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  • Hej Ihr Beiden lieben Dank für Eure Kommentare. Die Anregung mit dem Amphibienfahrzeug werde ich mir mal überlegen Das mit der Bageri wird wohl stimmen. Wer zu spät kommt..... den bestraft halt das Leben Die Saunatonne haben wir gar nicht gesehen, war bestimmt "abgetrieben" LG Johanna
    von Johanna in Johanna - 15.09.2019
  • Oha, das war ja denn doch noch weiterhin ungemütliches Wetter, aber ihr habt ja das Beste daraus gemacht Wir haben so festgestellt, dass in Hune wesentlich mehr los ist als in Blokhus selbst. Aber als wir dort waren, konnten wir sogar eine zeitlang an den Strand. Dort haben wir auch eine "Saunatonne" am Strand gesehen, die auch gerade genutzt wurde. Irgendwann stürmten 3 junge Männer nur in Bad...
    von Jaleni in Johanna - 15.09.2019
  • Ach was habe ich wieder gelacht beim lesen Vielleicht sollte man sich überlegen sich für den nächsten Urlaub mal ein Amphibienfahrzeug zuzulegen Die "Strasse" zum Fiskepark bin ich mit dem Fahrrad gefahren und mußte auch Slalom um die Pfützen fahren Aber die kleinen Seen sind sehr schön anzusehen. LG Bärbel
    von barbarella in Johanna - 15.09.2019
  • Schade eigentlich. Wenn ich vorher gewusst hätte, dass Ihr auch zu der Zeit in Nordjütland urlaubt, hätte ich Euch gerne mal zum Kaffee eingeladen Also verpasst habt Ihr da nix. Zumindest nicht in den nächsten Tagen. Herr Sturm wurde nämlich noch ein bisschen gewalttätiger Ich hoffe ebenfalls. Würde ja lieber an die Nordsee wegen des Asthmas und der Schuppenflechte (Ostsee bringt da nicht vi...
    von Johanna in Johanna - 14.09.2019
  • Der 14.09. war unser Abreisetag ... somit sind wir uns wirklich nicht über den Weg gelaufen. An das Wetter kann ich mich gar nicht mehr so erinnern, da wir morgens schon gegen 5:30 Uhr los sind und da kann ich nur sagen, dass es dunkel war Ich hoffe doch, dass ihr noch mal nach Dänemark kommt, dann halt an die Ostsee. Ist ja gut, dass Dein Schwager da vorher was gesagt hat, bevor man schon ans ...
    von Jaleni in Johanna - 14.09.2019

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von Johanna 14.10.2019 22:42

16.09.2019 – Montag

So ganz traute ich dem Braten ja nicht…. Die Sonne schien mit ein paar Wölkchen dazwischen und……… der Wind hatte tatsächlich nachgelassen. Es fühlte sich nicht nur so an, sondern es waren tatsächlich NUR NOCH 60 km/h. Fortschritt? Dafür hatte der Sturm aber in der Nacht irgendwas (hab nicht verstanden, um was ging) in Blokhus angerichtet. Spekulativ sage ich mal, dass vielleicht der „ausdemSandgraber“ (Bagger) den heftigen Wellen zum Opfer fiel und sich nun auf dem Weg zum Brexitland gemacht hatte (der Wind kam aus nördlicher Richtung, macht also Sinn). Unser Problem sollte es aber wirklich nicht sein, dass jetzt eventuell den Leichtsinnsfahrern die benötigte Rettung versagt blieb

Sollten wir uns denn mal an den Strand in Løkken wagen? Bevor wir uns auf den Weg machten, holte ich erstmal die imaginäre Glaskugel aus ihrem Versteck und checkte ab, was wir an Kleidung benötigen würden. Dass das Ergebnis nicht im Geringsten mit den wirklichen Gegebenheiten übereinstimmte, werde ich ihr allerdings nie verzeihen

Vermeintlich gut gerüstet mit Windjacken und Zubehör machten wir uns dann auf den Weg. Zunächst ging es nach DC, um die Endreinigung zu löhnen (wozu frage ich mich immer noch). Und dann entschieden wir uns für den Ny Strandvej in Løkken Syd. Fehler? Glaube nicht, denn an den anderen Strandabschnitten sah es gewiss nicht anders aus. Das Wasser stand hoch bis auf die Straße. Die noch anwesenden Badehäuschen mussten jederzeit mit nassen Füßen rechnen, denn so aufgewühlt wie die See immer noch war, würde der Wasserspiegel garantiert noch ansteigen. Um das zu sagen, brauchte ich wahrhaftig keine Glaskugel. Trotzdem gab es immer noch ein paar (bitte den Ausdruck zu entschuldigen) Vollpfosten, die auf die 10 m² übrig gebliebener Sandinsel fuhren. Da kann man sich wirklich nur noch an die Stirn fassen



Eine Weile taten wir uns also dieses Schauspiel an und hatten anschließend Muskelkater im Nacken vom vielen Kopf schütteln
Bloß weg hier! Ok, also kein verträumter Tag im Freien und am Strand, sondern wieder eine Indoor-Veranstaltung. Nun wollte ich Schwager schon seit ein paar Jahren in das Geheimnis des Ravgården in Sønderlev (Museum und Butik) einweihen, aber irgendwie waren wir bisher nie dazu gekommen. Jetzt erschien es mir sinnvoll mal mein geballtes Wissen über Bernstein (nämlich fast gar keins) an den Mann zu bringen. Da Schwager eh für seine Häuslehüterin ein kleines Geschenk benötigte, konnte man so ja zwei nützliche Aktivitäten (lernen und Kronen verteilen) miteinander verbinden

Wie ich bereits vermutet hatte, gefiel es ihm in der Butik. Er konnte sich kaum losreißen von der ganzen Pracht, geschweige denn sich für etwas entscheiden, was der Nachbarin auf gefallen würde. Da konnte ich dann aber mit meinem prallen Wissen (in dem Fall stimmt das sogar) nachhelfen, denn ich kenne die Dame auch sehr gut. Alter, Größe, Gewicht und Geschmack sollten berücksichtigt werden, aber Männer tun sich da manchmal etwas schwer. Nun, letztendlich wurde es dann ein hübsch verpacktes Schächtelchen mit einer Insektenkette, die auch offensichtlich Anklang gefunden hatte

Hier noch der Link: https://ravgaarden.dk/
Für einen Tag wie diesen kann ich einen Besuch nur empfehlen. Nur mit Kleinkindern sollte man vielleicht etwas vorsichtig sein. Eintritt ist frei. Es steht eine Sammelbüchse für freiwillige Spenden bereit. Wobei wir nix gespendet, sondern den Einkauf bezahlt haben





Als wir das Haus verließen, schien die Sonne doch tatsächlich immer noch, aber der Wind verbot weiterhin jegliche Strandaktivitäten (Nickerchen, Lesen, Muschelsuche…..). Wir waren ja fast schon in Hjørring und deshalb entschied ich – diesmal ganz alleine – dass wir es mal in Svanelunden versuchen sollten. Wie ich mir gedacht hatte (auch dafür benötigte ich keine Kugel), war Schwager nicht sonderlich begeistert, aber trotzdem einverstanden

Wir kamen gerade zur richtigen (Kita)Zeit. Die jungen Enten veranstalteten ein regelrechtes Spektakel mit Fangen, sich um die Wette putzen und Flugübungen, sowie die Versuche ÜBER das Wasser zu laufen (soviel ich weiß, ist das aber bisher noch keiner Ente gelungen). Wir blieben ca. 1,5 Stunden bei einem an diesem Ort mäßigen Wind, erfreuten uns an der Spielgruppe und lachten über die „Alten Herrschaften“ die in Scharen angelaufen kamen um Brot zu schnorren, was wir leider wegen des Spontanbesuches nicht dabei hatten
Schwager bereute es nicht, meiner Eingebung gefolgt zu sein. Der kleine Park im Sonnenschein mit dem Schwanenpaar, den Schnatterheinzen und den Teichhühnern ist aber auch einfach nur schön anzusehen (ok, ist natürlich Ansichtssache)

Der Park selber hat keine eigene HP, nur das Restaurant, aber hier kann man sich trotzdem ein Bild machen:
https://www.toppenafdanmark.de/toppen-af...unden-gdk643031



Nun noch fix bei Føtex reingesprungen und für das leibliche Wohl gesorgt. Dann war der Tag auch schon wieder zu ¾ rum, aber Madame war immer noch da – entgegen aller Voraussagen der Meteorologen/Frösche
Warum nennt man Meteorologen eigentlich auch Wetterfrösche? Weil die so oft in Märchen vorkommen

Unglaublich, aber wahr! Die Sonne hielt bis zur Dämmerung durch. Allerdings war es immer noch sehr windig (Florida oder doch DK?). Aber angeblich sollte es ja ab dem nächsten Tag besser werden. Ich hatte da so meine Zweifel (siehe oben)…..

