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von Johanna 29.03.2020 20:31

Update am 29.03.2020 – Sonntag

Gedanken zur Coronakrise

„Soylent Green – Jahr 2022….. die überleben wollen“
Amerikanischer Zukunftsfilm von 1973 mit Charlton Heston und Edward G. Robinson in den Hauptrollen
Drehbuchautor Stanley R. Greenberg, Regisseur Richard Fleischer

Was der hier zu suchen hat? An diesen Film habe ich seit ca. 45 Jahren (gesehen habe ich wohl 1975) immer wieder denken müssen und zwar meist dann, wenn wieder irgendeine Naturkatastrophe passiert ist. Der direkte Vergleich hinkt zwar ein wenig, aber es gibt auch einige Parallelen…..

Der Drehbuchautor Greenberg hat sich zwar aus heutiger Sicht ein bisschen mit dem Jahr vertan, aber grundsätzlich könnte ich mir vorstellen, dass das Szenario so wie dargestellt oder ähnlich in 20 oder 30 Jahren tatsächlich eintreten könnte. Daher sollte es auch nicht verwundern, wenn ich bei der Erinnerung an diesen Film jedes Mal Tränen in den Augen habe.

Ich werde jetzt nicht den ganzen Film erzählen, keine Bange und außer den Namen der Schauspieler, des Autors und Regisseurs, sowie einige Eigennamen nur die (Jahres)zahlen abschreiben. Ansonsten möchte ich nur das wiedergeben, was mir eindringlich in Erinnerung geblieben ist und das auch nicht in Gänze.

Der Film spielt in New York City im Jahr 2022. Dort leben 4 Millionen Menschen. Die meisten sind arbeitslos, bettelarm und können sich nichts leisten. Aber für diese nicht privilegierte Schicht gibt es trotzdem jeden Dienstag Essbares. Soylent Green. Bestehend aus Plankton (angeblich). Allerdings entstehen jedes Mal regelrechte Schlachten, wenn sie verteilt werden, weil es nicht genug davon gibt.
Nur die reichen Leute können sich „echte“ Nahrung, die fast unbezahlbar ist (hab in Erinnerung, dass ein 200 Gramm Steak 60,00 Dollar gekostet hat, was natürlich 1973 wesentlich mehr war als heute und damit für 2022 noch als „günstig“ zu bezeichnen wäre) leisten.

Der Darsteller E. G. Robinson (Roth) spielt den älteren Wohnungsgenossen von C. Heston (Thorn), der als Polizist arbeitet. Robinson soll im Auftrag von Heston eine Firma durchleuchten, die das Soylent Green (übrigens sahen die Dinger so ähnlich aus wie After Eight, nur halt grün) herstellt. Als Robinson dahinter kommt, woraus die Plättchen tatsächlich bestehen, will er nicht mehr leben und begibt sich in eine sogenannte Tötungsanstalt. Dort bekommt er – sozusagen als letzten Genuss – auf einer Leinwand das erste Mal seit vielen Jahren eine grüne Wiese mit Blumen, Bäumen - und ich meine auch Kühe - zu sehen. Er kennt das noch aus frühen Jahren und kann sich somit etwas darunter vorstellen.
Kollege Heston (der nur Asphalt und Beton kennt) findet den Abschiedsbrief mit der Bitte, die Herstellerfirma an den Pranger zu stellen. Er entspricht diesem Wunsch und verfolgt den Abtransport der Verstorbenen aus der Tötungsanstalt und erfährt so ebenfalls von den wahren Inhaltsstoffen der „Grundnahrung“.

Ich möchte das hier nicht weiter ausführen, es ist einfach zu grausam. Aber jeder wird sich denken können, auf welches Geheimnis Robinson/Heston gestoßen sind.

