestraft werden, aber die Polizei ist ja (bisher) nicht eingeschritten.

Soweit ich das verfolgt habe, waren die Balearen – nicht so wie Festland Spanien – von der Epidemie relativ verschont geblieben (insgesamt 2228 Infizierte und 224 Verstorbene). Meine Glaskugel ist jetzt wohl eher nicht vonnöten, um die Vorhersage treffen zu können, dass sich das nun wahrscheinlich ändern wird.

Was wären die Konsequenzen? Unsere MP´s haben ja größtenteils nur das Dollarzeichen in den Augen (vielleicht mal abgesehen von Söder). Einerseits verständlich, schließlich muss die Wirtschaft ja wieder ans Laufen kommen. Andererseits – was oder wem nutzt es dann etwas, wenn wieder ganze Kreise/Kommunen/Gemeinden oder gar Städte in Zwangs-Quarantäne abtauchen müssen? Wir haben in Gütersloh gesehen, was passiert ist. 640.000 (oder waren es 670.000?) Menschen wurden eingezäunt, weil sich in der Fleischfabrik mehr als 1.000 Arbeiter infiziert hatten. Nach meiner Meinung übrigens viel zu spät. Wenn Laschet nicht so lasch (Name passt) reagiert hätte, wäre das in der extremen Form gar nicht nötig gewesen. Dass die Fleischfabrik noch nicht wieder hochgefahren wurde, lag allerdings nicht nur an Corona. Aber das nur nebenbei und die meisten wissen das ja ohnehin.

Ein zweischneidiges Schwert, oder? Ok, ich möchte solche Entscheidungen wirklich nicht treffen müssen, finde aber dass man aus den Erfahrungen der vergangenen Monate einfach gelernt haben müsste. Das gilt für verantwortliche Politiker genauso wie für Lieschen Müller. Maskenpflicht und Abstände überall und bei Nichtbeachtung hohe Bußgelder. So schwer kann das doch nicht sein (ich hasse diese Masken, weil sie bei Asthmatikern natürlich besonders hinderlich sind, aber was sein muss, muss eben sein). Dazu gehört aber auch, dass Polizei, Ordnungs- und Gesundheitsamt nicht nur ein Auge darauf haben, sondern auch konsequent durchgreifen (wobei sich allerdings auch manche von diesen Ordnungshütern aufspielen, als wären sie „der Chef vom Ganzen“. Das muss natürlich auch nicht sein, wird sich aber kaum eindämmen lassen). Jedenfalls kann ich nicht nachvollziehen, warum die spanische Policia sich nicht gerührt hat, denn schließlich können sich bekanntermaßen auch Polizisten mit Covid 19 anstecken.

Fazit: Mein Wunsch wäre, dass es in Europa nicht wie in den USA, Brasilien, Indien und Russland zugeht und alle Menschen – ob jung und feiersüchtig, oder alt/krank und besonders dem Risiko ausgesetzt – so viel Vernunft an den Tag legen und sich an diese einfachen Regeln halten. Wenn ein Impfstoff gefunden ist, kann man alles – gerade als junger Mensch – nachholen, aber im Moment sollte man einfach mal seinen gesunden Menschenverstand abrufen und sich in ein wenig in Rücksichtnahme üben.

LG Johanna

von Johanna 03.06.2020 22:31

Nun ist es also (fast) soweit: Noch 12 Tage und das gelobte Land darf wieder gestürmt werden. Wenn es da nur nicht diese – ich nenne sie mal so – „Unverbesserlichen“ gäbe. Lieber würde ich dafür einen deftigeren Ausdruck nutzen, aber man versteht wahrscheinlich auch so, was ich meine. Siehe z. B. Göttingen.
Nein, ich will gar nicht pessimistisch sein, aber die Vorstellung dass Mette ohne zu zaudern den Riegel wieder vorschiebt, ist schon krass allerdings bestimmt nicht unrealistisch, wenn sich solche Vorkommnisse häufen. Ich will den „Feiernden“ gar nicht grundsätzlich Leichtsinn (oder Egoismus, Dummheit) unterstellen, aber aus welchem Grund auch immer die noch geltenden Vorsichtsmaßnahmen wie Abstand und MNS missachtet werden – das Ergebnis bleibt das Gleiche. Einer ist dabei, der das Virus in sich trägt und schwupps, haben sich 105 Personen (aktueller Stand aus den letzten Nachrichten) angesteckt.

Unter Berücksichtigung dieser Entwicklung sind nach meiner Ansicht die Lockerungen wohl doch etwas zu zügig vorangetrieben worden. Klar, die Politiker wollen natürlich, dass die Wirtschaft wieder brummt. Ist ja auch verständlich. Und natürlich ist es schön, dass man mal wieder die Nase vor die Tür stecken kann, sogar andere Menschen sieht (außer im Supermarkt), dass die Kids wieder draußen spielen und zur Schule gehen können. Aber habe besagte Politiker dabei nicht bedacht, dass es immer ein paar Prozent „Unverbesserliche“ in der Bevölkerung gibt, die ohne zu zögern, sofort jede Vorsichtsmaßnahme außer Acht lassen?

Ungeachtet dessen werden jetzt weitere Verbote außer Kraft gesetzt. Ich persönlich halte es für brandgefährlich, dass man sich jetzt beispielsweise wieder in größeren Gruppen treffen können soll (warum allerdings das Grillen dabei untersagt bleibt, ist wohl ein großes politisches Geheimnis und für mich total unlogisch). Man kann sich doch an einer Hand ausrechnen (ohne deshalb Mathematiker sein zu müssen), dass auch Leute, die NICHT leichtsinnig sind und sich ansonsten an die Regeln halten, sich bei solchen „Versammlungen“ näher kommen als es vernünftig wäre.

Logo, die Vorstellung mit 30 Leuten an einem Tisch zu sitzen, an dem 60 oder 80 Platz haben, ist ja auch nicht gerade erstrebenswert, geschweige denn hyggelig. Gleiches gilt wohl auch für Partykeller oder Gartenfeste. Es bleibt doch einfach nicht aus, dass dann solche Szenarien wie in Göttingen das Ergebnis sind. Wenn dann auch noch Alk im Spiel ist…….

Ich würde mich davon übrigens auch nicht freisprechen. Wie oft habe ich mich dabei erwischt, dass ich einer Kollegin zu nahe gekommen bin, weil es etwas am PC zu erklären gab oder ich ganz einfach zu weit an sie rangekommen bin, da ich etwas schwerhörig bin. Da wir ansonsten – wenn wir denn mal zusammen im Büro sind – mindestens 2 Meter auseinander sitzen, tragen wir da natürlich auch keine Maske. Weil das so ist, sind wir hauptsächlich im Home Office, auch um nicht ungewollt Gefahren herauf zu beschwören. Wir versuchen also vernünftig zu sein und trotzdem bleibt immer ein gewisses Risiko (auch ohne Alk).

Letztendlich habe ich also die Befürchtung, dass uns doch noch eine zweite Welle überrollen wird. Man sieht ja in den Niederlanden, in Schweden, in Brasilien und vor allem in den USA, was passiert, wenn man jede Vorsicht in den Wind schießt. Und was das für unsere innereuropäischen Grenzen bedeuten könnte, kann man sich dann getrost an der zweiten Hand ausrechnen.

LG Johanna

von Johanna 11.05.2020 00:37

Update vom 11.05.2020

Grundsätzlich möchte ich mal betonen, dass ich die einzelnen MP`s der Bundesländer nicht um ihre Aufgabe beneide. Sie tragen eine hohe Verantwortung für ihre Entscheidungen. Aber vieles ist in meinen Augen doch ziemlich „Banane“.

Genauer kann ich da natürlich nur für NRW sprechen (und Laschet ist ohnehin nicht gerade mein Freund), weil ich zwar jeden Tag die Fallzahlen Deutschlands, Europas und der Welt vergleiche, aber nicht auch noch alles nachlese, was im Einzelnen an Lockerungen beschlossen wurde. Somit bleibe ich also erstmal in dem Bundesland NRW.