Was wir gefuttert haben, weiß ich nicht mehr (jedenfalls keine Frösche), weil mal wieder vergessen, eine Notiz zu schreiben. Was mir aber im Gedächtnis geblieben ist – der Ausklang des Abends fand im Wohnzimmer zusammen mit unseren Büchern statt.

LG Johanna

von Johanna 12.10.2019 23:53

15.09.2019 – Sonntag

Sonne? Nun ja, sie war zwar da, hatte sich aber hinter den Wolken verkrochen. Stürmischer Wind wie gehabt, wenn nicht sogar noch einen Deut heftiger als am Vortag. Irgendwie wirkte es wie im November, wenn man mal von den Temperaturen absah



Die Strände waren inzwischen Handtuchschmal. Machte also keinen Sinn, sich dort besanden zu lassen. Stattdessen überlegten wir uns eine Fahrt „in den Süden“. Zuerst sollte es in den Løkken Fiskepark gehen und dann ins Museum for Papirkunst nach Hune. Auf ging’s!

Wow! Der Kleine wollte bei der Windgeschwindigkeit nicht so recht gehorchen. Ich musste ganz schön aufpassen, dass er nicht ausbrach (so klein und schon so frech ). Nichts desto trotz war ich stärker und schaffte es auch den Fiskepark anzusteuern. Boah, der Zufahrtsweg war mal wieder Obersahne . Normalerweise konnte ich mit der Knutschkugel ganz gut Slalom fahren und die Schlaglöcher umgehen. Hier war das nicht möglich, da es mehr Löcher als Straße gab .
Irgendwie haben wir dann aber doch das Ziel ohne Achsbruch erreicht. Erstaunlicherweise hatten noch viele andere Leute den Einfall gehabt, sich einen schönen Tag in diesem wirklich hübschen Park zu machen. Ich habe allerdings keine Ahnung, ob die auch angeln wollten . Geht das überhaupt bei solch stürmischen Wetter? Egal, Schwager ist los um sich umzusehen. Ich bin auf dem PP geblieben und hab lieber ein paar Bildchen geknipst und dann ein kleines Nickerchen gemacht (bequem geht aber anders )



Im Anschluss ging es weiter nach Blokhus bzw. Hune ins Center for Papirkunst (warum sich das auch Museum schimpft, entzieht sich meiner Kenntnis). Das Papierteil liegt gegenüber von ALDI und war deshalb leicht zu finden. Zum Glück waren nur ein paar Autos da. So konnte ich den Kleinen parken ohne Gefahr zu laufen, mit der Türe ein paar Schrammen in fremden Eigentum zu hinterlassen

Das war mal etwas völlig Ausgefallenes. Nicht ganz preiswert (80,00 Krönchen pro Nase) und auch nicht riesig groß. Selbst wenn man sich alles genau anschaut und nur die Caféteria auslässt, ist man in einer guten Stunde durch. Das ist wirklich Kunst (nach meiner bescheidenen Ansicht). Kommt leider auf den Bildern nicht so gut rüber. Deshalb hier mal der Link:
https://museumforpapirkunst.dk/de/thuis/

Ach ja, das Kino und die Werkstatt haben wir auch ausgelassen. Ersteres war auf Dänisch und zum Basteln hatten wir nun wirklich keine Lust (ich bin in sowas eh Grobmotoriker). Wenn man dort mit Kids einläuft, ist das aber bestimmt einen Versuch wert
In der unvermeidlichen Butik gibt es viele hübsche – mehr oder weniger nützliche – Dinge zu erwerben, für die man allerdings teilweise auch mal ein bisschen tiefer in die Tasche greifen muss.
Insgesamt kann ich diesen Besuch nur wärmstens (im wahrsten Sinne des Wortes) empfehlen. Es war nicht windig und die Heizung war auch an







Wir waren dann so mutig und sind noch zum Strand nach Blokhus gefahren, haben aber auf der Stelle wieder kehrtgemacht. Ich muss ja nicht extra betonen, dass mein Kleiner ein Auto ist und KEIN Boot, oder? Allerdings war dort genauso viel Betrieb wie immer. Die Wagen standen jedoch sehr gedrängt, denn viel vom Strand war nicht mehr übrig (aber es reichte noch, um den extremen Sandflug SEHEN zu können) . Soll heißen, es war alles zugeparkt. Manche Leute haben wirklich Nerven aus Stahl
Dazu möchte ich gerne noch erwähnen, dass Stürme und die aufgewühlte See ja wirklich was haben, aber doch nicht eine ganze Woche lang im September

Wieder zurück auf dem Weg nach Lønstrup hielten wir nochmals kurz in Hune beim Kulturhuset. Die Sandskulpturen wollten wir uns zwar nicht anschauen, obwohl die erstaunlicherweise noch gut erhalten waren (vermutlich haben die Sandbauer wegen des vorauszusehenden frühen Herbstwetters außergewöhnlich viel „Konservierungsstoffe“ hinzugefügt ). Wir waren dann noch kurz im Foyer des neuen Kulturhauses. Das kannten wir in der Realität noch nicht. KURZ ist hier wörtlich zu nehmen. Da ich die Nussknacker (Mikas Suchbild) nicht sofort gefunden habe und mir da auch zu viel Betrieb war, wollte ich nun möglichst schnell wieder to home.



Nun aber wirklich zurück. Nein, halt! In Saltum war doch was…..!? Richtig, der einzig wahre MENY an der Nordseeküste . Also kehrten wir dort ein und kauften ein bisschen Zubehör für die Abendmahlzeit. Unter anderem Fisch, den ich eigentlich am Strand in Blokhus erstehen wollte. Der Fiskeheinz war aber nicht da, also schlug ich hier zu. Diese Fischtheke kann ich ebenfalls empfehlen. Ist sogar noch einen Tick besser als in Løkken (wen wundert’s?). Leider bekam ich aber wieder keinen Rotbarsch, so wie mein Rezept für eine Fischsuppe vorsah. Wir haben uns dann für Dorsch entschieden. Sollte wohl auch schwimmen
Die Bageri fanden wir jetzt allerdings nicht so prickelnd. Lag aber vielleicht auch daran, dass es inzwischen schon nach 16 Uhr war. Da wir jedoch Appetit auf lecker dänischen Kuchen hatten, wurde noch ein weiterer Stopp eingeplant. Da es ja am Weg lag, fuhren ein zweites Mal an diesen Tag einen MENY an. Der hat uns aber nicht gesehen, sondern nur die Kystbageri. Dort gab es noch Auswahl und wir schlugen dann auch gleich richtig zu…..

Wie schon erwähnt, begann ich nach einem schönen Kaffee in der Küche herum zu fuhrwerken um besagte Fischsuppe zu kreieren. Hatte ich lange nicht mehr gemacht und natürlich das Rezept (aus Platzgründen ) nicht mit. Ist mir aber trotzdem ganz gut gelungen

Wieder war ein Tag mit zahlreichen mehr oder weniger schönen Eindrücken vorbei und wir machten es uns zum Abschluss mit unseren Büchern einfach nur noch gemütlich.

LG Johanna

von Johanna 10.10.2019 22:18

14.09.2019 – Samstag

Am Morgen befanden sich mehr Wolken (keine Schäfchen) als blaue Flecken am Himmel. Die Sonne versuchte zwar, sich durchzusetzen, zog aber die meiste Zeit den Kürzeren. Dafür hatte der Wind etwas nachgelassen (war aber nur eine Atempause) und die Temperatur betrug so um die 15°.