Für mich wirkt der Film aus heutiger Sicht ziemlich authentisch, aber wie schon gesagt, die Jahreszahl 2022 passt nicht. Entweder weil es so weitergeht wie bisher (höher, schneller, weiter) eine immer größer werdende (teilweise hungernde) Weltbevölkerung, dann dürfte sich das aber noch ein paar Jahre hinziehen. Oder aber es ist Corona respektive eine andere (oder mehrere) Naturkatastrophe(n), die dafür sorgt/sorgen, dass auch 2100 noch Menschen auf diesem Planeten leben, die sich an blühenden Blumen, Bäumen und grünen Wiesen, sowie relativ gesunder Luft erfreuen, Äcker bearbeiten, Brot mit Mehl backen und Biofleisch zu erschwinglichen Preisen kaufen (und essen) können.
Jetzt fehlt eigentlich nur noch der Satz WARUM letzteres ebenfalls passieren könnte. Diesen werde ich mir allerdings aus naheliegenden Gründen verkneifen. Es ist anzunehmen, dass der geneigte Leser es auch so verstehen wird.

Herzlichst
Johanna

von Johanna 28.03.2020 00:08

Update am 28.03.2020 – Samstag

Mutmaßungen in der Corona-Krise

Seit vielen Jahren wird in der Medizinbranche gespart bis zum Erbrechen. Und nicht nur Ärzte und das Pflegepersonal leiden darunter, sondern auch die Patienten. Nix Neues. Aber seit einiger Zeit wird von sogenannten Experten verlangt, kleinere und unwirtschaftlich arbeitende Krankenhäuser zu schließen. Lt. irgendeiner Studie (hab den Nachweis nicht gefunden, dürfte aber auch allgemein bekannt sein) sind sie auch nicht notwendig. Man will dann also das Personal auf die großen Häuser verteilen.

Ich frage mich in der jetzigen Situation, wie es mit Intensivbetten aussehen würde, wenn man diese Vorstellungen schon umgesetzt hätte. Angesichts von fast 1000 Verstorbenen an einem einzigen Tag (Italien) kann einem da eigentlich nur Angst und Bange werden. Auch in Deutschland – wo es wesentlich weniger Infizierte und Verstorbene gibt – muss ja damit gerechnet werden, dass die Kapazitäten in den Krankenhäusern und den Notunterkünften wie Schiffe von der Bundeswehr, „beschlagnahmte“ Hotels usw. irgendwann ausgeschöpft sind. War das also eine Fehlinterpretation der Experten?

Hinzu kommt aber auch eine Hoffnung für die „Zeit nach Corona“. Das sind jetzt natürlich nur Spekulationen, aber ich denke, zumindest ein Teil könnte Wirklichkeit werden.

Dass die medizinischen Berufe, sowie die Arbeit in Seniorenheimen, bei der Abfallwirtschaft, im Lebensmittelsektor, im öffentlichen Verkehr, bei den Rettungsdiensten, der Feuerwehr, Polizei …………….. nicht sonderlich attraktiv sind, ist kein Geheimnis. Natürlich liegt das zum einen an der finanziellen Entlohnung. Viele und schwere Arbeit für verhältnismäßig geringe Bezahlung. Das trifft wohl mehr oder weniger auf alle genannten zu. In der Pflege allerdings (Krankenhaus, Seniorenheim) kommt noch der Aspekt dazu, dass selbst diejenigen, die diesen Beruf aus Idealismus/Überzeugung gewählt haben gar keine Zeit für die ihnen anvertrauten Patienten/Bewohner haben, sondern sich mit administrativen Aufgaben befassen müssen, für die nach meiner Ansicht eher Verwaltungsangestellte zuständig sein sollten.

Ich könnte mir vorstellen, dass sich das „nach der Krise“ zum Teil ändern wird. Mehr geschultes Personal durch attraktivere Umstände. Sicher wird eine Station, die bisher im Nachdienst mit einer Pflegekraft besetzt war, nicht plötzlich vier davon haben. Aber zu zweit wäre es doch schon um einiges leichter. Man kann einfach nicht gleichzeitig auf fünf Klingeln gehen (mit zwei Personen auch nicht, aber die Aussicht alle Personen zeitgerecht versorgen zu können, ist doch um einiges höher).