Was mir als erstes in den Sinn kam, als bekannt wurde, dass ab heute die Restaurants wieder geöffnet werden, war die Frage, wie das denn vonstatten gehen kann. Die Tische sollen so weit auseinander stehen, dass man nicht mit den „Nachbarn“ in Berührung kommt. Die Kontaktdaten der Personen werden notiert für den Fall, dass man eine Infizierung nachverfolgen muss. Die Tische müssen reserviert werden usw. So weit so gut. Aber dann? Das Servicepersonal wird einen Mundschutz tragen müssen (davon gehe ich jetzt einfach mal aus). Die Gäste – die sich ja nach der Lockerung auch mit z. B. EINER befreundeten Familie treffen dürfen – können die bis zum Servieren der Getränke ebenfalls so handhaben. Was ist danach? Essen und Trinken mit Mundschutz? Das gibt mir doch sehr zu denken. Aber ist wohl notwendig, weil wir ja die Kellnerin nicht anstecken wollen…
Dazu sage ich jetzt für mich: Ich werde vorläufig kein Restaurant aufsuchen.

Dass jeden Tag andere Maßnahmen ergriffen werden, kann ich ja noch verstehen. Schließlich muss man sich immer nach den neuen Fallzahlen richten. Demnach ist das Hü und Hott irgendwie auch nachvollziehbar. Aber manche Entscheidungen kommen mir wirklich wie an den Haaren herbeigezogen vor. Wieso müssen in einem Kaufhaus für jeden Kunden 10 m² zur Verfügung stehen, in einem Fitnessstudio aber nur 8? Weshalb muss der Friseur sozusagen in OP-Kleidung arbeiten und der Kunde soll die Maske ausziehen, weil man sonst nicht schneiden kann? Warum müssen wir alle in jedem Geschäft – als Kunde – die Verschleierungstaktik anwenden, das Personal aber nicht. Macht das alles Sinn? Also für mich nicht.

Ok, die Wirtschaft muss wieder ans Laufen kommen. Das ist wohl keine Frage. Und das Volk muss geschützt werden. Ebenfalls verständlich. Demnach müssen Kompromisse her. Auch das ist nachvollziehbar. Aber rechtfertigt das wirklich alles?

Gehen wir mal nach DK. Als Jüten gestern den Artikel verlinkt hat, indem von den neuen Maßnahmen/Lockerungen die Rede war, war ich erst mal sprachlos und das will bei mir schon etwas heißen. Wie kann man nur den Mindestabstand zwischen zwei Personen auf einen Meter reduzieren und im nächsten Satz erklären, dass dies aber nicht gilt, wenn man auf engem Raum mit vielen Personen zusammen ist? Dann gelten nach wie vor die zwei Meter. Das ist doch so, als wollte ich das Wohnzimmer in weiß gestrichen haben, allerdings nur mit schwarzer Farbe.

Ja, ja, die Chef´s haben es schon schwer. Dass sie jedoch angesichts der Krise vollkommen ihren vorher gesunden (?) Menschenverstand verloren haben, war wohl so nicht zu erwarten. Wir sind schließlich in Europa und nicht in den USA oder Asien.

Es steht ja außer Frage, dass es genügend Leute (in allen Ländern) gibt, die die Pandemie verleugnen/nicht ernst nehmen oder sogar Verschwörungstheorien aufstellen, von wegen Viren im Labor erzeugt (wem sollte das eigentlich was bringen?). Von daher ist es in meinen Augen schon richtig, Demos aufzulösen bei denen – vor allem der rechte Dreck – die Unbeteiligten dazu auffordern, ihre Maske abzunehmen und ohne diese einkaufen zu gehen. Können sie ja selber machen, sollten dann allerdings auch geharnischte Strafen dafür zahlen müssen. Aber leider gibt es ja auch genügend „Chef´s“, die der Meinung sind, dass diese neue „Grippewelle“ kein Grund ist, um irgendwelche Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen.
Ich muss mich an dieser Stelle wohl korrigieren. Ich hatte mit "öffentlichen Raum" eher an Museen, Galerien, Restaurants usw. gedacht. Aber Hescha hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass damit bestimmt Zusammenkünfte im Außenbereich gemeint sind. Also bitte ich die dänische Regierung - wenn es denn so sein sollte - hiermit ganz formell um Entschuldigung.

Gehen wir mal zurück nach Heinsberg. Klar ist man hinterher immer schlauer. Aber reine Spekulation…… Wenn man den Kreis direkt isoliert hätte, wäre es vielleicht – in Deutschland – gar nicht so weit gekommen. Dazu muss man allerdings auch anmerken, dass D ohnehin nicht die Ausgeburt des Bösen ist. Ohne jetzt mal wieder mit Zahlen zu langweilen, ist es für jeden der lesen kann ersichtlich, dass sich unser Land ganz gut schlägt in dieser Krise und dass sogar unser Gesundheitssystem – was ich übrigens immer bestritten hatte – besser ist als in so manch anderem europäischen Staat, geschweige denn außerhalb Europas.
Wie dem auch sei, die Krisenintervention die jetzt in Coesfeld (Westfleisch) ihren Anfang genommen und sich auf sämtliche Schlachthöfe NRW´s ausgedehnt hat, war nach meiner Ansicht richtig. Allerdings kann man an dieser Stelle genau sehen, dass die Politik viele Branchen gar nicht auf dem Schirm hatte. Von 1200 meist rumänischen und bulgarischen Arbeitern sind bis gestern Abend über 200 positiv getestet worden. Und ach. – welche Überraschung – man stellte fest, dass diese Personen zusammengepfercht in kleinen Zimmern (Containern?) „hausen“ und dass es in ihrem Arbeitsumfeld bisher niemanden interessiert hat, ob Sicherheitsabstände eingehalten werden (ist wahrscheinlich auch nicht möglich), oder ob sie Schutzmasken tragen. Klar, der Dönermensch hat natürlich nur seine Bilanz im Sinn. Was macht es schon, wenn da ein „paar“ von seinen Billiglohnarbeitern das Virus in sich tragen. Nein, an dieser Stelle höre ich damit auf. Nur eins noch: Für mich ist das moderne Sklaverei.
Jedenfalls ist es nach meiner Meinung soweit korrekt, dass man Coesfeld jetzt sozusagen „eingezäunt“ hat, obwohl es mit dieser einen Woche bestimmt nicht getan ist. Auch, dass jetzt die Mitarbeiter aller Schlachthöfe in NRW getestet werden, halte ich für eine durchaus sinnvolle Maßnahme.

Eins muss ich dazu aber doch noch erwähnen. Leider weiß ich nicht mehr, welcher Politiker folgenden Spruch (sinngemäß) zu der Lage in Coesfeld abgelassen hat.
„Das Fleisch kann ruhig weiter ausgeliefert werden, es wird ja nicht roh gegessen.“
Mag ja stimmen, aber mir persönlich fällt dazu nix mehr ein.

So, für heute habe ich mal wieder genug Sermon abgelassen….

LG Johanna

von Johanna 29.04.2020 21:32

Update vom 29.04.2020

Nachdem ja nun heute die weltweite Reisewarnung durch Herrn Maas verkündet und zunächst mal bis Mitte Juni verlängert worden ist, habe ich u. a. mal wieder ein paar Zahlen zusammengestellt, bei der sich – auch mal wieder – die Frage stellt (zumindest mir), wo eigentlich die Logik bleibt. Friseure dürfen nächste Woche wieder öffnen, wenn auch nur für die Kopfbehaarung. Rasieren, Schminken und Augenbrauen zupfen bleiben weiterhin untersagt. Das ist schön für diese Branche, aber auch wirklich sinnvoll? Nun, darüber kann man sich sicher ganz gepflegt streiten.

Ich habe dieses Beispiel auch nur erwähnt, weil in einigen der europäischen Länder darüber nachgedacht wird, bald wieder die teilweise Öffnung der Restaurants zuzulassen. Darunter in Österreich und Dänemark. Natürlich mit den entsprechenden Schutzmaßnahmen. Das muss man ja nicht noch extra erwähnen. Aber selbst wenn man sich mit nur max. mit 4 Personen an einen Tisch setzen und essen darf (wie soll das eigentlich mit der Maske funktionieren?) und die Tische immer so angeordnet sind, dass nach allen Seiten hin zwei Meter Freiluft ist, gibt es ja immer noch das Servicepersonal, welches wohl kaum – wie in den Läden – mit einem Plexiglaschutz vor der Brust bedienen kann. Aber auch das nur mal so am Rande.

