• 08.10.2019 23:23 - Johanna - 13.09.2019
von Johanna in Kategorie Allgemein.

13.09.2019 – Freitag

Morgens war es so gut wie wolkenlos, aber der Wind hatte nicht nachgelassen. Eher im Gegenteil. Er hatte sogar noch einen Zahn zugelegt und es fühlte sich an wie 10°. Aber….. Die Sonne lachte vom Himmel. Also sollte der Ausflug zum Løkken Mole Festival stattfinden. Gesagt, getan

Da es noch relativ früh war, hatten wir diesmal Glück mit einer Parklücke. Und noch mehr Glück, dass kein anderes Auto von hinten kam, als ich die Tür öffnete. Der Sturm riss sie mir nämlich glatt aus der Hand. Uns so klein wie die Karre auch ist, das hätte durchaus ins Auge gehen können. Mir sagte das aber, dass ich wohl besser eine Jacke überziehen sollte. Schwager verzichtete – schließlich hatte Madame ja gute Laune .
Auf dem Weg zum Strand musste ich dreimal eine Pause einlegen. Meine Beine wollten einfach nicht und der Nordwestwind tat ein Übriges. Er war so heftig, dass man schon von echter Naturgewalt sprechen konnte (das war zumindest mein Gefühl).

Beim der zweiten Bank schickte sich Schwager dann doch an, nochmal den Kleinen zu besuchen. Ich bat ihn auch mir noch die Wind/Regenjacke mitzubringen. Das Wollding hielt nicht wirklich viel ab und hatte auch keine Kapuze. Stirnband ist ja schön und gut, aber gegen die Böen kam es nicht an. Somit hoffentlich gut ausgerüstet ging es dann die letzten hundert Meter Richtung Strand.
Die Sauna hatte man direkt bei der Surfschule untergebracht, damit man vor den Fischerhütten (nennt man die so?) Platz für ein großes Zelt hatte. Selten habe ich so viele Heringe (in den Boden gedübelt?) zur Befestigung eines Zeltes gesehen und auch im Inneren nahm eine Reihe von „Beschwerdematerial“ einiges an Raum ein. Ich glaube man hat zu diesem Zeitpunkt schon gewusst, dass alle Außenveranstaltungen in den drei Tagen Herrn Sturm zum Opfer fallen würden und wollte den Gästen wenigstens Indoor etwas bieten. Da es sich hierbei u. a. um eine Modenschau handelte und ansonsten wohl eher dänische Reden geschwungen wurden, wir beide außerdem den Eindruck hatten, uns bald auch ohne Flügel in die Lüfte erheben zu können, ging es nach einem kurzen Rundumblick gleich wieder zurück



Diesmal brauchte ich nur eine Pause. Schließlich kam der Antrieb nun von hinten . Die Dünen milderten aber wenigstens den „Auftrieb“ ab und je weiter wir uns vom Strand entfernten, desto mehr Kleidungstücke hätten wir fallen lassen können. Unterließen wir aber dann, damit die uns entgegen kommenden Leute uns nicht versehentlich für den Programmpunkt „Comedy-Duo“ hielten. Also sperrten wir lediglich unsere Jacken wieder ein und begaben uns dann zu einer der Attraktionen von Løkken, die wir bisher „erfolgreich“ umgangen hatten. Løkken Miniby! Oh, was waren wir enttäuscht. Zwar hübsch gemacht mit dem blühenden Drumherum, aber dass man nur eine einzige Straßenseite darstellte, war wirklich Minimalismus pur. Insofern stimmte der Name natürlich. Aber wir waren halt z. B. vom Sæby Miniby etwas verwöhnt, wo wohl auch nicht der ganze Ort aufgebaut ist, aber zumindest der Kern incl. der schönen Kirke. Nun ja, damit hatten wir dann aber wenigstens nach all den Jahren mal Løkkens Miniby einen Besuch abgestattet



Wir schwangen uns dann wieder in den fahrbaren Karton und fuhren gemächlich weiter Richtung Süden. Ich zeigte Schwager den Redningsvejen Nord, wo der MFM und ich zweimal im selben Haus geurlaubt hatten (da würde ich auch gerne noch mal hin und das nicht nur, weil es dort ALLE Sorten Container gibt – auch Gelb!). Im Anschluss ging es weiter über den Munkensvej. Die Gallerie hat wieder geöffnet, wohl unter neuer Leitung. Wir waren nicht drin, aber ich hielt trotzdem, weil Schwager die auf dem Kopf stehenden Bäume bisher nur im Vorbeifahren gesehen hatte. Übrigens ist das ganze Areal sehr gepflegt. Es finden dort auch – wie früher – regelmäßig Konzerte statt. Sollten wir nochmal in die Ecke kommen, werden wir mal den hochgelobten Kaffee testen
https://www.gallerimunken.dk/



Nun kehrten wir wieder um und tätigten noch einen kleinen Einkauf bei MENY in Løkken. Der weitere Weg sollte uns ins Kalorien-Paradies führen. Erstmals in diesem Urlaub gestatten wir uns einen Besuch im Keramik Café Møllehuset (an der Vennebjerg Mølle). Es war immer noch reichlich stürmisch, aber wir fanden draußen einen Platz, an dem man nicht gleich weg flog. Innen waren eh alle Tische belegt