Ich selber arbeite bei einen Verband, der Menschen mit geistiger (plus teilweise auch körperlicher) Behinderung betreut. Die meisten unserer Bewohner sind stationär untergebracht und leben in Achtergruppen. Ursprünglich (vor vielen Jahren) gab es im Tagdienst drei bis vier Betreuer plus Haushaltshilfe – je nach Behinderungsgrad – und nachts waren es zwei. Auch hier wurde immer mehr gekürzt, so dass aktuell im Bestfall die einzelnen Gruppen noch eine Nachtbetreuung haben. Leider ist es aber so, dass wir über Häuser verfügen, die wie kleine Bungalowsiedlungen angeordnet sind. Wozu braucht man dann also für eine einzelne Gruppe nachts einen Betreuer, wenn der auch zwei Häuser bedienen kann? Für mich eine wahrhaft umwerfende Logik

Meine Schwester ist Teamleiterin in einem Seniorenheim. Sie gehört zu den Menschen die zu schade sind für diese Welt. Aus Überzeugung Altenpflegerin geworden und heute dazu verdammt im Büro zu sitzen und irgendwelche bürokratischen Aufgaben/Probleme zu lösen, statt sich liebevoll mit den Bewohnern beschäftigen zu können, so wie sie es gerne tun würde. Irgendwann wird das sehr unangenehme Folgen für sie und wahrscheinlich auch viele ihrer Kollegen – die genauso ticken – haben……… wenn sich nichts ändert.

Aber es gibt ja eine kleine Hoffnung. Schon vor der Krise hat Spahn eine Rundreise durch Deutschland unternommen und sich in diversen Krankenhäusern vor Ort ein Bild von der Lage gemacht. Daraufhin wurde in Mönchengladbach das Personal aufgestockt (ob das anderswo auch gemacht wurde, ist mir nicht bekannt). Natürlich nur minimal, aber besser als nichts. Trotzdem muss Gladbach noch Strafe zahlen, weil es ihnen nicht gelingt, weiteres Personal einzustellen. Aber wer will es denn unter DIESEN Bedingungen auch machen?

Wenn also die Corona-Krise eins bewirken könnte, dann vielleicht eine Verbesserung in dieser Branche. Und natürlich nicht nur dort, sondern in allen Bereichen, die jetzt einfach nur unterbezahlt werden, wo sich bemitleidenswerte Mitarbeiter die teilweise sehr aggressiven Beschuldigungen der Kunden/Patienten/Fahrgästen…….. anhören müssen und trotzdem aktuell den Laden am Laufen halten. Meiner Ansicht nach ist es nicht mit einmaligen Boni getan. Hier müsste und wird vielleicht auch (ACHTUNG! SPEKULATION!) auf Grund der momentanen Szenarien nachgebessert werden. Das würde ich mir wirklich wünschen.

Herzlichst Johanna

von Johanna 27.03.2020 00:14

Update 27.03.2020 – Freitag

Nein, keine Zahlen heute. Man kommt da ja eh nicht mehr hinterher.

Vorab: Was ist der Unterschied zwischen einem Politiker und einem politischen Kabarettisten?
Letzterer sagt in der Regel die Wahrheit.
Der Politiker redet viel und sagt nichts (wobei es da sicher hin und wieder auch Ausnahmen gibt).

Damit verrate ich mal einen meiner geheimen Wunschträume. Ich liebe politisches Kabarett, seitdem ich mich generell für die immer verlogenere Politik interessiere. Das ist schon ein paar Jahrzehnte der Fall. Ein politischer Kabarettist erzählt jedenfalls mehr Wahrheiten, als man jemals im Bundes- oder Landtag zu hören bekommt (vielleicht war das früher mal anders, wage ich aber nicht zu beurteilen). Ok, manchmal ist das, was sie erzählen schon ein wenig überholt, aber dafür ist es ja auch „Show“. Wenn ich also die Fähigkeit dazu besäße, wäre ich gerne so ein Typ a la Fritz Eckenga oder auch Volker Pispers geworden (ist vielleicht langfristig gesehen auch besser, als K-Papier herzustellen).

