• 17.10.2019 19:03 - Johanna - 17.09.2019
von Johanna in Kategorie Allgemein.

17.09.2019 – Dienstag

Zum Wetter : Na endlich! Land in Sicht und das sogar im wahrsten Sinne des Wortes. Der Wind/Sturm sollte SCHLAGARTIG um 13 Uhr von dannen ziehen. Es stimmte zwar, dass er friedlicher wurde, aber von SCHLAGARTIG konnte nun wirklich keine Rede sein und mit der Uhrzeit haben es die Frösche auch nicht so wirklich. Aber nun der Reihe nach…..

Morgens sah es aus „wie alles gemischt“, aber ohne Nass. Um 11 Uhr waren es – wie passend – 11°.



Wir hatten uns in Anbetracht der Vorhersage – natürlich unter der Berücksichtigung, dass die Wetterleute mal wieder schwindelten – überlegt „wir machen rüber“ an die Ostsee. Wurde auch Zeit. Dort angekommen, war das Thermometer tatsächlich auf 12° angestiegen und als wir uns Bangsbo Fort näherten, hielten sich Sonne und Wolken gerade gegenseitig in Schach (es stand Remis). Nun, da oben ist ja eh immer windig, deshalb war zunächst schlecht abzuschätzen, inwieweit sich die Damen und Herren von der Wetterfront der Wahrheit genähert hatten. Egal, Kapuze auf und die Aussicht genossen. Ist immer wieder schön und deshalb in jedem Urlaub geradezu ein Pflichtbesuch für uns.
Leider hatten sich die „Bewohner“ verzogen, als sie das rote Etwas den Berg hinauf kriechen sahen. Kein einziges Fellteil kam während unseres ca. einstündigen Aufenthaltes wieder aus der Deckung. Da ich da oben noch nie einen Stall gesehen habe, vermute ich mal, dass einer der Bunker zu einem Solchen umfunktioniert worden war. Wenn das so ist, hat man natürlich auch mit einem Feldstecher keine Chance. Fazit: Die Viecher wissen was sie tun müssen, wenn eine knipswütige Johanna kommt





Früher habe ich das Gebiet oben am Fort immer fälschlicherweise als Pikkerbakken bezeichnet. Das liegt aber etwas unterhalb. Deshalb klingt es vielleicht etwas unlogisch, wenn ich jetzt behaupte, dass der MFM damals nie da hoch wollte, weil er Respekt vor den 16 % Steigung hatte (oder mir nicht zutraute, das Auto da heil hoch zu bringen). Nun aber wollten wir es angehen und endlich den „echten“ Pikkerbakken erkunden. Schwager hat mit sowas keine Probleme. Jetzt ging es also erst mal wieder ungefähr zu einem Drittel runter (gemächliches Gefälle), dann steil rechts rauf (so viel zur Logik). Der Weg war nur halb so schlimm, wie man sich das bei einem Warnschild auf dem 16 % Steigung prangen vorstellen mochte. Jedenfalls hat der Kleine keine Zicken gemacht und mir ist auch nicht der Angstschweiß ausgebrochen
Den hatte ich dann wohl in geringerer Form, als wir auf dem Plateau standen. Ringsrum ist ein ca. 1,5 m hohes Plexi(?)glas Geländer mit Handläufen aus Edelstahl. Also KANN man da eigentlich nicht versehentlich drüber fallen. Aber mir wurde trotzdem ganz anders, als ich mich nah an die Begrenzung heranwagte, weil es dort elend steil runter ging. Das sollte man aber nicht als Maßstab nehmen, weil ja nicht jeder unter Höhenangst leidet. Die Aussicht war es aber wirklich wert. Auf einem Schild konnten wir sehen, wie das beleuchtete Frederikshavn in der Dunkelheit wirkte. Es ist unglaublich schade, dass ich im Dunkeln nicht fahren kann. Das würde ich zu gerne einmal live sehen. Aber das nur am Rande. Kurz und knapp: Ich bin sehr froh, dass wir uns da hoch gewagt hatten. Auch wenn es langsam langweilig wird – ich kann es nur jedem Bangsbo-Besucher empfehlen



Das Bangsbo-Museum, den Park und die Bangsbo-Mølle (Restaurant) ließen wir diesmal ausfallen.

Wie immer fuhren wir dann von dort aus nach Sæby. Mein absoluter Lieblingsort an der Ostsee. Allein schon die Fahrt über den Understedvej Richtung Süden ist eine Sünde wert. Wer das testen möchte und damit zum ersten Mal diese Strecke nimmt, sollte nicht versäumen, nach ca. 3 bis 4 Kilometern den Aussichtspunkt (Parkplatz rechts und links der Straße) einen kurzen Stopp einzulegen. Es lohnt sich .
Auch das haben wir diesmal ausgelassen, man kann ja nicht immer alles mitnehmen. Stattdessen ging es dann bei Understed runter Richtung Meer. Auch das ist eine eindrucksvollere Fahrt als über die E45 (die man selbstverständlich auch nehmen kann). In Sæby gestrandet, parkten wir wie immer – wenn etwas frei war – vor dem Fiskerestaurant Jacobs. Nee, wir wollten da nicht speisen, aber das ist ein ziemlich zentraler Punkt, wenn man erst ein bisschen Yachthafenluft schnuppern und die Frau vom Meer besuchen, sowie anschließend im Café Smeden einkehren möchte.