Im Grunde geht es mir darum, zu vergleichen welche Länder mit wie viel Infizierten (offiziell) welche Maßnahmen lockern. Dabei spielt natürlich auch eine Rolle, wie die Bevölkerungsdichte ist. Sollte es zumindest nach meiner Ansicht. Ist aber wohl eher Traumtänzerei.

Gut, der Chef der Österreicher – Herr Kurz – scheint die Krise ja ganz gut im Griff zu haben. Bei einer Einwohnerzahl von 8,9 Millionen, einer Bevölkerungsdichte von 106 Menschen auf einem km² gibt/gab es 15.352 Infizierte, 12.779 Genesene (immerhin sind das über 80 %) und einer Sterberate von aktuell 580 Personen, also knapp 4 % kann man wohl von erfolgreichen Maßnahmen ausgehen und sich – wie es gerade geschieht – Gedanken über eine Lockerung der Maßnahmen (auch Grenzöffnung) machen.

Ganz im Gegensatz dazu die schon mehrfach erwähnten Niederlande zum Vergleich.
17,3 Millionen Einwohner und davon leben durchschnittlich auf einem km² 413! Ist irgendwie ja kein Wunder, dass es bei fast 39.000 Infizierten, aber angeblich – die Zahl ist wirklich nicht richtig belegt – nur 1228, jedoch bisher aktuell 4711 Verstorbene gab. Heißt prozentual, dass die Todesrate bei über 12 % liegt.

Wiederum zum Vergleich Dänemark.
Bei 5,8 Millionen Einwohnern (ohne Grönland und Färöer) wovon durchschnittlich auf einem km² 130 Menschen leben, gibt es bis heute 9008 offizielle Infektionen. Davon sind bereits 6366 Personen wieder gesund (über 70 %) und die Zahl steigt täglich. Die Sterblichkeit liegt bei 443 Menschen (4,9 %). Nicht viel schlechter als Österreich, aber um vieles besser als in NL. Nach meiner Ansicht sollte Mette F. vielleicht doch mal drüber nachdenken, ob man neben den Öffnungen der Kitas, Schulen und Restaurants nicht auch die Grenzschließungen – wenigstens teilweise – in absehbarer Zeit aufheben könnte.

Es ist nur ein für mich unbestätigtes Gerücht, dass das Gesundheitssystem in Holland lange nicht so gut ist wie diese in A, D und DK. Aber bei den Zahlen könnte man das schon glauben. Zumal im Mönchengladbacher Krankenhaus mittlerweile diverse Niederländer auf den Intensivstationen liegen. Sicher ist für mich aber (meine ganz persönliche Meinung), dass es auch etwas mit der Bevölkerungsdichte zu tun hat.

Mein Fazit wäre im Moment (wohlgemerkt IM MOMENT!) nach einer vorsichtigen und erfolgreichen – keine steigende Zahl an Neuinfizierungen – Lockerung der o. g. Maßnahmen auch eine eingeschränkte Aufhebung der Grenzschließungen von und zu den Ländern, die „um die Ecke“ liegen und ähnliche Zahlen aufweisen, möglich. Vorsichtig sein kann und muss man überall. Wenn das Ganze überschaubar bleiben würde (also z. B. Hotels/Pensionen nur zu einem kleineren Teil öffnen), man hier wie da Menschenansammlungen – die ja eh verboten sind – vermeidet und sich grundsätzlich an die Regeln hält, sollte dies doch eigentlich keine neue Welle der Epidemie auslösen. Ist das wirklich reines Wunschdenken???

LG Johanna

von Johanna 27.04.2020 21:19

Update vom 27.04.2020

Die Zahlen der Neuinfizierten in Deutschland (sogar in Bayern) sind rapide gesunken. Hatten wir vor einer Woche noch im Schnitt weit über 2000 täglich, so waren es von gestern auf heute nur ca. 1000. An der Maskenpflicht kann es ja eigentlich nicht liegen und als Zufall würde ich es auch nicht bezeichnen wollen. Ich tippe mal eher darauf, dass sich inzwischen tatsächlich die meisten Leute an die Abstandsregeln halten.

Wenn es so weitergeht, klingt das ja auch auf der einen Seite ganz gut, zumal der Trend in Dänemark ebenfalls dahingehend ist. Die Quote der Genesenen ist dort inzwischen auf 68 % gestiegen. Aber auf der anderen Seite….. muss ich Frathobo Recht geben. Was er heute im Corona-Thread geschrieben hat passt schon. Das Virus wird uns nicht nur die nächsten Monate begleiten sondern Bestandteil unseres Lebens also sozusagen „gesellschaftsfähig“ werden. Wenn es dann mal einen Impfstoff gibt, wird sich das wahrscheinlich auch einspielen.

Was mir aber immer noch nicht in den Kopf will, sind die geschlossenen Grenzen rund um Deutschland. Anfangs war es meiner Ansicht nach gut, dass man – auch einzelne deutsche Gebiete – „eingezäunt“ hat. Das kann man sehr gut an den Fallzahlen der unterschiedlichen Bundesländer sehen. Inzwischen jedoch sehe ich persönlich allerdings keinen großen Sinn mehr darin, die Türen nach Österreich, der Schweiz, Belgien und vor allem DK zuzulassen. Einzig in Polen ist noch keine Trendwende zu erkennen. Im Grunde müsste man sich doch nur an die jetzt bereits gewohnten Maßnahmen halten, um eine weitere Welle zu verhindern.

Ok, was DK betrifft, bin ich da vielleicht ein bisschen blauäugig (aber nur ein bisschen) und über Westeuropas Grenzen möchte ich gar nicht erst schauen. Erst recht nicht, was die außereuropäischen Länder betrifft. In China sind die offiziellen Zahlen seit nahezu einer Woche gleichgeblieben. Es hat sich keiner mehr angesteckt, kaum einer wurde genesen und gestorben ist auch niemand. Seltsam oder? Zumindest die Anzahl der Genesenen müsste sich doch positiv verändern. Aber lassen wir das mal außen vor. Ich glaube eh kaum, dass jemand aus unserem kleinen Forum jetzt partout nach China (Iran, Russland, Türkei usw.) oder gar in die USA reisen möchte. Zumal das in den meisten Fällen ja auch einen Flug und/oder eine Schiffspassage beinhalten würde. Da hätte man natürlich schlechte Karten. Es sei denn, man macht es wie Greta und reist umweltfreundlich mit einem Segler über den großen Teich, selbstverständlich nur mit wenigen Personen, um den nötigen Abstand wahren zu können.

Ja, ja, das klingt jetzt alles schon wieder ein wenig sarkastisch. Ist mir bewusst. Aber wie gesagt, mit diesen Regeln werden wir wohl oder übel noch lange leben müssen. In einem Ferienhaus (sowas gibt es nicht nur in DK sondern auch in Österreich und der Schweiz) dürfte man eigentlich in keiner größeren Gefahr sein als in Deutschland.
Die Niederlande muss ich da allerdings mal ausnehmen. Wer das kleine Land nicht kennt, kann sich kaum vorstellen wie es dort an der Küste aussieht. Die Ferienhäuschen stehen dicht an dicht. Oft ist es eine umgebaute Garage oder auch ein aufgemotzter Stall, die/der dann hinter dem Wohnhaus des Besitzers stehen. Die Grundstücke sind in der Regel minimal, weil jeder Quadratmeter Boden zugebaut wird (es lebe der Tourismus!) und dann kommt noch hinzu, dass dort im ganzen Jahr Saison ist. Im Spätherbst/Winter etwas weniger, aber immer noch reichlich. Ich will jetzt nicht behaupten, dass man dann auch in eine gut besuchte Disco gehen könnte, das wäre etwas übertrieben, aber weit entfernt davon ist es nicht. Abstandsregeln dürften da kaum einzuhalten sein.