Warum ich das erzähle? Zudem noch in einem DK-Forum? Na, wegen des Coronavirus natürlich. Der ist auch in DK – wie in fast jedem anderen Land dieser Erde – ungebeten zu Gast. Es ist übrigens sehr schön, dass die Dänen mit diesem Thema so pragmatisch umgehen (wie Jüten es beschrieben hat). Ich denke, wir Deutschen sind da tatsächlich nicht ganz so entspannt. Was nun besser ist, sollte man vielleicht dahin gestellt sein lassen.
Aber zurück zum Thema: Wäre ich jetzt also Kabarettist, ein sehr böser noch dazu, bekäme ich garantiert jeden Tag zwischen 10 und 100 noch bösere Mails (vorausgesetzt, so viele Leute würden überhaupt zuhören) zu lesen. Das macht aber nix, denn es gehört dazu. Als Kabarettist ist man in der Regel kein Märchenerzähler oder Schönredner, sondern bissig und zumindest sich selbst gegenüber ehrlich. Das ist auf jeden Fall mein Eindruck. Genauso wäre ich auch. Wenn ich auch sonst durchaus der Meinung bin, dass es noch etwas anderes zwischen schwarz und weiß gibt, hier passt nur entweder die nackte Wahrheit in Zynismus/Sarkasmus verpackt oder gleich die Klappe halten. Dass ich nicht zur Kategorie „Klappe halten“ gehöre, muss wohl nicht extra betont werden.

Also hypothetisch. Logischerweise würde mein aktuelles Programm aus drei Stützpfeilern bestehen. Corona – K-Papier und Hamster unter Bezugnahme auf diverse Länder. DK käme mit seinem Pragmatismus gut dabei weg, aber Russland, die Türkei und diverse andere – auch außereuropäische – Staaten bekämen so richtig ihr Fett weg. Als Kabarettist kann man das nämlich aussprechen, ohne Repressalien der jeweiligen Chefs befürchten zu müssen. Für den Shitstorm der Leser/Zuhörer braucht man natürlich ein dickes Fell, aber das gehört halt dazu. Dass Deutschland den Stempel der laaaaangsamen und umständlichen Bürokratie und Schönfärberei aufgedrückt bekäme, versteht sich von selbst. Natürlich ebenfalls unter der Berücksichtigung, dass man auf einmal auch schnell und unbürokratisch handeln kann, wobei sich das ja erst noch in der Realität zeigen muss.

Neben dieser unbestreitbar schlimmen Naturkatastrophe namens Corona und deren negativen Auswirkungen – medizinisch, wirtschaftlich und menschlich – gibt es aber nach wie vor auch positive Aspekte und genau die sind eben äußerst zweifelhaft für viele Menschen. Aber ich hätte trotzdem kein Problem damit, hier sowohl das verbesserte Klima, als auch die Flüchtlinge (warum sollten sie weiter nach Europa wollen, wo sie doch vom Regen in die Traufe kämen), das teilweise neu entstandene zwischenmenschliche Sozialverhalten, die künftige Einsparung vieler Renten, die freien Plätze in Seniorenheimen, die Ruhe auf den Straßen, der andeutungsweise gebremste Zulauf zu den Rechten, das Übersichhinauswachsen der Leute, die den Laden am Laufen halten, Besinnung auf das Wesentliche, Nachdenklichkeit über unsere häufige Dekadenz, weil immer alles so selbstverständlich war… sehr deutlich zu machen. Letztendlich könnte man das auch als „Selbstreinigung der Natur“ bezeichnen. Wer dann mit solchen Aussagen ein Problem hat, sollte vielleicht seine Scheuklappen anbehalten und sich lieber weiter alles schönreden.

Abschließend (für den Moment) weise ich noch ausdrücklich darauf hin, dass eine wie ich zu alt ist, um noch den Versuch zu wagen das Pferd zu wechseln. Wird nix mit Kabarett……

In diesem Sinne wünsche ich allen noch eine gute Nacht und vor allem Gesundheit.

Herzlichst Johanna

von Johanna 25.03.2020 13:48

Update 25.03.2020 – Dienstag

Nachdenklich geworden durch Bennys Anmerkungen zu meinem letzten Artikel würde ich gerne einen Teil der Aussagen aufgreifen, wenn auch nur indirekt. Ich hoffe, das ist in Ordnung.

Hochhäuser, betonierte Ackerflächen, weniger Anbau usw. führen zu den von Benny angenommenen Szenarien wie Wasser- und Lebensmittelknappheit. Das ist meiner Ansicht nach noch nicht mal spekulativ. Alles wird zugebaut, damit die Menschheit genug Platz hat. Aber wie sie schon sehr richtig bemerkte…. Was nutzt das, wenn der Großteil der Erdbewohner dursten und hungern muss?