Ersteres habe ich zu ca. 2/3 mitgemacht, dann war Schluss mit lustig. Zum Glück stehen da ja – wie in DK überall üblich – einige Bänke. Inzwischen war es übrigens ca. 15 Uhr (um mal auf das SCHLAGARTIGE zurück zu kommen) und der Wind war zwar merklich schwächer geworden, aber meine nicht von Taft gehaltene Frisur geriet trotzdem noch durcheinander (ist bei streichholzkurzen Haaren jedoch nicht ganz so tragisch ). Kurzum, das SCHLAGARTIGE hatte sich verspätet, war aber wohl im Anmarsch. Jedenfalls sind wir auf dem Weg zum Café nicht in einen Tornado geraten.

Bei Smeden angekommen, hätten wir sogar riskiert, draußen zu sitzen (ist ja auch schön windgeschützt da), aber für den Gastronom war wohl – wie bei vielen anderen auch – schon Winterschlaf angesagt. Die Tür zum Innenhof war verrammelt. Also gut, dann nehmen wir doch mal die unbequemen Stühle im Inneren
Dafür, dass in Sæby selber irgendwie der Hund begraben schien (kaum ein Mensch zu sehen), tanzte im Café geradezu der Bär . Es waren tatsächlich fünf Tische belegt. Nicht, dass wir jetzt keinen Platz mehr gefunden hätten (schätze, ca. 30 Tische sind vorhanden), aber ich war wirklich erstaunt. Wenn wir in den vergangenen Jahren dort waren, hatten wir meist draußen gesessen und da war immer was los, aber wenn wir „gezwungen“ waren, Indoor unseren Apfelkuchen zu tafeln, waren selten mal mehr als ein/zwei Tische mit Gästen befüllt.
Wie auch immer….. Cappu und Kage waren von bekannter Qualität, aber das Drumherum hat inzwischen doch etwas gelitten. Mal abgesehen von den unbequemen Stühlen (die waren immer schon da), wäre nach meiner Ansicht mal eine gründliche Renovierung oder sogar Sanierung nötig. Sauber ist es, aber wenn man genauer hinschaut, sieht man schon den Putz bröckeln und auf dem Weg zur Toilette riecht man das „Alte“. Es ist jetzt um Himmels Willen nicht so schlimm, dass ich jemanden davon abraten würde, diese Lokalität aufzusuchen, aber First Class sollte man nun nicht gerade erwarten

Normalerweise hätten wir im Anschluss Schnatterheinze gefüttert, aber a) hatten wir wieder kein Brot und b) waren scheinbar keine da (die Tiere sind an diesem Tag wohl alle vor uns geflüchtet). Schwager hat dann doch noch ein paar einsame entdeckt. In dem Flüsschen, welches zum Meer geht, sind ein paar „Steininseln“. Da die Sonne inzwischen richtig schien, hatten die Herrschaften beschlossen, ihren Nachmittagsschlaf dort zu verbringen. Für meine Augen kaum zu sehen, da sie mit dem Untergrund geradezu verschmolzen.

Nun wurde es aber Zeit, sich auf den Heimweg zu begeben. Obwohl ich glaubte, alle Wege vom Osten in den Westen zu kennen, wollte ich doch Yannik mal wieder zum Zuge kommen lassen. Vielleicht hatte er ja noch eine Überraschung für uns parat. Und richtig. Er lotste uns durch völlig unbekannte Gefilde. Ich werde also nie mehr behaupten, mich in der Gegend auszukennen
Eigentlich wollten wir noch nach MENY in Hjørring, aber Pustekuchen. Die Stadt haben wir nur aus der Entfernung „gesehen“. Also sind wir noch schnell nach Løkken gedüst. Der Apfelkuchen war zwar gut gewesen, reichte aber nicht ganz für den Rest des Tages

Es geschahen noch Zeichen und Wunder! Das Wetter hatte sich gehalten und war sogar immer besser geworden, wenn auch nicht mehr als 14° erreicht wurden. Aber immerhin war dem Wind gegen Abend endlich die Puste ausgegangen (SCHLAGARTIG!) und sogar der Mix aus Sonne und Wolken fiel nun zu Gunsten von Madame aus. Endlich mal wieder ein richtig toller Sonnenuntergang. So folgte nach dem schönen Tag auch noch ein sehr erfreulicher Abend mit visuellem Genuss.



LG Johanna



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Kommentar von Johanna
- 20.10.2019 22:42

Vermutlich ist das gar nicht so schlimm, wenn man vernünftig sehen kann. Ich fand es im Hellen jedenfalls relativ harmlos. Klar muss man vorsichtig sein. Andererseits - es sind vielleicht 150 Meter bergauf. Wenn man gut laufen kann (also mich muss ich da leider ausschließen), lässt man das Auto unten auf dem Parkplatz stehen und wandert da zu Fuß hoch. Setzt allerdings voraus, dass man die Kamera unterwegs mal vom Auge lassen sollte

LG Johanna

Kommentar von barbarella
- 17.10.2019 21:28

Das Wort des Tages " SCHLAGARTIG "
Als wir das letzte Mal Pikkebacken waren, war der Aussichtspunkt noch in Bau Da kam ich also nicht in die Verlegenheit meine Höhenangst zu testen . Aber den Weg dahin würde ich nicht im Dunkeln fahren wollen, die vielen Kurven und überall Bäume zum dran hängen bleiben
Aber das Wetter hatte ja wenigstens mal Einsehen mit Euch , oder soll man sagen , Ihm war die Luft ausgegangen

LG Bärbel

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