Grundsätzlich ist es bestimmt nicht verkehrt, größere Hotels (und Betonburgen) erst mal geschlossen zu halten, egal in welchem Land. Um dann vielleicht mittelfristig sowie versuchsweise, einen kleinen Teil der maximalen Kapazität zu nutzen - Pensionen und Gaststätten in ebenso vorsichtiger Manier zu öffnen. Dann würde sich zeigen, wie vernünftig die meisten Menschen geworden sind. Das beziehe ich jetzt aber ausschließlich auf Europa – mit einer einzigen Ausnahme….. GRÖNLAND! Ja ich weiß dass es zu Dänemark gehört, aber geographisch liegt es nun mal in Nordamerika. Es dürfte aber relativ gefahrlos sein, dort Urlaub zu machen, da sich die insgesamt 11 Infizierten alle wieder erholt haben und die Insel nun als Virenfrei gilt. Mit der Bevölkerungsdichte ist da auch nicht so weit her, so dass man ohne Probleme die Abstandsregel einhalten könnte. Nur – wie kommt man dahin? Da muss man dann wohl wieder auf den Segler zurückgreifen
Egal, die letzten Sätze waren nicht wirklich ernst gemeint, aber meine Fantasie ist halt grenzenlos, wenn es auch nur im weitesten Sinne um Dänemark geht (ja Johanna, träum weiter. Gibt es eigentlich noch keinen Impfstoff gegen den DK-Virus?)

So, das waren sie mal wieder – meine heutigen Gedanken zu Corona. Ich möchte nur noch einen Vergleich anbringen: Vorige Woche hatten wir in NRW an einem einzigen Tag über 1.000 Neuinfizierungen, gestern waren es 540 und heute sind es 210 (Quelle RKI). Das spricht doch für sich, oder?

LG Johanna

von Johanna 26.04.2020 00:59

Update vom 26.04.2020

Nachdem ich nun jeden Tag weltweit die Fallzahlen studiere, fällt mir immer wieder eins auf: China! Seltsamerweise gibt es bei knapp 1,4 Milliarden Einwohnern offiziell „nur“ 84.325 Infizierte und davon bereits 77.346 genesen sind. Noch misstrauischer bin ich bei den angegebenen Todeszahlen: 4.642.

Ich bin ja schon länger davon ausgegangen, dass einige Länder nicht alle Menschen melden, die sich mit dem Virus infiziert haben. Dann kommt noch die Dunkelziffer dazu, weil ja ohnehin nur der statistisch erfasst werden kann, der auch getestet wurde. Inzwischen bin ich der Meinung, dass man deshalb getrost von der drei- bis vierfachen Anzahl ausgehen kann. Das würde dann rund 10 Millionen Personen betreffen.

Nichts desto trotz kann man wohl davon ausgehen, dass es in Deutschland bis jetzt glimpflich abgegangen ist – ganz im Gegensatz zu den USA. Ich bin übrigens der Ansicht, dass deren Chef sich vielleicht mal vorsorglich mit Desinfektionsmittel spritzen lassen sollte. Mehr Schaden als ohnehin schon bei ihm vorhanden, kann das ja auch nicht anrichten (bitte nicht ganz so ernst nehmen). Ich finde jedenfalls die Zahlen aus den USA ziemlich erschreckend (die aus Spanien, Italien, Frankreich und Großbritannien natürlich auch) und kann auch nicht begreifen, warum man in Amerika einfach wieder (teilweise) zur Tagesordnung übergehen will, weil die Fallzahlen ja sinken.

Bezüglich der Immunität – wenn man die Krankheit überstanden hat – gibt es ja nun auch noch keine gesicherten Erkenntnisse. Forscher/Wissenschaftler sind also der Meinung, dass es nicht auszuschließen ist, Corvid 19 ein zweites Mal zu bekommen. Darüber findet sich aber tatsächlich nichts im Netz. Es gibt (aktuell) – ebenfalls offiziell – 812.000 Menschen, die wieder genesen sind. Davon hat sich aber noch keiner ein zweites Mal infiziert, jedenfalls ist mir davon nichts bekannt. Da sag ich doch als Laie (mit meiner mir eigenen Logik), dass es nicht wirklich so sein kann. Vielleicht ist das aber auch nur Wunschdenken, denn wenn es tatsächlich so wäre, dass man nach einer Genesung wieder Gefahr läuft, das Virus zu bekommen, kann man sich ja an einer Hand ausrechnen, wie lange dieser Spuk noch dauern könnte.

Apropos Spuk: Ich bin sehr zwiespältig was den sogenannten Lockdown betrifft. Einerseits sehe ich das so, dass man sich ja schließlich auch in ein paar Minuten (z, B. beim Einkaufen) anstecken kann und das die ganze Geschichte nur verlängert. Andererseits – wenn man alle Menschen frei rumlaufen lässt – könnte es natürlich auch in Deutschland dazu kommen, dass die Intensiv-Kapazitäten irgendwann erschöpft sind (die Intensivbetten im KH meiner Tochter sind im Gegensatz zu voriger Woche alle belegt und dort gibt es zwei große Stationen), aber dann wäre die Geschichte vielleicht bald Geschichte, wohl immer vorausgesetzt, dass man sich das Virus nicht ein zweites Mal einfangen kann.

An einer anderen Stelle vermisse ich auch eine gewisse Logik. Das sind die Grenzüberschreitungen. Wieso kann ein Pendler oder ein LKW-Fahrer mit Lieferung die Grenze passieren (sollen sie, um Himmels willen) und muss nicht anschließend in Quarantäne? Wenn man sich aber mehr als 48 Stunden am Stück z. B. in DK aufhalten würde, ist 14 Tage Hausarrest angesagt. Wenn man in einem Ferienhaus wohnt und – genau wie hier – mit Maske einkaufen geht, sich ansonsten von anderen Menschen fern hält bzw. immer den Sicherheitsabstand einhält, dann sehe ich persönlich überhaupt keinen Grund für das Reiseverbot. Na klar, dass man jetzt nicht unbedingt in den Süden reisen sollte, schon gar nicht mit einem Flieger, ist nachvollziehbar. Aber DK?
Ok, DK ist natürlich auch sehr betroffen, wenn man die Verstorbenen ins Verhältnis zu den Einwohnern setzt. Allerdings dürfte das wohl hauptsächlich die dichtbesiedelten Städte betreffen. Und andersrum - in DK gibt es über 65 % Genesene und in D sind es ca. 63 %. Fazit: Man sollte Kopenhagen und Ålborg vielleicht besser meiden......

Wie ich bereits in einem Post geschrieben hatte, ist die Grenze zu den Niederlanden abgesehen für Außerirdische (nicht EU-Bürger) nicht geschlossen. Das muss aber keiner verstehen. In ganz Holland gibt es knapp 18 Millionen Einwohner. Das sind 1 Million weniger als in NRW, aber aktuell 4.409 Todesfälle. Nicht viel weniger als in ganz Deutschland mit über 80 Millionen Einwohnern (5.873). Wir dürfen da zwar keinen Urlaub machen, aber einkaufen. Ich finde, da bleibt die Logik irgendwo auf der Strecke.

Wie auch immer, ich wünsche allen Menschen, dass sie mit diesem Alptraum klar kommen und gesund bleiben bzw. schnell wieder gesund werden.

LG Johanna

von Johanna 11.04.2020 00:47

Corona in Prozenten

Sehr interessant finde ich die „Aufteilung“ in den betroffenen Ländern. Alle habe ich jetzt natürlich nicht ausgerechnet, weil Russland, Nordkorea, China, Brasilien, Türkei und noch einige andere Länder wohl eher nicht statistisch zu erfassen sind.
Die Süd-osteuropäischen Länder wurden daher auch erstmal außen vor gelassen. Das hat aber den Grund, dass ich nicht noch am Ostermontag Prozentrechnung üben möchte.