Wenn man bedenkt, dass die offiziellen Zahlen der Infizierten weltweit (Stand gestern) gerade bei ca. 428.000 liegt, so muss einem der gesunde Menschenverstand doch sagen, dass der aktuelle Stand mindestens doppelt so hoch liegen wird. Sei es, weil die „Außerirdischen“ (also alles außerhalb von Europa), deren Namen ich mal wieder nicht erwähnen möchte und die sich auch jeder halbwegs Interessierte denken kann, die Zahlen nicht an das RKI/die WHO meldet und/oder aber auch, weil sehr viele Menschen gar nicht wissen, dass sie das Virus in sich tragen. Ich gehe mal davon aus, dass die Million bereits (weit) überschritten ist.

Um es ein wenig einfacher zu machen….. in NRW leben ca. knapp 18 Millionen Menschen. Offiziell sind davon – Stand heute 12:00 Uhr – 9421 infiziert und es gab bisher 54 Todesopfer. In Prozent würde das bedeuten, dass sich bisher „nur“ ca. 0,05 % infiziert haben. Aber das sind ja nur die bekannten Zahlen. Die Unwissenden (ohne nennenswerte Symptome) stellen doch eigentlich eine unfreiwillige wandelnde Zeitbombe für die Anfälligen/Risikogruppen dar.

Soeben wurden im Radio die Frage gestellt, warum man nicht ganz offiziell Corona-Partys stattfinden lassen sollte (wohl ähnlich der Masern-Partys). Da könne doch nichts passieren und damit wären dann doch wenigstens die jungen Menschen (im Anschluss) immun. Leider (oder Gott sei Dank?) ein Irrtum. Lt. dem Leiter des RKI – Professor Dr. Lothar H. Wieler – sind auch teilweise die Krankheitsverläufe bei jüngeren Menschen schwerwiegend. Das würde in D (noch) nicht so auffallen, weil es insgesamt im Gegensatz zu Italien/Spanien doch relativ wenig Verstorbene gibt.

Jetzt werde ich wieder fies. Wenn sich die Pandemie also in diesem rasanten Tempo weiterentwickelt, wird es bald nicht mehr genug Beatmungsgeräte geben (siehe New York. Dort werden bis Mitte April 40.000 Infizierte erwartet. Es gibt aber nur 3.000 lebensrettende Maschinen in allen Krankenhäusern zusammen). Man muss kein Einstein sein, um sich in etwa ausrechnen zu können, welche Konsequenzen das mit sich bringen könnte. Betonburgen a la WTC werden nicht mehr in dieser Menge benötigt und das nicht nur in New York. Die Einwohnerzahlen schrumpfen und man hat wieder Platz für vernünftiges Ackerland. Ok, das ist jetzt vielleicht ein bisschen weit hergeholt, aber in diese Richtung könnte es schon gehen. Zumal dann, wenn man bedenkt, wie die medizinische Versorgung beispielsweise in Indien aussieht. Auch hier gibt es zurzeit mehr als eine Milliarde Einwohner, aber nicht genug fruchtbares Land, um diese auch ernähren zu können. Ich wiederhole mich ungern, aber auch das ist meiner Ansicht nach die Revanche unserer Natur.

Randbemerkung: Meine älteste Tochter arbeitet als Krankenschwester in einem sehr großen Krankenhaus in Mönchengladbach (ZNA). Stand heute: noch haben sie Intensivbetten frei, aber das Klinikum Aachen – welches noch um ein vielfaches größer ist – schickt bereits einen Teil der Corona-Patienten nach Gladbach, weil sie selber einfach nicht genug Ressourcen haben, um die bisher Erkrankten professionell versorgen zu können. Augenblicklich nimmt Deutschland ja in den grenznahen Gebieten zu Frankreich und Italien (wobei Letzteres natürlich nicht unmittelbar an D grenzt) Patienten auf, aber wie lange können sie das noch?

Dass das Pflegepersonal und die Ärzte mittlerweile auf dem Zahnfleisch gehen, muss wohl nicht explizit erwähnt werden, oder?

