• 29.03.2020 20:31 - Corona - Update vom 29.03.2020
von Johanna in Kategorie Allgemein.

Update am 29.03.2020 – Sonntag

Gedanken zur Coronakrise

„Soylent Green – Jahr 2022….. die überleben wollen“
Amerikanischer Zukunftsfilm von 1973 mit Charlton Heston und Edward G. Robinson in den Hauptrollen
Drehbuchautor Stanley R. Greenberg, Regisseur Richard Fleischer

Was der hier zu suchen hat? An diesen Film habe ich seit ca. 45 Jahren (gesehen habe ich wohl 1975) immer wieder denken müssen und zwar meist dann, wenn wieder irgendeine Naturkatastrophe passiert ist. Der direkte Vergleich hinkt zwar ein wenig, aber es gibt auch einige Parallelen…..

Der Drehbuchautor Greenberg hat sich zwar aus heutiger Sicht ein bisschen mit dem Jahr vertan, aber grundsätzlich könnte ich mir vorstellen, dass das Szenario so wie dargestellt oder ähnlich in 20 oder 30 Jahren tatsächlich eintreten könnte. Daher sollte es auch nicht verwundern, wenn ich bei der Erinnerung an diesen Film jedes Mal Tränen in den Augen habe.

Ich werde jetzt nicht den ganzen Film erzählen, keine Bange und außer den Namen der Schauspieler, des Autors und Regisseurs, sowie einige Eigennamen nur die (Jahres)zahlen abschreiben. Ansonsten möchte ich nur das wiedergeben, was mir eindringlich in Erinnerung geblieben ist und das auch nicht in Gänze.

Der Film spielt in New York City im Jahr 2022. Dort leben 4 Millionen Menschen. Die meisten sind arbeitslos, bettelarm und können sich nichts leisten. Aber für diese nicht privilegierte Schicht gibt es trotzdem jeden Dienstag Essbares. Soylent Green. Bestehend aus Plankton (angeblich). Allerdings entstehen jedes Mal regelrechte Schlachten, wenn sie verteilt werden, weil es nicht genug davon gibt.
Nur die reichen Leute können sich „echte“ Nahrung, die fast unbezahlbar ist (hab in Erinnerung, dass ein 200 Gramm Steak 60,00 Dollar gekostet hat, was natürlich 1973 wesentlich mehr war als heute und damit für 2022 noch als „günstig“ zu bezeichnen wäre) leisten.

Der Darsteller E. G. Robinson (Roth) spielt den älteren Wohnungsgenossen von C. Heston (Thorn), der als Polizist arbeitet. Robinson soll im Auftrag von Heston eine Firma durchleuchten, die das Soylent Green (übrigens sahen die Dinger so ähnlich aus wie After Eight, nur halt grün) herstellt. Als Robinson dahinter kommt, woraus die Plättchen tatsächlich bestehen, will er nicht mehr leben und begibt sich in eine sogenannte Tötungsanstalt. Dort bekommt er – sozusagen als letzten Genuss – auf einer Leinwand das erste Mal seit vielen Jahren eine grüne Wiese mit Blumen, Bäumen - und ich meine auch Kühe - zu sehen. Er kennt das noch aus frühen Jahren und kann sich somit etwas darunter vorstellen.
Kollege Heston (der nur Asphalt und Beton kennt) findet den Abschiedsbrief mit der Bitte, die Herstellerfirma an den Pranger zu stellen. Er entspricht diesem Wunsch und verfolgt den Abtransport der Verstorbenen aus der Tötungsanstalt und erfährt so ebenfalls von den wahren Inhaltsstoffen der „Grundnahrung“.

Ich möchte das hier nicht weiter ausführen, es ist einfach zu grausam. Aber jeder wird sich denken können, auf welches Geheimnis Robinson/Heston gestoßen sind.

Für mich wirkt der Film aus heutiger Sicht ziemlich authentisch, aber wie schon gesagt, die Jahreszahl 2022 passt nicht. Entweder weil es so weitergeht wie bisher (höher, schneller, weiter) eine immer größer werdende (teilweise hungernde) Weltbevölkerung, dann dürfte sich das aber noch ein paar Jahre hinziehen. Oder aber es ist Corona respektive eine andere (oder mehrere) Naturkatastrophe(n), die dafür sorgt/sorgen, dass auch 2100 noch Menschen auf diesem Planeten leben, die sich an blühenden Blumen, Bäumen und grünen Wiesen, sowie relativ gesunder Luft erfreuen, Äcker bearbeiten, Brot mit Mehl backen und Biofleisch zu erschwinglichen Preisen kaufen (und essen) können.
Jetzt fehlt eigentlich nur noch der Satz WARUM letzteres ebenfalls passieren könnte. Diesen werde ich mir allerdings aus naheliegenden Gründen verkneifen. Es ist anzunehmen, dass der geneigte Leser es auch so verstehen wird.

Herzlichst
Johanna



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