Die Zahlen sind von heute und die Quelle ist Wikipedia (halbwegs zuverlässig?).
Man könnte das Ganze dann wohl mit 3 multiplizieren (Dunkelziffer) und käme prozentual wieder auf das Gleiche heraus. Der Unterschied ist halt nur, dass es dann bereits ca. 1 Million Menschen geben müsste, die bereits „fertig“ sind und Antikörper gebildet haben. Das ist natürlich bei einer Weltbevölkerung von knapp 7,8 Milliarden nicht gerade viel. Aber wenn die USA so weitermachen, sieht das in einer Woche sicher schon ganz anders aus.

Also nachfolgend nur eine kleine Auswahl (offizielle Zahlen)

Ww infiziert 1.699.019 Genesen 376..976 Verstorbene 102.774

Dänemark 5.819------------1.773 = 30,05 %-------247 = 4,2 %
Deutschland 124.009------- 49.585 = 40 %--------2719 = 2,2 %
Spanien 161.852----------59.109 = 37 %--------16.353 = 10,2 %
Italien 147.577----------30.445 = 20,5%------18.849 = 12,5 %
Frankreich 93.790-----------26.391 = 28 %--------13.832 = 14,8 %
USA 522.188----------29.263 = 5.7 %-------20.661 = 4 %
Grönland 11----------------11 = 100 %-------0

Was die USA betrifft, ist das selbstverständlich eine Milchmädchenrechnung So schnell, wie sich dort infiziert wird, können die Leute weder genesen noch versterben. Überhaupt sind die Prozentzahlen nicht ganz genau, sondern nur annähernd. Ich wollte nicht bis x-Stellen nach dem Komma rechnen (zumal ich im Dreisatz eh nie viel Können gezeigt habe). Aber ich finde, es ist doch ganz gut zu erkennen, wie die Länder aufgestellt sind.

Deutschland kommt bis jetzt erstaunlich gut weg und Dänemark hat zwar fast das Doppelte in % an Todesfällen zu verzeichnen, gehört aber unter dem Strich auch zu den minder betroffenen Ländern. Wo die 11 Grönländer herkommen, ist mir allerdings schleierhaft. Aber so oder so haben sie halt die beste Quote, wenn ich das mal so lapidar ausdrücken darf.

Laut der Heinsberger Studie, welche ich heute Mittag im Forum gepostet habe, haben in eben diesem Raum bereits 15 % der Bewohner die Seuche hinter sich gelassen. Ich glaube aber nicht, dass man das allgemein für Deutschland als Maßstab nehmen kann. Im Kreis Heinsberg hat das Virus ja zuerst zugeschlagen (mal abgesehen von Bayern und BWB) und das gleich ziemlich heftig. Die 15 % erscheinen in diesem Fall also irgendwie logisch. Setzt man dazu allerdings die gedachten 1 Million (weltweit) Genesenen in Relation, stimmt die Rechnung natürlich wieder vorne und hinten nicht mehr.

Ich bin aber bestimmt nicht die Einzige, die mit den Zahlen jongliert und spekuliert. Auch die Fachleute können ja keine exakten Aussagen treffen. Vermutlich werden wir auch „danach“ nie genau erfahren, wie viele Menschen jemals an Covid 19 erkrankt waren, weil halt auch vieles unerkannt und damit auch unsicher bleibt (auch Spekulation). Ziemlich sicher aber ist wohl, dass wir zumindest im europäischen Raum (mal ausgenommen die europäischen Teile von Russland und der Türkei) eine annähernd genaue Zahl der Verstorbenen von seriösen Instituten genannt bekommen.

Das war es dann für heute mal wieder. Ich wünsche allen ein frohes Osterfest, soweit sich das unter den gegebenen Umständen machen lässt.

LG Johanna

P.S. Das mit den Zahlen ist sehr ärgerlich, ich hatte das mit der TAB Taste schön in Form gebracht, aber das Forum will das so nicht haben. Bitte um Entschuldigung, denn so ist das natürlich sehr unübersichtlich.

von Johanna 10.04.2020 20:38

Update vom 10.04.2020 – Freitag

So, nun hat die Chefin (Merkel) also versprochen, dass es nicht soweit kommt….

Ältere und/oder Vorerkrankte werden nicht gesondert isoliert. Die wirtschaftliche Lage ist ihr also nicht so wichtig wie das Erhalten von Leben. Nun, das klingt ja für „uns“ (die besonders Gefährdeten) erstmal sehr human. Aber ich habe da doch gewisse Zweifel.

Erstens kann ich mich an ein von ihr gegebenes Versprechen im Zusammenhang mit einer Wiederwahl als Kanzlerin erinnern, dass da hieß: „Mit mir wird es keine PKW-Maut geben“. Dass es letztendlich tatsächlich nicht dazu gekommen ist, war nun wirklich nicht ihr Verdienst, geschweige denn das Einhalten ihres Versprechens. Nun sollte man dem natürlich auch nicht zu viel Gewicht beimessen, da Politiker es im Allgemeinen ja nicht immer so genau nehmen, wenn es darum geht, dem Volk etwas zu verkaufen. Scheuer ist also europäisch gescheitert. Das mag man gut finden oder nicht. Ich persönlich hab es von Anfang an für eine Schnapsidee gehalten. Aber das nur am Rande.

Worauf ich hinaus will? Auf zweitens: Die Ministerpräsidenten der Bundesländer kochen – wie weithin bekannt sein dürfte – nun mal gerne ihr eigenes Süppchen. Wenn dann neun der MP´s der Meinung sind, dass es wichtiger ist, die Wirtschaft nicht total vor die Wand zu fahren, lässt sie sich überreden? Oder geht man in NRW, Bayern, Baden-Württemberg her und zieht mit ihrem Segen dort die Maßnahme „Einsperren“ durch? Sehr spekulativ, ich weiß.

Drittens steht da noch die Frage im Raum, was denn nun die potentiellen „Gefangenen“ davon halten würden, wenn sie sich vier/sechs/acht Wochen nicht aus dem Haus begeben dürfen: Ich selber war da sehr zwiespältig (dazu weiter unten mehr) und vermutlich wird es den Meisten so gehen. Einerseits will man sich selber schützen und vermeidet eh schon alle Kontakte, die nicht zwingend notwendig sind. Dazu bedarf es auch kaum Anweisung von „oben“. Andererseits will man ja auch nicht vereinsamen. Gerade bei älteren Singles (von denen manche nicht mal einen PC besitzen) ist diese Frage besonders zu bewerten. Man ist definitiv auf Hilfe angewiesen und hat somit auch wieder Kontakt nach „draußen“.

Dann ergibt sich noch das Problem, wem kann man vertrauen? Ordere ich einen der freiwilligen Helfer, drücke ihm meine Geldbörse in die Hand mit dem Auftrag, mir Tomaten und Käse zu besorgen? Ich gehe davon aus, dass der Großteil der Freiwilligen mit Geldbörse, Tomaten und Käse zurück kommt, aber dass es auch in dieser Krise genug schwarze Schafe gibt, die diese Situation zu ihren Gunsten nutzen (siehe den Betrug mit den Online-Anträgen für die Soforthilfe in NRW). Schwierig. Aber letztendlich müssen wir es ja ohnehin so nehmen, wie es kommt/bestimmt wird.

Laut RKI sind in den letzten 24 Stunden in Bayern 1574 Neuinfizierte gezählt worden (ohne Dunkelziffer). In NRW „nur“ 1067, in Thüringen 65 und in Bremen 9. Klar, regional sehr unterschiedlich, aber unter dem Strich sieht das doch so aus, als könnte man durch die bisherigen Maßnahmen nicht das erreichen, was nach meiner unmaßgeblichen Meinung passieren müsste.
Wenn man diese Krise irgendwann (hoffentlich noch in diesem Jahr) wirklich überwinden will, sollte es schneller gehen. Das würde aber wiederum bedeuten, dass auch Deutschland bald an seine Grenzen stößt, was Intensivbetten und Beatmungsgeräte (von Schutzkleidung mal gar nicht zu reden) betrifft. Daher neige ich inzwischen zu der Ansicht, dass es gar nicht so verkehrt wäre, jüngere und ansonsten gesunde Leute „frei laufen zu lassen“ (und ich bin kein Ökonom!) und die Gefährdeten trotz oben genannter Bedenken für diese Zeit tatsächlich zu isolieren. Wobei ich natürlich zugeben muss, dass das durchaus deprimierend sein könnte. Damit hätte man dann aber genug Kapazitäten in den Krankenhäusern und die meisten Älteren könnten noch diverse Jahre ihre Rente genießen.
Das setzt allerdings nach meiner Ansicht auch voraus, dass bald ein Impfstoff gefunden wird, denn ohne den wird es bei den (offiziellen) Infizierungen bestimmt noch zwei (?) Jahre dauern, bis diese Seuche vom Tisch ist.