Wünsche allen einen schönen sonnigen Tag. Macht das Beste draus (wer hat, vielleicht auf dem Balkon oder der Terrasse) und bleibt gesund.

LG Johanna

von Johanna 24.03.2020 00:18

Sorry für das Durcheinander. Habe dieses Update neu erstellt, weil mir nicht klar war, dass Hescha den ersten Teil ja bereits kommentiert hatte. Nun sah es so aus, als wäre sie auch mit dem Update einverstanden (obwohl man natürlich sehen kann, dass ich diesen erst NACH dem Kommentar geschrieben hatte). Nun also nochmal von vorne...


Update am 23.03.2020 - Montag

Vorab: Ich glaube an die Wiedergeburt und habe beschlossen - sollte mir dieses zuteil werden - mich in der K-Papier-Branche selbstständig zu machen (wenn ich es bis dahin nicht vergessen habe).

Siehe da, es geschehen noch Zeichen und Wunder. Selbst die meisten Ignoranten haben wohl inzwischen kapiert, dass es besser ist mit dem Allerwertesten zu Hause zu bleiben. Eventuell liegt die allgemein aufgegebene Rudelbildung aber auch daran, dass es wieder kälter geworden ist und/oder drakonische Strafen zu erwarten sind, wenn man weiter den üblichen Vergnügungen nachgeht. Vernunft? Da bin ich mir nicht sicher, aber Hauptsache ist ja dass der Apell wirkt. Insofern kann ich durchaus nachvollziehen, dass die Regierung beschlossen hat, nur eine Ausgangssperre "light" zu verhängen.

Nun wird es wieder sarkastisch, zynisch, böse ja auch brutal, gemein und widerlich, aber auch ehrlich. Ich versuche nämlich mal ohne Scheuklappen an vergangene Natur- sowie "hausgemachte" Katastrophen ranzugehen. Das allerdings nur ausschnittweise, weil es sonst gleich ein Buch werden müsste. Wer diese - in meinen Augen - nackten Tatsachen nicht vertragen/glauben kann, sollte eventuell an dieser Stelle aufhören meinen Ergüssen zu folgen.

Nun wird es also wieder zynisch. Wenn man sich die prozentualen Steigerungen der Infizierungen ansieht, kann man auch leicht ohne technische Hilfe ausrechnen, wo wir in einem/zwei Monaten stehen. Unsere südlichen Nachbarn (Italien und Spanien) werden vermutlich als erste wieder freie Plätze in den Pflegeheimen haben. Und das was die EU beschlossen hat, nämlich die Schuldenbremse auszusetzen, könn(t)en sich etliche Mitgliedsstaaten leisten, weil sie eine Menge an Renten einsparen werden. Ja ich weiß, das hört sich widerlich an, aber schauen wir doch mal zurück…..

Die Pest. Eine Pandemie im Mittelalter, bei der 1/3 der gesamt europäischen Bevölkerung ihr Leben lassen musste. Nun entspricht dieses Drittel natürlich nicht den gut 740 Millionen Menschen, die heute in Europa leben. Damals gab es gerade mal ca. 75 Millionen Einwohner. Die medizinischen Möglichkeiten waren noch nicht ganz so gut wie heutzutage und auch deshalb mussten etwas 25 Millionen Menschen die Erde verlassen. Man könnte sagen, der Globus regenerierte sich von selbst. Und ganz brutal gesagt: Man nannte es "natürliche Auslese".

Es hat zu allen Zeiten diese sogenannte „natürliche Auslese“ gegeben. Wenn man sich heute anschaut, dass die Welt bald aus den Fugen gerät, weil die Geburtenrate extrem hoch ist und die Sterblichkeit da nicht mithalten kann (trotz großer Mühen des IS, der Salafisten, der Dschihadisten, Taliban, der Ultra-Rechten uvm., diverser Staatschefs deren Namen ich hier aber nicht erwähnen möchte, von wegen übler Nachrede), musste es eigentlich so kommen. Die bereits genannte Pest, Cholera, die Geschehnisse von 1933 bis 1945 (die man jetzt allerdings nicht direkt als „natürliche Auslese“ bezeichnen kann) und etliche weitere Kriege in früheren Zeiten haben unter dem Strich immer dafür gesorgt, dass die Erdbevölkerung im Gleichgewicht blieb. Die „normale“ Influenza, Masern, Vogelgrippe, Schweinepest, Rinderwahn, gerade aktuell das Erdbeben in Kroatien usw. sind dagegen genauso wenig "erfolgreich" gewesen, wie die oben genannten Extremisten (ja das klingt böse).