Eine Woche war rum und wir vereinbarten für die Nachfrühstückszeit einen kleinen Hausputz. Dann würden wir sehen was sich die Frösche bis dahin hatten einfallen lassen, um uns entweder ins Freie oder in ein Museum/eine Galerie zu locken

Mittags entschieden wir uns dann für Ersteres. Der Kampf am Horizont tobte zwar noch immer, aber inzwischen waren sie sich so ziemlich ebenbürtig. Also los, auf nach Tversted! Wir waren echt neugierig, ob det blå ISHUS nun vor sich hingammelte oder vielleicht unter neuer Leitung weiterhin tolles Eis anbot. Es war immer noch sehr windig, aber gegen den Vortag fühlte es sich an wie ein laues Lüftchen. Da kann man sich ja schon mal ein kleines Eis – ohne Sanddeko – gönnen

Als wir in Tverstedt ankamen ist Schwager erst mal bei Spar rein (ich glaube, wegen der Tageszeitung). Dann weiter bis zur Tannisbugt. Das erste, was wir feststellen konnten…. alle drei Eisbuden hatten geöffnet. Bei den beiden oberen (gelb und weiß) war das um diese Jahreszeit und bei DEM Wetter schon echt verwunderlich, aber dass det blå ISHUS in Betrieb war, fanden wir schon mal äußerst cool. Na, dann mal sehen…..

Zunächst ging es an den Strand. Der war tatsächlich noch vorhanden, was jetzt kein Witz sein soll, denn in den nächsten Tagen sah es am Wasser doch etwas anders aus. Aber dazu in den folgenden Berichten mehr. Viel Betrieb war nicht, aber das war auch verständlich. Es ist ja nicht besonders angenehm, sandgestrahlt zu werden. Wenn es anfängt trotz Stirnband in den Ohren zu knirschen, sollte man besser den Rückzug antreten. Dieser Philosophie folgen wir dann auch



Und nun kam der große Augenblick. War das Eis noch so „schmeckt nach viel mehr“ wie in den Vorjahren? Wir wurden nicht enttäuscht. Egal, wer auch immer jetzt das Sagen in der Bude hat, er/sie hat auch begriffen, wie man Stammkunden gewinnen und halten kann. Für uns jedenfalls steht fest, dass wir – wenn wir nochmals nach Nordjütland kommen – det blå ISHUS nicht außen vor lassen



Nachdem wir unser „Mittagsmahl“ verspeist hatten, ging es weiter nach Tornby. Da Wochenende war, nahmen wir an dass der Bagger vor dem Elbækvej sich in den wohlverdienten Ruhezustand begeben hatte und die Zufahrt ungehindert gewährleistet war. Genauso fanden wir es dann auch vor. Zwei Hausjes begutachtet und in eines haben wir uns gleich verguckt. War das ein Unterschied zu unserem jetzigen Domizil! Obwohl nicht bewohnt, war es blitzsauber (etwas anderes habe ich bei Frau Munch aber auch nicht erwartet), außerdem gut aufgeteilt und das riesige Grundstück von Wind abweisendem Grün umgeben. Gefiel uns

Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass Schwager beim nächsten Mal – sofern es denn ein nächstes Mal gibt – lieber wieder an die Ostsee möchte. Demnach hätten wir uns nämlich den Besuch bei Frau Munch sparen können. Aber immerhin, da sie internetmäßig noch nicht im Jahr 2020 angekommen war, nahmen wir wenigstens mal einen Papierkatalog mit und erfuhren, dass man ihre Häuser auch mit ER buchen kann (das steht nämlich nirgendwo). Das ist für mich eine Grundbedingung

Den Strand sparten wir uns, denn Herr Wind hatte wohl ausgeschlafen und meinte sich wieder verstärkt bemerkbar machen zu müssen. Also starteten wir durch nach Hjørring und fielen über REMA und die gegenüber liegenden Tanke her. Dann ging es wieder zurück nach Lønstrup. Der Himmel….. Eigentlich mal ich ja die Farbe Grau, aber so gehäuft und dann am Horizont? Muss nicht unbedingt sein, aber was soll man tun? Genau! Machen wir das Beste draus

Der Abend verlief wie immer. Kochen, essen, lesen. Halt Entspannung pur

LG Johanna

von Johanna 08.10.2019 23:23

13.09.2019 – Freitag

Morgens war es so gut wie wolkenlos, aber der Wind hatte nicht nachgelassen. Eher im Gegenteil. Er hatte sogar noch einen Zahn zugelegt und es fühlte sich an wie 10°. Aber….. Die Sonne lachte vom Himmel. Also sollte der Ausflug zum Løkken Mole Festival stattfinden. Gesagt, getan

Da es noch relativ früh war, hatten wir diesmal Glück mit einer Parklücke. Und noch mehr Glück, dass kein anderes Auto von hinten kam, als ich die Tür öffnete. Der Sturm riss sie mir nämlich glatt aus der Hand. Uns so klein wie die Karre auch ist, das hätte durchaus ins Auge gehen können. Mir sagte das aber, dass ich wohl besser eine Jacke überziehen sollte. Schwager verzichtete – schließlich hatte Madame ja gute Laune .
Auf dem Weg zum Strand musste ich dreimal eine Pause einlegen. Meine Beine wollten einfach nicht und der Nordwestwind tat ein Übriges. Er war so heftig, dass man schon von echter Naturgewalt sprechen konnte (das war zumindest mein Gefühl).

Beim der zweiten Bank schickte sich Schwager dann doch an, nochmal den Kleinen zu besuchen. Ich bat ihn auch mir noch die Wind/Regenjacke mitzubringen. Das Wollding hielt nicht wirklich viel ab und hatte auch keine Kapuze. Stirnband ist ja schön und gut, aber gegen die Böen kam es nicht an. Somit hoffentlich gut ausgerüstet ging es dann die letzten hundert Meter Richtung Strand.
Die Sauna hatte man direkt bei der Surfschule untergebracht, damit man vor den Fischerhütten (nennt man die so?) Platz für ein großes Zelt hatte. Selten habe ich so viele Heringe (in den Boden gedübelt?) zur Befestigung eines Zeltes gesehen und auch im Inneren nahm eine Reihe von „Beschwerdematerial“ einiges an Raum ein. Ich glaube man hat zu diesem Zeitpunkt schon gewusst, dass alle Außenveranstaltungen in den drei Tagen Herrn Sturm zum Opfer fallen würden und wollte den Gästen wenigstens Indoor etwas bieten. Da es sich hierbei u. a. um eine Modenschau handelte und ansonsten wohl eher dänische Reden geschwungen wurden, wir beide außerdem den Eindruck hatten, uns bald auch ohne Flügel in die Lüfte erheben zu können, ging es nach einem kurzen Rundumblick gleich wieder zurück



Diesmal brauchte ich nur eine Pause. Schließlich kam der Antrieb nun von hinten . Die Dünen milderten aber wenigstens den „Auftrieb“ ab und je weiter wir uns vom Strand entfernten, desto mehr Kleidungstücke hätten wir fallen lassen können. Unterließen wir aber dann, damit die uns entgegen kommenden Leute uns nicht versehentlich für den Programmpunkt „Comedy-Duo“ hielten. Also sperrten wir lediglich unsere Jacken wieder ein und begaben uns dann zu einer der Attraktionen von Løkken, die wir bisher „erfolgreich“ umgangen hatten. Løkken Miniby! Oh, was waren wir enttäuscht. Zwar hübsch gemacht mit dem blühenden Drumherum, aber dass man nur eine einzige Straßenseite darstellte, war wirklich Minimalismus pur. Insofern stimmte der Name natürlich. Aber wir waren halt z. B. vom Sæby Miniby etwas verwöhnt, wo wohl auch nicht der ganze Ort aufgebaut ist, aber zumindest der Kern incl. der schönen Kirke. Nun ja, damit hatten wir dann aber wenigstens nach all den Jahren mal Løkkens Miniby einen Besuch abgestattet



Wir schwangen uns dann wieder in den fahrbaren Karton und fuhren gemächlich weiter Richtung Süden. Ich zeigte Schwager den Redningsvejen Nord, wo der MFM und ich zweimal im selben Haus geurlaubt hatten (da würde ich auch gerne noch mal hin und das nicht nur, weil es dort ALLE Sorten Container gibt – auch Gelb!). Im Anschluss ging es weiter über den Munkensvej. Die Gallerie hat wieder geöffnet, wohl unter neuer Leitung. Wir waren nicht drin, aber ich hielt trotzdem, weil Schwager die auf dem Kopf stehenden Bäume bisher nur im Vorbeifahren gesehen hatte. Übrigens ist das ganze Areal sehr gepflegt. Es finden dort auch – wie früher – regelmäßig Konzerte statt. Sollten wir nochmal in die Ecke kommen, werden wir mal den hochgelobten Kaffee testen
https://www.gallerimunken.dk/