Wünsche trotz allem ein schönes Osterfest.

LG Johanna

von Johanna 06.04.2020 00:05

Update vom 06.04.2020

Jetzt wird es wieder bösartig……..

Wenn man es mal vom rein ökonomischen Standpunkt aus betrachtet, wäre eine Isolation der wirklich Gefährdeten wohl tatsächlich sinnvoll. Ich schließe mich da ausdrücklich mit ein, obwohl ich NOCH nicht in Rente bin, aber den Staat denn wohl jetzt schon mehr koste, als ich einbringe.
Man benötigt nicht zwingend eine Glaskugel um zu dem Schluss zu kommen, dass vermutlich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen würden. Die Wirtschaft käme vor dem endgültigen Kollaps wieder ans Laufen und die Sterblichkeitsrate könnte gesenkt werden. Ok, selbstverständlich sollte man davon ausgehen (müssen), dass auch ein Teil der scheinbar nicht Gefährdeten dem Virus zu Opfer fallen, aber ich möchte da mal einen – vielleicht etwas weit hergeholten – Vergleich anstellen.

Vor einigen Jahren (glaube, es war im Zusammenhang mit 9/11) gab es eine „Debatte“ darüber, ob man ein von Terroristen besetztes Flugzeug abschießen dürfe, damit sich ein solche Szenario wie in New York nicht wiederhole. Das wurde mehrheitlich abgelehnt. Das Thema war aber nicht vom Tisch. Ferdinand von Schirach hat da noch eins drauf gesetzt und eine noch weitaus größere Katastrophe initiiert. „Terror“. Ich habe den Film (nicht aber das Theaterstück) gesehen und mir die Entscheidung nicht einfach gemacht (hier waren die Zuschauer quasi die Schöffen) , ob und wie man den verantwortlichen Luftwaffen-Major Lars Koch verurteilen sollte.

Kurz zum Hintergrund: Ein Passagierflugzeug mit 164 Menschen an Bord wird von Terroristen entführt (Flug Berlin – München). Der Major stand vor der Wahl, entweder die Flieger abzuschießen (was er letztendlich auch tat), oder zu riskieren, dass 70.000 Menschen in der Allianz Arena umkommen (dort lief gerade ein Fußballspiel von Bayern München). Das Urteil: Die Zuschauer votierten mit 86,9 % für einen Freispruch des Majors (ich ebenfalls).

Ja, ich schrieb es oben schon. der Vergleich hinkt mit Sicherheit ein wenig, aber im Kontext zur Corona-Krise muss ich immer wieder daran denken. Demnach stellt sich auch hier die Frage: was also ist – weltweit und ökonomisch gesehen – das sogenannte kleinere Übel?

Das war es schon für heute.

Ich wünsche mir, dass Ihr alle gesund bleibt.

LG Johanna

von Johanna 29.03.2020 20:31

Update am 29.03.2020 – Sonntag

Gedanken zur Coronakrise

„Soylent Green – Jahr 2022….. die überleben wollen“
Amerikanischer Zukunftsfilm von 1973 mit Charlton Heston und Edward G. Robinson in den Hauptrollen
Drehbuchautor Stanley R. Greenberg, Regisseur Richard Fleischer

Was der hier zu suchen hat? An diesen Film habe ich seit ca. 45 Jahren (gesehen habe ich wohl 1975) immer wieder denken müssen und zwar meist dann, wenn wieder irgendeine Naturkatastrophe passiert ist. Der direkte Vergleich hinkt zwar ein wenig, aber es gibt auch einige Parallelen…..

Der Drehbuchautor Greenberg hat sich zwar aus heutiger Sicht ein bisschen mit dem Jahr vertan, aber grundsätzlich könnte ich mir vorstellen, dass das Szenario so wie dargestellt oder ähnlich in 20 oder 30 Jahren tatsächlich eintreten könnte. Daher sollte es auch nicht verwundern, wenn ich bei der Erinnerung an diesen Film jedes Mal Tränen in den Augen habe.

Ich werde jetzt nicht den ganzen Film erzählen, keine Bange und außer den Namen der Schauspieler, des Autors und Regisseurs, sowie einige Eigennamen nur die (Jahres)zahlen abschreiben. Ansonsten möchte ich nur das wiedergeben, was mir eindringlich in Erinnerung geblieben ist und das auch nicht in Gänze.

Der Film spielt in New York City im Jahr 2022. Dort leben 4 Millionen Menschen. Die meisten sind arbeitslos, bettelarm und können sich nichts leisten. Aber für diese nicht privilegierte Schicht gibt es trotzdem jeden Dienstag Essbares. Soylent Green. Bestehend aus Plankton (angeblich). Allerdings entstehen jedes Mal regelrechte Schlachten, wenn sie verteilt werden, weil es nicht genug davon gibt.
Nur die reichen Leute können sich „echte“ Nahrung, die fast unbezahlbar ist (hab in Erinnerung, dass ein 200 Gramm Steak 60,00 Dollar gekostet hat, was natürlich 1973 wesentlich mehr war als heute und damit für 2022 noch als „günstig“ zu bezeichnen wäre) leisten.

Der Darsteller E. G. Robinson (Roth) spielt den älteren Wohnungsgenossen von C. Heston (Thorn), der als Polizist arbeitet. Robinson soll im Auftrag von Heston eine Firma durchleuchten, die das Soylent Green (übrigens sahen die Dinger so ähnlich aus wie After Eight, nur halt grün) herstellt. Als Robinson dahinter kommt, woraus die Plättchen tatsächlich bestehen, will er nicht mehr leben und begibt sich in eine sogenannte Tötungsanstalt. Dort bekommt er – sozusagen als letzten Genuss – auf einer Leinwand das erste Mal seit vielen Jahren eine grüne Wiese mit Blumen, Bäumen - und ich meine auch Kühe - zu sehen. Er kennt das noch aus frühen Jahren und kann sich somit etwas darunter vorstellen.
Kollege Heston (der nur Asphalt und Beton kennt) findet den Abschiedsbrief mit der Bitte, die Herstellerfirma an den Pranger zu stellen. Er entspricht diesem Wunsch und verfolgt den Abtransport der Verstorbenen aus der Tötungsanstalt und erfährt so ebenfalls von den wahren Inhaltsstoffen der „Grundnahrung“.

Ich möchte das hier nicht weiter ausführen, es ist einfach zu grausam. Aber jeder wird sich denken können, auf welches Geheimnis Robinson/Heston gestoßen sind.

Für mich wirkt der Film aus heutiger Sicht ziemlich authentisch, aber wie schon gesagt, die Jahreszahl 2022 passt nicht. Entweder weil es so weitergeht wie bisher (höher, schneller, weiter) eine immer größer werdende (teilweise hungernde) Weltbevölkerung, dann dürfte sich das aber noch ein paar Jahre hinziehen. Oder aber es ist Corona respektive eine andere (oder mehrere) Naturkatastrophe(n), die dafür sorgt/sorgen, dass auch 2100 noch Menschen auf diesem Planeten leben, die sich an blühenden Blumen, Bäumen und grünen Wiesen, sowie relativ gesunder Luft erfreuen, Äcker bearbeiten, Brot mit Mehl backen und Biofleisch zu erschwinglichen Preisen kaufen (und essen) können.
Jetzt fehlt eigentlich nur noch der Satz WARUM letzteres ebenfalls passieren könnte. Diesen werde ich mir allerdings aus naheliegenden Gründen verkneifen. Es ist anzunehmen, dass der geneigte Leser es auch so verstehen wird.