Allein in China leben (oder versuchen es zumindest) ca.1 Milliarde Menschen.
Überall wird von der religiösen Seite her verhindert, dass sich die Geburtenrate im Rahmen hält. Stattdessen müssen Millionen Kinder vor allem in Afrika verhungern. Nun haben wir also eine neue "Pest" und ich sehe das als Widerstand des Erdballs. Wobei ich schätze, dass nicht anzunehmen ist, dass ein Drittel der Einwohner Europas oder auch der aller Kontinente ihr Leben lassen müssen. Dafür ist die Medizin ja inzwischen zu weit fortgeschritten. Aber Federn lassen werden wir, daran gibt es wohl nichts zu deuteln.

Abschließend: Ich will ganz bestimmt nicht, dass ungezählte Menschen an dieser Krankheit zu Grunde gehen müssen. Genauso wie ich Kriege und Gewalt im Allgemeinen verabscheue. Aber es ist nun einmal so, dass trotz der heutigen technischen Möglichkeiten immer noch (u. a. durch die Kirche) verhindert wird, eine Geburtenregelung einzuführen. Das könnte die Menschheit – zumindest teilweise – vor solchen Szenarien schützen. Ich bin kein Verschwörungstheoretiker, denke jedoch trotzdem, dass es sogar das Klima retten und damit auch unseren Nachkommen noch eine lebenswerte Welt bieten KÖNNTE.

Johanna

von Johanna 21.03.2020 00:31

Irgendwie kommt man sich, wenn man durch einen Supermarkt oder Discounter auf Jagd nach bestimmten Artikeln "schlendert" vor wie im dritten Weltkrieg. Der Unterschied ist doch eigentlich nur, dass diesmal auch die Schweiz mit von der Partie ist, es keine A-Bombe und (bisher) noch keine Lebensmittel- und Klopapiermarken gibt. Das mag ja zynisch klingen, entspricht aber ganz genau meiner Ansicht.

Man sollte es nicht glauben, aber es gibt natürlich auch Vorteile durch diese ganze Katastrophe. Mal davon abgesehen, dass sich garantiert viele Leute auf einmal wieder auf das Wesentliche besinnen - Solidarität, Gemeinschaft, Zusammengehörigkeit, Vergessen, dass nicht nur das ICH zählt, Respekt den Älteren gegenüber usw. - wird es auch dem Klima nutzen - sogar ohne Greta. Ich beobachte seit Tagen, dass der Lärm an der viel befahrenen Kreuzung, an der ich leider lebe, drastisch abgenommen hat. Sogar heute Nacht - Freitag auf Samstag - wo sonst eine Betriebsamkeit herrscht wie beim früher beim Winterschlussverkauf, ist eine himmlische Ruhe. Die (fast) einzigen Fahrzeuge welche unterwegs sind, umfassen diejenigen (also die Fahrer), die dafür sorgen, dass wir auch morgen noch einkaufen können (außer vielleicht Klopapier, Milch, Bohnen und Pampers, weil die Fabriken mit der Herstellung nicht nachkommen).
Diesen Leuten (ebenso wie allen anderen guten Geistern, die dafür sorgen, dass die Infrastruktur trotzdem fluppt) ein großes DANKESCHÖN!

Des Weiteren finde ich es beachtlich und lobenswert, dass Trigema - seines Zeichens der Hersteller von hochwertigen Textilien (hauptsächlich T-Shirts) seine Produktion "angepasst" hat und nun Mundschutz herstellt (na bitte - geht doch!)
Leider habe ich den Namen der Firma nicht auf dem Schirm, die reinen Alkohol produziert und diesen jetzt an Apotheken zur Herstellung von Desinfektionsmittel kostenlos abgibt. Kann man doch nur loben, oder?