Nun kehrten wir wieder um und tätigten noch einen kleinen Einkauf bei MENY in Løkken. Der weitere Weg sollte uns ins Kalorien-Paradies führen. Erstmals in diesem Urlaub gestatten wir uns einen Besuch im Keramik Café Møllehuset (an der Vennebjerg Mølle). Es war immer noch reichlich stürmisch, aber wir fanden draußen einen Platz, an dem man nicht gleich weg flog. Innen waren eh alle Tische belegt

Irgendwas war anders als bisher. Ich hab nur nicht sofort begriffen, was es war. Wie immer die Tischnummer gemerkt und rein in die gute Stube. Nein, erzählte man mir auf Englisch, ich könne mir nichts im Schaukasten aussuchen, der Service würde die Karte bringen. Hä??? Ok, ich ging wieder raus und las die Tafeln vor der Tür. Da stand es dann (siehe Bild). Dann fiel mir auf, dass man „umgeräumt“ hatte. Die Hühner standen an anderer Stelle. Den Tisch, an dem wir fast windgeschützt Platz gefunden hatten, gab es im Vorjahr noch nicht

Nun kam ein junger Mann mit der Speisekarte. Deutsch? Nö, die Zeiten sind wohl vorbei. Das komplette Servicepersonal sprach nur Dänisch und Englisch. Lønstrup-Torte? Nö, gibt es nicht mehr. Überhaupt gab es neue Dinge im Angebot aber dafür fehlte auch Einiges. Was könnte man daraus schließen? Auch hier hatte wohl ein Eigentümerwechsel stattgefunden. Aber was war jetzt mit der Keramik? Die (ehemalige?) Dame des Hauses hat diese ja selber hergestellt und natürlich sowohl verkauft, als auch die Speisen und Getränke darauf/darin serviert. Diese Frage blieb leider offen

Qualitativ war an dem Kuchen nichts auszusetzen. Im Gegenteil, hervorragend und mit genügend Kalorien gespickt. Der Cappu war ebenfalls super und die Preise nicht oder nur geringfügig höher als bei unserem letzten Besuch

Also wirklich enttäuscht wurden wir nicht. Wenn es so bleibt, finde ich persönlich das in Ordnung. Aber ich versuche noch herauszufinden, ob die ursprünglichen Besitzer nur mal eben auf Weltreise gegangen sind, oder sich in den Ruhestand verabschiedet haben, wobei ich mir Letzteres kaum vorstellen kann, oder geht man in Dänemark schon so früh (ca. 50 Jahre) in Rente?



Ok, das war ein ziemlich ereignisreicher Tag gewesen und nun wollten wir nur noch in unser Domizil und einen ruhigen Abend verbringen. Genau das taten wir dann auch. Wir aßen noch eine Kleinigkeit und widmeten uns dann unseren Büchern. Zu später Stunde stellte ich noch fest, dass nun tatsächlich Vollmond war und startete einen neuen Versuch, diesen „einzufangen“.



Bis bald und LG Johanna

von Johanna 07.10.2019 22:28

12.09.2019 - Donnerstag

Sonne??? Wieder nur Verar…….? Nun, um 10:48 Uhr war es immer noch trocken. Madame und Schäfchen stritten allerdings um die Vorherrschaft. Wir waren mal optimistisch und setzten auf den Sieg der Dame für mindestens drei Stunden



Auf nach Grønhøj! Wir kamen tatsächlich bis dorthin und schienen auch unseren „Wetteinsatz“ nicht verloren zu haben. Aus den Schäfchen wurden zwar Wolken, aber es blieb dabei. Kein Nass von oben, dafür aber umso mehr von vorne. Inzwischen war es sehr windig und die Wellen schlugen hoch. Noch war es aber so, dass wir uns ohne knirschende Zähne/Ohren am Strand aufhalten konnten. Auch die Augen waren zu dem Zeitpunkt noch frei, so dass wir eine ganze Weile einige Kitebuggys im Einsatz beobachten konnten. Insgesamt hielten wir uns dort für gut eine Stunde auf. Das war doch schon mal was



Dann ging es weiter nach Ingstrup. Wurde ja auch endlich mal Zeit für echte dänische Käsespezialitäten. Das hätten wir vielleicht schon eher haben können, denn an der neuen Mejeri in Vittrup waren wir bisher diverse Male vorbei gekommen. Wie sich später herausstellte, wäre das jedoch vergebene Liebesmüh gewesen, denn es handelte sich hierbei keineswegs um Molkereiprodukte sondern um eine Kita. Wie man auf den Namen Vittrup Gl Mejeri gekommen ist, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis

Nach dem Einkauf in Ingstrup ging es wieder Richtung Norden. Diesmal über die B55, weil wir noch einen Stopp in Gølstrup beim Hühnervater Mortensen einlegen wollten. Auf der Fahrt dorthin kamen hin und wieder mal ein paar Tröpfchen von oben…. Hielt sich aber wirklich in Grenzen

Da wir noch ein paar Krönchen über hatten, sind wir dann gleich durchgestartet und haben Føtex in Hjørring die Ehre erwiesen. Der Einkauf erwies sich als machbar (Dollarmäßig) und sollte auch für zwei Tage reichen, da wir vorhatten am Freitag das Molefestival in Løkken zu besuchen. Wir waren schon riesig gespannt darauf

Bis zum späten Nachmittag hatten wir ca. 15° und Sonne/Wolken im Wechsel, Gegen 17 Uhr ging es dann aber los mit dem Sturm (DORIAN ließ grüßen ) und es zog sich zu. Unsere leckere Jordbær Tærte mussten wir leider in der Hütte verspeisen. Wir hofften, dass sich die „Brise“ bis zum nächsten Tag nach Norwegen verziehen und uns damit keinen Strich durch unser Vorhaben machen würde.

Abendessen? Ja hatten wir, aber ich hab vergessen mir eine Notiz zu machen. Deshalb muss diese Beschreibung jetzt leider mal ausfallen. Ich weiß aber noch aus dem Kopf, dass auch an diesem Abend der Fernseher NICHT lief und wir somit – trotz Smarty – keine Info über die Wetterlage der kommenden Tage hatten. Das war auch ganz gut so. Hätte nämlich ansonsten passieren können, dass ich vor lauter Frust „die Möbel gerade gerückt hätte“
(Bitte nicht zu ernst nehmen. Ich neige echt nicht zu Gewalttätigkeiten )

Somit war schon wieder ein Tag vorbei. Immerhin hatten wir aber mehr als eine Strandstunde. Besser als nix

LG Johanna

von Johanna 05.10.2019 22:24

11.09.2019 – Mittwoch

Das waren ja schöne Aussichten

Kein Regen, 14°, interessanter Sonne/Wolken-Mix und ein leichter Wind. Das Leben in DK ist schön!



Auf ging es nach Tornby. Das ist ehrlich gestanden eigentlich mein Lieblingsurlaubsort in DK. Hatte zu Hause auch einige Hütten rausgesucht (von Frau Munch), die uns gefallen könnten. Als wir dort ankamen, war es aber schon wieder mit der Herrlichkeit vorbei. Die Wolken wurden dunkler und an Strandleben war nicht zu denken. Einmal kurz zum Wasser (ohne Badehose und Schwimmflügelchen) und dann gaben wir es wieder auf. Ok, Hausjes gucken? Na ja, das erste war belegt und lag auch direkt am Strandvejen und drei der anderen Villen befanden sich auf dem Elbækvej. Da kamen wir aber nicht so einfach rein, weil genau davor im Sand (bzw. in der Erde) gebuddelt wurde, obwohl es inzwischen wieder mal regnete. Wir haben uns das dann erspart und auf die kommende Woche verschoben



Nach fast zwei Tagen Abstinenz wollten wir jetzt aber nicht wieder einfach in unsere Bleibe zurück. Einmal in Tornby lag es im wahrsten Sinne des Wortes nahe, einen Abstecher nach Hirtshals zu machen. Zuerst zog es uns zum Hafen und wir beobachteten eine Weile, wie die LKW`s von der Norwegen-Fähre verschluckt wurden. Da es momentan trocken war, wollte ich Schwager dann noch meinen bevorzugten Fotografierplatz zeigen. Also sind wir zum CP am Hirtshals Fyr. Daneben ist ein schöner kleiner PP, der eine herrliche Aussicht bietet und ich erwischte die inzwischen ausgelaufene Color Line gerade noch mit der Knipse