Herzlichst
Johanna

von Johanna 28.03.2020 00:08

Update am 28.03.2020 – Samstag

Mutmaßungen in der Corona-Krise

Seit vielen Jahren wird in der Medizinbranche gespart bis zum Erbrechen. Und nicht nur Ärzte und das Pflegepersonal leiden darunter, sondern auch die Patienten. Nix Neues. Aber seit einiger Zeit wird von sogenannten Experten verlangt, kleinere und unwirtschaftlich arbeitende Krankenhäuser zu schließen. Lt. irgendeiner Studie (hab den Nachweis nicht gefunden, dürfte aber auch allgemein bekannt sein) sind sie auch nicht notwendig. Man will dann also das Personal auf die großen Häuser verteilen.

Ich frage mich in der jetzigen Situation, wie es mit Intensivbetten aussehen würde, wenn man diese Vorstellungen schon umgesetzt hätte. Angesichts von fast 1000 Verstorbenen an einem einzigen Tag (Italien) kann einem da eigentlich nur Angst und Bange werden. Auch in Deutschland – wo es wesentlich weniger Infizierte und Verstorbene gibt – muss ja damit gerechnet werden, dass die Kapazitäten in den Krankenhäusern und den Notunterkünften wie Schiffe von der Bundeswehr, „beschlagnahmte“ Hotels usw. irgendwann ausgeschöpft sind. War das also eine Fehlinterpretation der Experten?

Hinzu kommt aber auch eine Hoffnung für die „Zeit nach Corona“. Das sind jetzt natürlich nur Spekulationen, aber ich denke, zumindest ein Teil könnte Wirklichkeit werden.

Dass die medizinischen Berufe, sowie die Arbeit in Seniorenheimen, bei der Abfallwirtschaft, im Lebensmittelsektor, im öffentlichen Verkehr, bei den Rettungsdiensten, der Feuerwehr, Polizei …………….. nicht sonderlich attraktiv sind, ist kein Geheimnis. Natürlich liegt das zum einen an der finanziellen Entlohnung. Viele und schwere Arbeit für verhältnismäßig geringe Bezahlung. Das trifft wohl mehr oder weniger auf alle genannten zu. In der Pflege allerdings (Krankenhaus, Seniorenheim) kommt noch der Aspekt dazu, dass selbst diejenigen, die diesen Beruf aus Idealismus/Überzeugung gewählt haben gar keine Zeit für die ihnen anvertrauten Patienten/Bewohner haben, sondern sich mit administrativen Aufgaben befassen müssen, für die nach meiner Ansicht eher Verwaltungsangestellte zuständig sein sollten.

Ich könnte mir vorstellen, dass sich das „nach der Krise“ zum Teil ändern wird. Mehr geschultes Personal durch attraktivere Umstände. Sicher wird eine Station, die bisher im Nachdienst mit einer Pflegekraft besetzt war, nicht plötzlich vier davon haben. Aber zu zweit wäre es doch schon um einiges leichter. Man kann einfach nicht gleichzeitig auf fünf Klingeln gehen (mit zwei Personen auch nicht, aber die Aussicht alle Personen zeitgerecht versorgen zu können, ist doch um einiges höher).

Ich selber arbeite bei einen Verband, der Menschen mit geistiger (plus teilweise auch körperlicher) Behinderung betreut. Die meisten unserer Bewohner sind stationär untergebracht und leben in Achtergruppen. Ursprünglich (vor vielen Jahren) gab es im Tagdienst drei bis vier Betreuer plus Haushaltshilfe – je nach Behinderungsgrad – und nachts waren es zwei. Auch hier wurde immer mehr gekürzt, so dass aktuell im Bestfall die einzelnen Gruppen noch eine Nachtbetreuung haben. Leider ist es aber so, dass wir über Häuser verfügen, die wie kleine Bungalowsiedlungen angeordnet sind. Wozu braucht man dann also für eine einzelne Gruppe nachts einen Betreuer, wenn der auch zwei Häuser bedienen kann? Für mich eine wahrhaft umwerfende Logik

Meine Schwester ist Teamleiterin in einem Seniorenheim. Sie gehört zu den Menschen die zu schade sind für diese Welt. Aus Überzeugung Altenpflegerin geworden und heute dazu verdammt im Büro zu sitzen und irgendwelche bürokratischen Aufgaben/Probleme zu lösen, statt sich liebevoll mit den Bewohnern beschäftigen zu können, so wie sie es gerne tun würde. Irgendwann wird das sehr unangenehme Folgen für sie und wahrscheinlich auch viele ihrer Kollegen – die genauso ticken – haben……… wenn sich nichts ändert.

Aber es gibt ja eine kleine Hoffnung. Schon vor der Krise hat Spahn eine Rundreise durch Deutschland unternommen und sich in diversen Krankenhäusern vor Ort ein Bild von der Lage gemacht. Daraufhin wurde in Mönchengladbach das Personal aufgestockt (ob das anderswo auch gemacht wurde, ist mir nicht bekannt). Natürlich nur minimal, aber besser als nichts. Trotzdem muss Gladbach noch Strafe zahlen, weil es ihnen nicht gelingt, weiteres Personal einzustellen. Aber wer will es denn unter DIESEN Bedingungen auch machen?

Wenn also die Corona-Krise eins bewirken könnte, dann vielleicht eine Verbesserung in dieser Branche. Und natürlich nicht nur dort, sondern in allen Bereichen, die jetzt einfach nur unterbezahlt werden, wo sich bemitleidenswerte Mitarbeiter die teilweise sehr aggressiven Beschuldigungen der Kunden/Patienten/Fahrgästen…….. anhören müssen und trotzdem aktuell den Laden am Laufen halten. Meiner Ansicht nach ist es nicht mit einmaligen Boni getan. Hier müsste und wird vielleicht auch (ACHTUNG! SPEKULATION!) auf Grund der momentanen Szenarien nachgebessert werden. Das würde ich mir wirklich wünschen.

Herzlichst Johanna

von Johanna 27.03.2020 00:14

Update 27.03.2020 – Freitag

Nein, keine Zahlen heute. Man kommt da ja eh nicht mehr hinterher.

Vorab: Was ist der Unterschied zwischen einem Politiker und einem politischen Kabarettisten?
Letzterer sagt in der Regel die Wahrheit.
Der Politiker redet viel und sagt nichts (wobei es da sicher hin und wieder auch Ausnahmen gibt).

Damit verrate ich mal einen meiner geheimen Wunschträume. Ich liebe politisches Kabarett, seitdem ich mich generell für die immer verlogenere Politik interessiere. Das ist schon ein paar Jahrzehnte der Fall. Ein politischer Kabarettist erzählt jedenfalls mehr Wahrheiten, als man jemals im Bundes- oder Landtag zu hören bekommt (vielleicht war das früher mal anders, wage ich aber nicht zu beurteilen). Ok, manchmal ist das, was sie erzählen schon ein wenig überholt, aber dafür ist es ja auch „Show“. Wenn ich also die Fähigkeit dazu besäße, wäre ich gerne so ein Typ a la Fritz Eckenga oder auch Volker Pispers geworden (ist vielleicht langfristig gesehen auch besser, als K-Papier herzustellen).

Warum ich das erzähle? Zudem noch in einem DK-Forum? Na, wegen des Coronavirus natürlich. Der ist auch in DK – wie in fast jedem anderen Land dieser Erde – ungebeten zu Gast. Es ist übrigens sehr schön, dass die Dänen mit diesem Thema so pragmatisch umgehen (wie Jüten es beschrieben hat). Ich denke, wir Deutschen sind da tatsächlich nicht ganz so entspannt. Was nun besser ist, sollte man vielleicht dahin gestellt sein lassen.
Aber zurück zum Thema: Wäre ich jetzt also Kabarettist, ein sehr böser noch dazu, bekäme ich garantiert jeden Tag zwischen 10 und 100 noch bösere Mails (vorausgesetzt, so viele Leute würden überhaupt zuhören) zu lesen. Das macht aber nix, denn es gehört dazu. Als Kabarettist ist man in der Regel kein Märchenerzähler oder Schönredner, sondern bissig und zumindest sich selbst gegenüber ehrlich. Das ist auf jeden Fall mein Eindruck. Genauso wäre ich auch. Wenn ich auch sonst durchaus der Meinung bin, dass es noch etwas anderes zwischen schwarz und weiß gibt, hier passt nur entweder die nackte Wahrheit in Zynismus/Sarkasmus verpackt oder gleich die Klappe halten. Dass ich nicht zur Kategorie „Klappe halten“ gehöre, muss wohl nicht extra betont werden.