Irgendwas war anders als bisher. Ich hab nur nicht sofort begriffen, was es war. Wie immer die Tischnummer gemerkt und rein in die gute Stube. Nein, erzählte man mir auf Englisch, ich könne mir nichts im Schaukasten aussuchen, der Service würde die Karte bringen. Hä??? Ok, ich ging wieder raus und las die Tafeln vor der Tür. Da stand es dann (siehe Bild). Dann fiel mir auf, dass man „umgeräumt“ hatte. Die Hühner standen an anderer Stelle. Den Tisch, an dem wir fast windgeschützt Platz gefunden hatten, gab es im Vorjahr noch nicht

Nun kam ein junger Mann mit der Speisekarte. Deutsch? Nö, die Zeiten sind wohl vorbei. Das komplette Servicepersonal sprach nur Dänisch und Englisch. Lønstrup-Torte? Nö, gibt es nicht mehr. Überhaupt gab es neue Dinge im Angebot aber dafür fehlte auch Einiges. Was könnte man daraus schließen? Auch hier hatte wohl ein Eigentümerwechsel stattgefunden. Aber was war jetzt mit der Keramik? Die (ehemalige?) Dame des Hauses hat diese ja selber hergestellt und natürlich sowohl verkauft, als auch die Speisen und Getränke darauf/darin serviert. Diese Frage blieb leider offen

Qualitativ war an dem Kuchen nichts auszusetzen. Im Gegenteil, hervorragend und mit genügend Kalorien gespickt. Der Cappu war ebenfalls super und die Preise nicht oder nur geringfügig höher als bei unserem letzten Besuch

Also wirklich enttäuscht wurden wir nicht. Wenn es so bleibt, finde ich persönlich das in Ordnung. Aber ich versuche noch herauszufinden, ob die ursprünglichen Besitzer nur mal eben auf Weltreise gegangen sind, oder sich in den Ruhestand verabschiedet haben, wobei ich mir Letzteres kaum vorstellen kann, oder geht man in Dänemark schon so früh (ca. 50 Jahre) in Rente?



Ok, das war ein ziemlich ereignisreicher Tag gewesen und nun wollten wir nur noch in unser Domizil und einen ruhigen Abend verbringen. Genau das taten wir dann auch. Wir aßen noch eine Kleinigkeit und widmeten uns dann unseren Büchern. Zu später Stunde stellte ich noch fest, dass nun tatsächlich Vollmond war und startete einen neuen Versuch, diesen „einzufangen“.



Bis bald und LG Johanna



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Kommentar von Johanna
- 10.10.2019 17:46

Danke an Euch Beide für die Info. Da habe ich mich ja wieder mal ganz schön blamiert
Ich muss allerdings zu meiner Entschuldigung sagen, dass es ja Zufall war, diese Werkstatt entdeckt zu haben. Ich habe jedenfalls nichts gesehen, dass das da dran stand. Aber wie dem auch sei, sollten wir nochmals dahin kommen, werden wir das "richtige" Miniby besuchen, denn das sieht nach den Bildern zu urteilen, ja wirklich aus wie eine Kleinstadt. Bin gespannt

LG Johanna

Kommentar von Jaleni
- 09.10.2019 21:21

@Johanna

Das Løkken Miniby soll eigentlich hier sein ...

Miniby

Kommentar von barbarella
- 09.10.2019 20:43

Da hätte ich ja morgens Brötchen mitbringen können

Kommentar von Jaleni
- 09.10.2019 20:13

@barbarella
Dascha lustig, wir haben im Alvildavej gewohnt

Kommentar von barbarella
- 09.10.2019 16:52

Hej Johanna,

Du hast vor der Werkstadt des Miniby gestanden Die ganze Stadt kannst Du in der Vendsyssels Plantage sehen









Beim nächsten Besuch kannst Du Da ja mal hingehen.
Ja der Wind war echt heftig, ich war jedes Mal gesandstrahlt, wenn ich Richtung Wasser gegangen bin

@Jaleni
wir sind uns da bestimmt mal begegnet, auf der Ecke hatten wir auch unser Häuschen, im Dagmarvej

LG Bärbel

Kommentar von Jaleni
- 09.10.2019 09:22

Wir wollten auch ins Løkken Miniby, hatten aber irgendwo gelesen, dass noch nicht so viel Häuser stehen. Daher sind wir nicht hingefahren.
Stimmt, den Tag hatten wir sonniges Wetter, den wir auf der Terrasse ausgenutzt haben. Später mussten wir dann ja leider schon packen.

Redningsvejen Nord kommt mir bekannt vor In die Straße mussten wir dieses Jahr immer abbiegen. Ein schönes Ferienhausgebiet, welches uns gut gefallen hat.

Der Kuchen sieht ja auch lecker aus. Wir gehen so gut wie gar nicht in die Cafés, aber ab und an kaufen wir uns mal beim Bäcker div. Kuchen und testen.

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