Nun sollte es nach Blokhus gehen. Ich wollte am Abend frisches Meeresgetier servieren und hatte die Hoffnung, dass der Fischheinz auch bei diesem useligen Wetter vor Ort war. Eigentlich ist Blokhus ja immer bevölkert, egal zu welcher Jahreszeit und auch unter den miesesten meteorologischen Bedingungen. Soweit kamen wir aber leider nicht. Kurz vor dem Løkken-Kreisel fielen auf einmal Hunde & Katzen vom Himmel und es weht es heftiger Wind. Der Knutschkugel gefiel das nicht und bat darum umkehren zu dürfen. Umkehren ja, aber nicht sofort. Das Abendessen sollte ja nicht aus trocken Brot und Wasser bestehen (wir waren schließlich in Urlaub, nicht im Knast). Also beruhigte ich den Kleinen, indem ich ein moderateres Tempo wählte und fuhr auf den PP wo sich ALDI FAKTA und MENY vereinigt haben.
Schön, dass es Letzteren jetzt auch in Løkken gibt, aber meiner Ansicht nach kann dieser nicht mit dem MENY in Saltum mithalten. Der ist irgendwie strukturierter, auch wenn man da eigentlich Inliner gebrauchen könnte. Der Neue ist nicht ganz so groß, da kommt man so gerade noch zu Fuß und ohne Gockel-Maps durch, wirkt aber – ich sag´s mal so: gewöhnlicher. Großer Vorteil jedoch ist die Frischfischtheke. Die Bedienung konnte nicht nur sehr gut Deutsch sondern war auch noch ausgesprochen freundlich und der Kabeljau (Rotbarsch war leider nicht) war wirklich ganz frisch, zappelte fast noch. Mir lief da schon das Wasser im Mund zusammen
Des Weiteren ist die MENY Bageri in diesem Fall aushäusig. Nennt sich Kysten Bageri und hat tatsächlich eine Ü-Terrasse, die man auch als solche bezeichnen kann. Außerdem ist sie – da an drei Seiten geschlossen – auch nicht so windanfällig. Wir überlegten, einen ultimativen Kuchentest zu zelebrieren, verschoben dies jedoch ebenfalls auf die kommenden Tage.

Nun freute sich der Kleine, dass es wieder heimging. Wieder fuhr ich über Nr. Lyngby, was in diesen Fall auch besser war. Auf der 55 und bei 80 hatte ich echt Mühe, die Ausbruchsversuche des Miniaturautos zu verhindern (da wusste ich noch nicht, dass es in den nächsten Tagen noch viel schlimmer werden sollte )

Auf dem Hybenvej angekommen, krabbelte doch tatsächlich Madame hinter den Wolken hervor (ich fasse es nicht). Egal, nun wollten wir auch nicht mehr los. Stattdessen begab ich mich zunächst alleine an das fremdartige Gerät, welches sich im Volksmund „Spülmaschine“ schimpft. Hoffnungsloser Fall - für mich. Nicht, dass es hier um ein High Tech Teil handelte, aber die Bildchen auf dem Korpus waren nicht sehr aufschlussreich – für mich. Selbstverständlich gab es keine Bedienungsanleitung (nur für Staubsauer, Toaster, Mixer usw. Aber die konnte ich auch ohne schriftliche Einladung zur Arbeit rankriegen), bzw. nur in skandinavischer Sprache und für das Vorgänger-Modell, welches aber ein anderer Hersteller war
Nun gut, wozu hat man einen geklonten MFM ? Klaro, u. a. um Spülmaschinen ans Laufen zu kriegen. Hat auch funktioniert, allerdings wusste Schwager nachher nicht mehr so genau, welche Tasten er nun eigentlich gedrückt hatte. Das Ding zeigte eine Laufzeit von 18 Monaten an (ne Quatsch, allerdings mehr als drei Stunden) und ich befürchtete schon, dass aus dem gewöhnlichen Porzellan Puppengeschirr werden könnte. Ist aber gut gegangen. Die Tassen und Teller waren im Anschluss noch genauso groß wie vorher. Übrigens habe ich die chemische Reinigung noch ein paarmal selber anwenden können. Einfach das eingestellte Programm von Schwager übernommen und schon lief die Kiste

Im Anschluss wendete ich mich dann dem inzwischen nicht mehr zappelnden Fisch zu. Muss mich selber loben. Zusammen mit Dillkartoffeln und frischem Salat war das eine schmackhafte Angelegenheit

Während der ganzen Zeit haben sich Sonne und Regen immer wieder abgewechselt. Gewonnen hat letztendlich das Nass. Aber immerhin – es gab eine Art Sonnenuntergang und im Anschluss WAHRSCHEINLICH Vollmond. Der war allerdings dermaßen von Wolken bewacht, dass ich das nicht genau sagen kann



Ausklingen ließen wir diesen Abend mal wieder mit unseren Büchern. Irgendwie fand ich, dass es trotz des Aprilwetters ein schöner Tag war

LG Johanna

von Johanna 04.10.2019 22:47

10.09.2019 – Dienstag

Heute wird das nur eine Kurzgeschichte



Regen, Regen und noch mehr davon. Nicht, dass es Hunde & Katzen waren die da runter kamen, aber es plätscherte fast ununterbrochen vor sich hin. Da wir allerdings eh nicht weg konnten, weil der Techniker ja IRGENDWANN an diesem Tag erneut kommen wollte, beschlossen wir eben einen zweiten Gammeltag einzulegen

Wider Erwarten hatte der Meister des Lichtes aber scheinbar nicht genug andere dringende Notfälle, denn schon am Mittag stand er vor der Tür. Diesmal mit Halogen-Leuchtmitteln, die auch für zwei Häuser gereicht hätten (ach je, SO sah die Hütte also wirklich aus ). Die FB ließ er uns auch da. Hatte ich übrigens schon erwähnt, dass wir die eigentlich zum TV gehörende inzwischen unter den Sofasitzkissen gefunden hatten? Nun, jetzt hatten wir eben jeder eine

Wir überlegten noch, ob wir die bisher unsichtbaren kleinen grauen Mäuse, die schon eher an mittelgroße Wollknäuel erinnerten, dem Staubsauger anvertrauen wollten, ließen es dann aber erstmal bleiben und machten uns statt dessen auf den Weg nach Hjørring zum Føtex. Wie vermutet, war es in dem Laden trocken und wir ließen uns viel Zeit, um das Richtige für`s Abendmahl zu finden. Ich erstand ein Bio-Inderfilet vom Huhn, weil noch ein bisschen von der Gemüsepfanne übrig war. Das sollte dann die Vorspeise sein. Außerdem wurde ich beim Bio-Oxen in Hackfleischform schwach und auch dieses wanderte in den Rollator. Das würde ich dann als Hauptgang servieren (Friko mit Butterkartoffeln). Jetzt musste eigentlich nur noch der Weißwein her (von wegen Abendmahl), aber das wäre dann des Guten doch zu viel gewesen. Also wurde verzichtet. Klingt nach vielen Kalorien und Kohlehydrate? War uns Wurscht. Wenn man DK schon nicht im Freien erleben konnte, wollten wir wenigstens dänisches Feeling am Herd und auf dem Tisch haben

Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, legten wir noch eine kleine Pause in der Føtex-Bageri ein. Ich sag mal lieber nicht, was Schwager da noch an erstanden hat. Warum nicht? Weil ich doch tatsächlich total vergessen habe, für welche Torte er sich entschieden hatte

Genug für heute. Ich platze jetzt noch fast, wenn ich nur an diesen Tag denke. Mein Fazit ist jedenfalls: Schlechtes Wetter ist nicht gut für die Hüften und viel zu wenig Arbeit für die Kamera

LG Johanna

von Johanna 03.10.2019 00:31

09.08.19 – Montag

Trübe Aussichten bei 14°, (noch) leichtem Regen und alles grau in grau.....



Positiv ist dagegen anzumerken, dass der Lønstrup-Elvis sich Gehör verschafft hatte. Es gab also einen solchen. Leider blieb er aber unsichtbar. Konnten wir nur hoffen, dass er es sich noch mal anders überlegen würde…..