Also hypothetisch. Logischerweise würde mein aktuelles Programm aus drei Stützpfeilern bestehen. Corona – K-Papier und Hamster unter Bezugnahme auf diverse Länder. DK käme mit seinem Pragmatismus gut dabei weg, aber Russland, die Türkei und diverse andere – auch außereuropäische – Staaten bekämen so richtig ihr Fett weg. Als Kabarettist kann man das nämlich aussprechen, ohne Repressalien der jeweiligen Chefs befürchten zu müssen. Für den Shitstorm der Leser/Zuhörer braucht man natürlich ein dickes Fell, aber das gehört halt dazu. Dass Deutschland den Stempel der laaaaangsamen und umständlichen Bürokratie und Schönfärberei aufgedrückt bekäme, versteht sich von selbst. Natürlich ebenfalls unter der Berücksichtigung, dass man auf einmal auch schnell und unbürokratisch handeln kann, wobei sich das ja erst noch in der Realität zeigen muss.

Neben dieser unbestreitbar schlimmen Naturkatastrophe namens Corona und deren negativen Auswirkungen – medizinisch, wirtschaftlich und menschlich – gibt es aber nach wie vor auch positive Aspekte und genau die sind eben äußerst zweifelhaft für viele Menschen. Aber ich hätte trotzdem kein Problem damit, hier sowohl das verbesserte Klima, als auch die Flüchtlinge (warum sollten sie weiter nach Europa wollen, wo sie doch vom Regen in die Traufe kämen), das teilweise neu entstandene zwischenmenschliche Sozialverhalten, die künftige Einsparung vieler Renten, die freien Plätze in Seniorenheimen, die Ruhe auf den Straßen, der andeutungsweise gebremste Zulauf zu den Rechten, das Übersichhinauswachsen der Leute, die den Laden am Laufen halten, Besinnung auf das Wesentliche, Nachdenklichkeit über unsere häufige Dekadenz, weil immer alles so selbstverständlich war… sehr deutlich zu machen. Letztendlich könnte man das auch als „Selbstreinigung der Natur“ bezeichnen. Wer dann mit solchen Aussagen ein Problem hat, sollte vielleicht seine Scheuklappen anbehalten und sich lieber weiter alles schönreden.

Abschließend (für den Moment) weise ich noch ausdrücklich darauf hin, dass eine wie ich zu alt ist, um noch den Versuch zu wagen das Pferd zu wechseln. Wird nix mit Kabarett……

In diesem Sinne wünsche ich allen noch eine gute Nacht und vor allem Gesundheit.

Herzlichst Johanna

von Johanna 25.03.2020 13:48

Update 25.03.2020 – Dienstag

Nachdenklich geworden durch Bennys Anmerkungen zu meinem letzten Artikel würde ich gerne einen Teil der Aussagen aufgreifen, wenn auch nur indirekt. Ich hoffe, das ist in Ordnung.

Hochhäuser, betonierte Ackerflächen, weniger Anbau usw. führen zu den von Benny angenommenen Szenarien wie Wasser- und Lebensmittelknappheit. Das ist meiner Ansicht nach noch nicht mal spekulativ. Alles wird zugebaut, damit die Menschheit genug Platz hat. Aber wie sie schon sehr richtig bemerkte…. Was nutzt das, wenn der Großteil der Erdbewohner dursten und hungern muss?

Wenn man bedenkt, dass die offiziellen Zahlen der Infizierten weltweit (Stand gestern) gerade bei ca. 428.000 liegt, so muss einem der gesunde Menschenverstand doch sagen, dass der aktuelle Stand mindestens doppelt so hoch liegen wird. Sei es, weil die „Außerirdischen“ (also alles außerhalb von Europa), deren Namen ich mal wieder nicht erwähnen möchte und die sich auch jeder halbwegs Interessierte denken kann, die Zahlen nicht an das RKI/die WHO meldet und/oder aber auch, weil sehr viele Menschen gar nicht wissen, dass sie das Virus in sich tragen. Ich gehe mal davon aus, dass die Million bereits (weit) überschritten ist.

Um es ein wenig einfacher zu machen….. in NRW leben ca. knapp 18 Millionen Menschen. Offiziell sind davon – Stand heute 12:00 Uhr – 9421 infiziert und es gab bisher 54 Todesopfer. In Prozent würde das bedeuten, dass sich bisher „nur“ ca. 0,05 % infiziert haben. Aber das sind ja nur die bekannten Zahlen. Die Unwissenden (ohne nennenswerte Symptome) stellen doch eigentlich eine unfreiwillige wandelnde Zeitbombe für die Anfälligen/Risikogruppen dar.

Soeben wurden im Radio die Frage gestellt, warum man nicht ganz offiziell Corona-Partys stattfinden lassen sollte (wohl ähnlich der Masern-Partys). Da könne doch nichts passieren und damit wären dann doch wenigstens die jungen Menschen (im Anschluss) immun. Leider (oder Gott sei Dank?) ein Irrtum. Lt. dem Leiter des RKI – Professor Dr. Lothar H. Wieler – sind auch teilweise die Krankheitsverläufe bei jüngeren Menschen schwerwiegend. Das würde in D (noch) nicht so auffallen, weil es insgesamt im Gegensatz zu Italien/Spanien doch relativ wenig Verstorbene gibt.

Jetzt werde ich wieder fies. Wenn sich die Pandemie also in diesem rasanten Tempo weiterentwickelt, wird es bald nicht mehr genug Beatmungsgeräte geben (siehe New York. Dort werden bis Mitte April 40.000 Infizierte erwartet. Es gibt aber nur 3.000 lebensrettende Maschinen in allen Krankenhäusern zusammen). Man muss kein Einstein sein, um sich in etwa ausrechnen zu können, welche Konsequenzen das mit sich bringen könnte. Betonburgen a la WTC werden nicht mehr in dieser Menge benötigt und das nicht nur in New York. Die Einwohnerzahlen schrumpfen und man hat wieder Platz für vernünftiges Ackerland. Ok, das ist jetzt vielleicht ein bisschen weit hergeholt, aber in diese Richtung könnte es schon gehen. Zumal dann, wenn man bedenkt, wie die medizinische Versorgung beispielsweise in Indien aussieht. Auch hier gibt es zurzeit mehr als eine Milliarde Einwohner, aber nicht genug fruchtbares Land, um diese auch ernähren zu können. Ich wiederhole mich ungern, aber auch das ist meiner Ansicht nach die Revanche unserer Natur.

Randbemerkung: Meine älteste Tochter arbeitet als Krankenschwester in einem sehr großen Krankenhaus in Mönchengladbach (ZNA). Stand heute: noch haben sie Intensivbetten frei, aber das Klinikum Aachen – welches noch um ein vielfaches größer ist – schickt bereits einen Teil der Corona-Patienten nach Gladbach, weil sie selber einfach nicht genug Ressourcen haben, um die bisher Erkrankten professionell versorgen zu können. Augenblicklich nimmt Deutschland ja in den grenznahen Gebieten zu Frankreich und Italien (wobei Letzteres natürlich nicht unmittelbar an D grenzt) Patienten auf, aber wie lange können sie das noch?

Dass das Pflegepersonal und die Ärzte mittlerweile auf dem Zahnfleisch gehen, muss wohl nicht explizit erwähnt werden, oder?

Wünsche allen einen schönen sonnigen Tag. Macht das Beste draus (wer hat, vielleicht auf dem Balkon oder der Terrasse) und bleibt gesund.

LG Johanna

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