Nach dem Frühstück sattelten wir unser braves Fortbewegungsmittel und machten uns auf die Reise nach Løkken. Diesmal nicht zur Mole, sondern nach Vittrup. Da befindet sich das DC Büro. Wir wurden freundlich empfangen und ließen dann höflich unsere Beschwerden vom Stapel. Was die Fenster betraf, ernteten wir nur ein Schulterzucken und die Aussage, dass dieselben nur alle vier Wochen geputzt würden. Ich war einigermaßen verblüfft, denn bisher hatte ich angenommen, dass der ER Preis wegen der Fenster so hoch war. Eigentlich ein bisschen unverschämt, dass man fast 150,00 € berechnet für ein bisschen hin und her wischen und vielleicht noch mit dem Lappen Staub verteilen, sowie den Einsatz des Saugers. Also zahlen doch im Schnitt zwei bis drei Familien (das Haus war bis dato komplett gebucht gewesen) für einmal Fenster putzen. Und wenn man Pech hat – so wie wir – dann sind die vier Wochen noch nicht rum und man bekommt statt der Aussicht bunte Bilder präsentiert (hat ja auch was ). Ich vermute allerdings mal ganz stark, dass die vier Wochen noch gestrunzt sind, schon allein deshalb, weil das Küchenfenster nach Osten raus ging und völlig geschützt lag. Aber DC behauptete, es hätte in den letzten Wochen sehr viel Regen gegeben…. Genug davon, sonst steigt wieder mein Blutdruck.

Fernbedienung und Beleuchtung waren nicht das Problem. Sie würde dem Eigentümer Bescheid geben und dann käme wohl bald jemand. Wir sollten dann mal im Haus bleiben. Unter normalen Umständen hätten wir da protestiert, aber bei dem Wetter konnten wir ja ruhig einen Gammelnachmittag einschieben
Fällt mir gerade so im Nachhinein ein - hätte wir ja eigentlich auch statt zu gammeln die können.

Nachdem wir bei der INGO in Løkken getankt und uns den neuen MENY zumindest schon mal von außen angesehen hatten fuhren wir über Nr. Lyngby zurück. Ich mag die Strecke eh viel lieber als die langweilige 55 und zu Mortensen mussten wir ja nicht.

Dann hieß es warten, warten… Schwager saß ein wenig auf heißen Kohlen, denn abends war Quali angesagt. Nordirland gegen Deutschland. Da ich manchmal tatsächlich über einen sechsten Sinn zu verfügen scheine, war ich ganz ruhig. Meine Ahnung sagte mir nämlich, dass man sich das Spiel nicht unbedingt ansehen musste (lag aber eventuell auch an meinem spannenden von Arne Dahl)

Um 17:30 Uhr tauchte dann tatsächlich ein Techniker auf. FB hatte er keine dabei, aber er weihte Schwager in die Geheimnisse des TV´s ein. Man konnte das Teil doch tatsächlich auch ohne diese neumodische Bequemlichkeit ein- und umschalten. Somit war alles gut. Dem Jubel stand nichts nun mehr im Wege.
Na ja, ich hab dann auch mal zugeschaut und mich – wie vermutet – tierisch gelangweilt. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Deutschen sich noch 20 Jahre auf ihrem 2014 erworbenen Titel ausruhen wollen

Der Techniker wollte dann am nächsten Tag noch mal reinschauen, die FB bringen und die restlichen defekten Halogenleuchtmittel austauschen. Er hatte nämlich tatsächlich nur eine für die Dusche dabei. Das hieß dann also erneut Erholung pur

Zum Abendessen habe ich eine Bio-Gemüsepfanne mit reichlich Knobi gezaubert (Schwagers Appetit nach zu urteilen, kann ich mit dem Kochlöffel besser zaubern als unsere Fußballer auf dem grünen Rasen… )

Geendet hat der Abend mit stetigem, gleichmäßigem Regen, aber noch ohne großartigem Wind. Somit konnte ich mich (noch) auf der sogenannten Ü-Terrasse zum Qualmen aufhalten

Bilder habe ich seltsamerweise irgendwie vergessen (außer das obige).

Bis zum nächsten Mal

LG Johanna

von Johanna 02.10.2019 00:41

08.09.2019 – Sonntag

Lieben Dank für Eure netten Kommentare und die tollen Fotos vom Vejle Fjord plus Mega-Eis

Was hatte ich am Vortag gedacht? Das Haus liegt ruhig? Schon wieder ein fataler Irrtum! Am „frühen Morgen“ fuhr ein Auto nach dem anderen durch die Ferienhaussiedlung und dann kam auch noch die Politi. Was war passiert? Wir konnten leider nicht in Erfahrung bringen, ob es sich um Eierdiebe oder vielleicht sogar um einen Elvis-Mörder handelte. Somit muss ich diese Geschichte wohl offen lassen

Nach dem Frühstück war dann wieder Ruhe eingekehrt. Und was macht man am ersten Tag, wenn man in Lønstrup urlaubt und das Wetter es zulässt (also wir zumindest)? Man fährt natürlich nach Løkken zur Mole. Es gab keinen Hinderungsgrund wie Regen, Schnee oder Nebel und der Wind war gerade mal eine leichte Brise. Sonne und Wolken zeigten sich bei max. 18° von ihrer besten Seite. Da MUSSTE man doch einfach los sprinten

Apropos Sprinten…. Mit Parkplätzen vor dem Pavillon sieht es echt düster aus. Mehr als die Hälfte ist einer Skaterbahn gewichen. Somit mussten wir die kleine rote Kiste wieder wenden und beim ehemaligen Spar (jetzt WESTWIND) parken. Schwager ist noch nicht ganz so angeschlagen wie ich und SPRINTETE gleich los. Aber ich muss zugeben, dass er sich schnell umgestellt und meinem Oma-Tempo angepasst hat (auf dem Weg bis zum Strand habe ich drei Pausen einlegen müssen). Irgendwann kamen wir aber trotzdem an und das im wahrsten Sinne des Wortes. Als ich nämlich auf der Mole saß, hatte ich endlich das Gefühl „wieder zu Hause zu sein“.
Es war erstaunlich viel Betrieb. Auf der Mole ging es fast zu wie auf einem stark frequentierten Hauptstadtbahnhof. Aber ich – die sonst nichts mehr als Ruhe liebt (wenn ich nicht gerade selber jemanden zutexte) – habe es einfach nur genossen. Die Badehäuschen waren fast alle noch da und einige Angler hielten hoffnungsvoll ihre Ruten ins Wasser. Kurzum – hier war Leben drin

Ich hab ein paar Bilder mitgebracht, allerdings nicht nur von Løkkens Highlight, sondern auch vom Morgen, als die Sonne (Küche lag nach Osten) erbarmungslos durch die verdreckten Fenster auf den ganzen Staub fiel. Habe auch nicht vergessen, bei unserer nächsten Station die Knipse zu zücken

Der Rückweg zum Parkplatz wurde nur durch zwei kurze Sitzpausen unterbrochen (konnte vielleicht doch noch was werden mit dem Laufen….), aber ich war dann doch froh, wieder in die Minikiste einsteigen zu können. Für meine Verhältnisse hatte ich schon einen halben „Gewaltmarsch“ hinter mir. Der nächste Anlaufpunkt war – wie kann es anders sein – die Hühnerfarm Mortensen. Hier hat sich – so glauben wir – nichts verändert. Ok, Emma und Britta werden wohl inzwischen die Ururur……. Enkel von der ehemaligen Besetzung sein, aber die Familienähnlichkeit ist so groß, dass das gar nicht auffiel. Wir haben uns dann mal mit deren Erzeugnisse versorgt und mussten feststellen, dass auch diese qualitativ nicht gelitten hatten. Ist aber eigentlich auch keine große Überraschung, denn ich habe in meinem Leben nur ganz selten so glückliche Hühner gesehen (na gut, „mein“ Biobauer lässt seinen Viechern auch die große Freiheit)

Nun aber auf zum großen Geldausgeben. Heute sollte es – auch wie immer – REMA 1000 in Hjørring sein. Die haben einfach ein paar Produkte, die es in den großen Supermärkten nicht gibt. Uschi und Yannik hatten Pause. Ich hab Weg aber dann trotzdem „gefunden“
Nach dem Einkauf begann Schwager sich gerade mal wieder als Packkünstler zu betätigen, da wurden wir plötzlich auf Deutsch angesprochen. Eine Frau mittleren Alters, bisschen ungepflegt und ganz in Schwarz, aber mit einer auffallenden Goldkette (sofern sie echt war) hatte sich genähert und wollte wohl ein Pläuschchen halten. Ich gebe jetzt hier nichts von dem wieder was sie uns erzählt hat (von wegen übler Nachrede), aber wir fanden das Ganze schon etwas seltsam, vor allem da sie sich scheinbar sehr für unser Kennzeichen zu interessieren schien. Ist aber nix passiert….

Dann ging es wieder zurück zur Hütte. Das Wetter wollten wir noch ausnutzen und ließen uns deshalb mit Kaffee und Kage auf der Terrasse nieder. Ehrlich gesagt, mussten wir sogar den Sonnenschirm zur Arbeit zwingen, da Madame es reichlich gut mit uns meinte. Ich habe dann auch abends versucht, den Sonnenuntergang auf Zelluloid zu bannen, aber das ist leider total in die Hose gegangen

Nun stand ich zum ersten Mal an DIESEM Induktionsherd. Im Grunde sollte ich mich damit ja nun mittlerweile auskennen, aber auch im aktuellen Fall – wie schon so oft zuvor – bekam ich das Ding nicht zum Leuchten. Wie gut, wenn man dann einen Schwager sein eigen nennt, der (fast) jede Maschine zum Laufen bringt
Beim Kochen fiel dann auf, wie gut diese Küche wirklich bestückt war. So eine tolle Knobipresse habe ich nicht mal zu Hause (und die ist schon klasse) und meine scharfen Messer (eins der wenigen Dinge, auf die ich nie verzichte) hätte ich tatsächlich daheim lassen können. Übrigens gab es auch jede Menge Kuchengabeln, was wohl eine ganz große Ausnahme in dänischen Ferienvillen darstellt. Wir jedenfalls hatten noch nie mehr als zwei Stück, wenn überhaupt

Abschließend zu diesem Sonntag muss ich noch vermelden, dass ich beinahe das Schlafzimmer gewechselt hätte. Als ich mich in den Schlabberlook schmeißen wollte, entdeckte ich eine Riesenameise am Fenster. Unter diesem befand sich außen das Fischwaschbecken oder wie sich das nennt. War da das Nest? Nach meiner Feststellung, dass das Krabbeltier sich wohl nur verirrt hatte und ohne weitere Begleitung eingebrochen war, habe ich es zwar eliminieren müssen, konnte mir aber den Umzug sparen. Lediglich mit dem Fenster war ich danach etwas vorsichtiger

So, das war es für heute. Im Anschluss dann noch ein paar Schnappschüsse.









LG Johanna

von Johanna 30.09.2019 00:48

07.09.2019 - Samstag

Zunächst einmal herzlichen Dank für Eure Kommentare

@ Zuelli
Glaube, ich krieg das selber hin (ganz stolz auf mich bin )

@ Jaleni
Das könnte sich rausstellen, wenn Du noch weißt, wann Ihr wo gewesen seid

Nach einem gemütlichen Frühstück ritten wir um 10 Uhr vom Hofe . Wir hatten uns Zeit gelassen, da mit größeren Staus ja eigentlich nicht mehr zu rechnen war. Was für ein Irrtum! Schon nach der Aktivierung von Uschi stellte sich heraus, dass sie uns mitnichten zurück auf die A7 scheuchen wollte. Es ging durch malerische Dörfer und über einige Landstraßen, bis wir in Padborg (an das wir schreckliche Erinnerungen hatten) wieder auf die Bahn durften. Nun ja, damit hatten wir den Stau vor der Grenze (3 Km?) glücklich umfahren und die Strecke war bis auf das scheußliche Gewerbegebiet in o. g. Stadt sehr schön

Ach wie herrlich, auf der E45 zu sein. War zwar viel Verkehr, aber es floss zügig (oder auch gemächlich – je nachdem wie man es sieht) bis kurz vor Vejle. Dann ein schneller Schlag auf den roten Knopf und schon standen wir. Unfall. Eine Stunde ging fast gar nix. War im Grunde nicht schlimm, denn es war ja Zeit genug. Ein bisschen hab ich mich nur geärgert, weil es nicht beim Überfahren des Fjords passiert war. Schon ewig hatten wir uns nämlich vorgenommen, dort mal abzufahren um diese so wundervoll wirkende Landschaft zu erkunden. Ok, das müssen wir uns für die Zeit DANACH (Arbeitsleben) aufheben. Wenn wir dann noch fahren können, nehmen wir uns vier Wochen Zeit und ich buche uns mal ein B & B direkt am Fjord. Aber ich weiche schon wieder ab – Sorry

Danach lief es wieder sehr gut. Uschi führte uns über Vrå und die Strecke war tatsächlich um einiges kürzer, als unser bisheriger Weg (Abfahrt Brønderslev), wenn wir in den Norden wollten. Somit standen wir dann um 15:10 Uhr bei Fuß, respektive bei DanCenter in Løkken vor deren Theke. Schlüsselübergabe problemlos. Zumindest DAS war ja auch zu erwarten.

Dann der große Augenblick! Von außen sahen Grundstück und Haus noch ganz manierlich aus. Nach dem Aufschließen der Haustür fiel allerdings sofort auf, dass hier kein Eigentümer mehr saubermachte. Die Fenster waren eine Katastrophe und das ist nicht übertrieben. Das ehemals so saubere Haus war dem kölsche Wisch zum Opfer gefallen
Ich hatte es fast geahnt. Im Juli hatten die Besitzer gewechselt. Als ich las, dass die Hütte 2020 im September fast das Doppelte kostet, bin ich schon misstrauisch geworden. Vorher gab es ca. 25 Rezensionen mit 4,5 bis 5 Sternen und die Sauberkeit wurde immer hoch gelobt. Da MUSSTEN die Vermieter selber am Werk gewesen sein. Darauf hatte ich mich echt gefreut, weil wir diese Unterkunft schon vor drei Jahren ins Auge gefasst hatten, aber immer wenn wir buchen konnten, war das Teil belegt. Und nun sowas! Leider war es viel zu spät gewesen, um noch umdisponieren zu können. Jetzt mussten wir also damit leben. Ok, ich bin wirklich kein Pingel, deshalb habe ich die Wollmäuse großzügig und größtenteils zunächst mal „übersehen“. Was man jedoch nicht einfach mit einem Achselzucken abtun konnte, war die fehlende FB des TV und ohne lief das Ding scheinbar nicht. Und in „meiner“ Dusche war kein Licht. Auch der Rest des Bades erinnerte – was die Beleuchtung betraf – eher an eine erotische Spielwiese mit Whirlpool. Das ging gar nicht! Gemauerte Dusche mit schwarzem Vorhang und ein Miniaturabsatz, den ich ohne Brille schon im Hellen kaum gesehen habe. Na warte DC – wir kommen !!!

Ansonsten war alles da, was man im Urlaub eventuell so brauchen könnte. Da zeigte sich wieder, wie sich die vorherigen Eigentümer ihren Gästen gegenüber verpflichtet gefühlt hatten. Dass wir in Geschirr und Besteck ertranken, lag aber eher daran, dass das Häuschen für 10 Personen war und hatte den Nachteil, dass es keinen freien Platz für selbst eingekaufte oder mitgebrachte Lebensmittel bot. Im Moment war das ja nicht tragisch, weil ich nur Minimalbestückung mitgebracht hatte, aber wir wollten/mussten ja auch einkaufen… Geht aber alles, wenn man will

Die Schränke in den Schlafzimmern sahen nicht viel besser aus. Die Hälfte war mit Büchern, zusätzlichen Bettdecken/Kissen, Auflagen für die Gartenmöbel, sowie Putz- und Bügelkram belegt. Für uns war auch das nicht wirklich ärgerlich, weil wir einfach in zwei Zimmern die Schränke geleert und den Krempel in den beiden anderen SZ untergebracht hatten. Abgesehen davon, waren wir natürlich auf Grund des "großzügigen" Platzangebotes in der Knutschkugel auch mit der Kleidung sparsam gewesen. Genug gemeckert (für´s Erste – geht aber gleich weiter )

Wir also ausgepackt, Betten bezogen und Kaffee getrunken. Nun sollte es zum Essen gehen. Und wie sehr hatte ich mich auf MAMA ROSA gefreut. Das letzte Mal in Lønstrup (Juni 2017) waren der MFM und ich zum Abschiedsessen dort und sehr angetan. Aber weil ich manchmal unter Vorahnungen leide, hatte ich alternativ eine Woche zuvor nachgesehen, ob das Café Karlsson schon in den Winterschlaf gefallen war, oder man sich noch die Septembergäste antun wollte. Einen Tag, bevor es dann losging, rief ich die Seite erneut auf und musste feststellen, dass man Spätsommergäste wohl nicht so richtig mochte. Ab sofort hatte Karlsson nämlich zwar weiterhin täglich geöffnet, allerdings nur noch bis 16 Uhr. Damit war das Ankunfts-Abendessen in dieser Lokalität schon mal hinfällig. Wir haben übrigens in all den Jahren den Laden nie Åbent gesehen

Somit bleib nur der Italiener – dachte ich zumindest. Als wir dort ankamen, mussten wir nämlich feststellen, dass er wohl genug verdient hatte und in Rente gegangen war. Nach Winterschlaf sah die Lokalität jedenfalls nicht aus. Was nun? Ok, dann mal auf zum CP, dort gab es ja auch ein Restaurant. Um es kurz zu machen – wir haben uns in der Tür gleich auf dem Absatz wieder um 180° gedreht und gemacht, dass wir schleunigst davon flogen. Vor 20 Jahren wäre ich noch ohne Hintergedanken in so eine Kneipe gegangen, aber heutzutage kann ich es einfach nicht mehr ab – schon gar nicht in einem Speiselokal – wenn sich kalter Rauch mit abgestandenem Biergeruch mischt und das, obwohl ich selber Raucher bin und ab und an durchaus auch mal ein Bierchen zische. Ja, ja ich bin eine alte Meckerliese

Tja, was blieb noch übrig? Ich kannte nur noch das Café Kysten (neben Karlsson) und hatte total süßen, türkischen Kuchen aber fantastischen Cappu in Erinnerung, allerdings auch die Atmosphäre einer Werkskantine. Egal, wir hatten Hunger! Also nix wie hin. Die Preise auf der Tafel sprachen nicht gerade für einen Gourmet-Tempel. Das war uns inzwischen aber relativ schnuppe. Wir mussten ja voran machen, denn spätestens um 20 Uhr sollten wir wieder im Haus sein. Neiiiiiin, nicht wegen Fußball (ging ja eh nicht), sondern weil ich im Dunklen keine Chance auf den schmalen und teilweise unbekannten Straßen hatte. Der Twingo kannte den Weg noch nicht, Schwager ist ja nicht im Besitz eines Waffenscheins und Uschi/Yannik konnten nur labern mehr aber nicht. Also rinn in die Dönerbude. Falsch, keine Dönerbude, sondern eben ein einfaches türkisches Restaurant. Ok, Service sehr gut und das Futter war dem Preis angemessen. Ich sag es mal so: Wir sind satt geworden

Wieder raus, zückte ich das erste Mal die Knipse. Der Himmel war zwar bedeckt, aber man konnte die Nordsee trotzdem erkennen. Sie war also noch da. Da fiel uns doch glatt ein Findling vom Motor . Auch wenn die paar Bilder nicht schön geworden sind, stelle ich sie trotzdem zur Schau



Wieder im Haus, setzte ich mich erstmal an den Tisch und schrieb in fast unleserlicher Schrift (das merke ich gerade wieder) die Eindrücke der letzten beiden Tage auf. Da bleibt dann nur noch folgendes zu sagen: Die Hütte lag schön ruhig. Das Wetter hatte sich wieder etwas beruhigt, denn tagsüber waren es so 17° bei einem Sonne/Wolken-Mix gewesen und ich zog noch eine Bilanz was die Fahrerei (fast 1000 Km) betraf. Der Schuhkarton auf Rädern ist definitiv keine Reiseauto für 2 Leute 60 plus mit diversen Gebrechen und jeweils ca. 20 KG zu viel. Trotzdem würde ich es wieder machen, denn er hat uns zuverlässig hingebracht und bis auf die Reifengeschichte keinen Mucks von sich gegeben. So brauche ich halt zwei Tage, bis ich mich davon erhole, aber das ist Dänemark ja allemal wert

Wir haben dann noch ein bisschen gelesen und im Anschluss auf den (noch) guten Matratzen ein ausgiebiges Schläfchen (bis zum Morgen) gehalten.

Vorschau: Riesenameise in meinem SZ

LG Johanna

von Johanna 29.09.2019 19:06

Lønstrup vom 07.09.2019 bis 21.09.2019

06.09.2019 Freitag

Wie immer fuhren wir bereits am Freitag los, da es ohne Zwischenübernachtung nicht mehr geht. Um kurz nach 8 Uhr in der Früh startete ich meine Knutschkugel (TWINGO, auch der „Kleine“ oder „Karton“ genannt) und fuhr Richtung Xanten, um Schwager einzuladen. Wobei ich äußerste Bedenken hatte, ob sein Gepäck noch passen würde. Ich selber hatte so gut wie alles – was sonst an Kram mit musste – in meiner Puppenstube gelassen, was sich später teilweise gerächt hatte. Aber gut, der Kleine mit einer AHK hätte wahrscheinlich auf der Autobahn diverse Lachsalven und damit vielleicht auch Unfälle ausgelöst. Das konnte ich nun wirklich nicht verantworten

Zurück nach Xanten. Es passte alles rein und es war sogar noch ein „Loch“ da. Schwager ist zwar nicht der MFM (für „Neulinge“: MultiFunktionsMann), aber stellenweise ist doch zu merken, dass es Brüder waren. Was die Beladung eines Kartons auf Rädern angeht, kann er es jedenfalls mit einem Lifestyle-Innenarchitekten aufnehmen

Um 9:30 Uhr konnten wir dann starten. Zunächst mal ließen wir „Uschi“ ran. Uschi ist die Wegweiserin in Schwagers Smarty. Hier ging es mir hauptsächlich darum, vor hoffentlich nicht auftretenden Staus gewarnt zu werden. Mein „Yannik“ (im Tom Tom) ist da leider nicht so flexibel
Bis Osnabrück lief alles super. Dann ging es allerdings los. Die A1 ist an einem Freitag ohnehin kein reines Vergnügen. Mit den LKW´s konnte ich es ja noch aufnehmen (wenn der Kleine auch viel Zeit brauchte, um auf die entsprechende Geschwindigkeit zu kommen). Schlimmer waren etliche Baustellen zwischen Osnabrück und Bremen. Dreimal standen wir – trotz Uschi – im Stau. Aber ich war ihr nicht böse. Wahrscheinlich hätten wir noch mehr Zeit verloren, wenn sie uns über Land gescheucht hätte.

Jetzt muss ich nochmal kurz zurück blenden. Geplant war eigentlich eine Zwischenübernachtung in Bordesholm, aber da wir erst sehr spät buchen konnten, hatten wir zunächst kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu. Soll heißen, nix mehr frei! Ich hab dann noch einige andere Hotels/Unterkünfte angeschrieben, aber überall Absagen bekommen (ein ganz normales WE im September – wo gibt´s denn sowas?). Schlussendlich wurde ich in Handewitt fündig. Wohl war mir nicht bei der Sache. Es waren schließlich 80 Km mehr, als wenn wir in Bordesholm unsere müden Häupter auf´s Kissen gebettet hätten. Nun, mir ist klar, dass jetzt der geneigte Leser mit dem Kopf schütteln wird. 80 Km – was ist das schon? Im Grunde muss ich da zustimmen, aber da ich nicht im Dunkeln fahren kann, könnten uns die paar Meter durchaus das Genick brechen

Lange Rede….. trotz Baustellen, Stau und strömenden Regen standen wir um 17:15 Uhr auf dem Parkplatz des Gasthofs Handewitt. Zwei Einzelzimmer im EG, allerdings in verschiedenen Gebäuden. Das war aber zu verkraften. Meins hatte sogar eine Miniküche mit Kühlschrank und Gefrierfach. Sehr praktisch. So konnte ich die Kühltasche leer machen und die Elemente über Nacht wieder einfrieren
Auch sonst war das Hotel ok. Die Zimmer/Bäder groß genug, die Betten für Rückengeschädigte geeignet, das Abendessen schmackhaft und das Frühstücksbuffet sehr ansprechend mit großer Auswahl. Wer also kurz vor der Grenze gerne nochmal ausschlafen will, dem kann ich das Haus nur empfehlen. Ist zwar nicht gerade preiswert (die beiden Zimmer mit FS lagen bei 155,50 €), aber meiner Ansicht nach angemessen.

Gasthof Handewitt, Osterstraße 2, 24983 Handewitt, Tel: 04608-9716800, E-Mail: info@gasthofhandewitt.de. Das Haus liegt ca. 8 Km von der A7 entfernt.

Zum Abschluss dieses Tages waren wir dann nochmal nasse Katzen, als wir uns im angeschlossenen Restaurant niederließen. Nach dem Essen dann zum dritten Mal an diesem Tag. Das verhinderte allerdings nicht einen gesunden Nachtschlaf.

So, das war es dann für´s Erste. Mal sehen, ob ich den Blog wiederfinde und einfach weiterschreiben kann

Bilder hab ich leider an diesem Tag keine gemacht…..

LG Johanna

von Zuelli 19.08.2019 19:55

Hier kommen hoffentlich bald die schönen Berichte von Johanna rein.

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