Andererseits wird es bestimmt ab Montag flächendeckend (Bundesländer) eine Ausgangssperre geben, weil leider auch viele Leute noch nicht begriffen haben, dass die rasante Ausbreitung des Virus auch Mutter oder Vater das Leben kosten könnte, weil es nicht genügend Beatmungsgeräte gibt. Mal abgesehen von diesem blödsinnigen Corona-Partys gibt es auch genügend von der Sorte, die nicht verstehen wollen, dass man einfach Abstand halten sollte, zum Schutz für sich selbst und für den anderen (ich bin so frei und spreche diesen jegliche Vernunft ab) . Was ist daran eigentlich so schwer zu begreifen? Jeder weiß doch, oder sollte es eigentlich wissen, wie das Virus übertragen wird. Allein schon aus diesen Gründen würde ich persönlich eine solche Ausgangssperre begrüßen.

Um nochmal auf die - bei vielen - eventuell geänderte Gesinnung ins Spiel zu bringen.... Smartphones sind wichtig (das sehe sogar ich ein), genau wie das stinknormale Festnetz und das Mailprogramm. Bevor es zu einem "Lagerkoller" kommt, sollte man natürlich versuchen, die Sozialkontakte auf diesen Wegen aufrecht zu erhalten. Das ist auf Dauer bestimmt nicht einfach, aber es gibt ja auch noch Schach, Monopoly, viele Bilder von DK im Netz und gute Bücher. Die Beteiligung im Forum könnte vielleicht auch wieder etwas anziehen....!?

Sorry, aber der Stil unserer "Chefin" (Merkel) ist nicht meiner. Ich kann nicht so salbungsvoll reden/schreiben wie sie und das will ich auch gar nicht. Mir persönlich ist alles, was sie von sich gibt (und Laschet MP NRW ebenso) viel zu nebulös und ja - auch zu harmlos. Die Unwilligen zu bitten, sich an die Regeln zu halten, bringt meiner Ansicht nach gar nix. Wer meint, weil er jung und ansonsten gesund ist, der bräuchte keine Rücksicht zu nehmen, dem kann man nur mit exorbitanten Strafen beikommen. Schade nur, dass dadurch auch alle vernünftigen Bewohner dieser Erde in zusätzliche Mitleidenschaft gezogen werden.

Noch ein Wort zum "Unwort" des Jahres 2020. Ich bin mir ziemlich sicher, dass entweder "Corona" oder "Klopapier" den ersten Platz erobern werden und Platz drei wird wahrscheinlich der machen (auch so eine Unart von den Egoisten, die andere vor die Wand bzw. leere Regale rennen lassen)

In diesem Sinne.......

Wünsche allen eine angenehme Nacht
Johanna
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Ich muss mich mal wieder entschuldigen. Leider hatte ich nicht bedacht, dass Hescha diesen ersten Artikel ja kommentierte. Mit dem Update hat das aber nichts zu tun. Deshalb habe ich diesen hier wieder entfernt und einen neuen Artikel erstellt.
Johanna

von Johanna 30.10.2019 19:05

22.09.2019 – Sonntag

Super geschlafen, hervorragendes Frühstücksbuffet und auch noch tolles Wetter. Herz, was willst Du mehr ?

Nachdem ich nochmal durch den Garten gegangen war und die lustige „Wetterstation“ entdeckt und abgelichtet hatte (auf dem ersten Bild ist der Stein gut zu sehen, auf dem zweiten kann man das „Lustige“ besser erkennen), machten wir uns um 10 Uhr vom Acker.





Na wunderbar! Es lief auch so weiter. Kein Stau weit und breit und fahren bei strahlendem Sonnenschein. Knutschi war auch zufrieden. Das einzige Manko – wenn man es denn so sehen will – war, dass Yannik uns eine andere Strecke vorgegeben hatte. Im Prinzip ok. So haben wir dann mal wieder eine Autobahn kennengelernt, die uns bisher verborgen geblieben war. Allerdings ging es dann ca. 60 Km über eine Bundesstraße OHNE Tanke. Das konnte böse enden. Ich muss dazu sagen, dass der Kleine nur Platz für 30 L fossilen Brennstoff hat. Auf der Bahn ist das ja eigentlich kein Problem, aber in diesem Fall konnte es durchaus eins werden. Auf dem Stück A? (hab vergessen, welche das war) gab es weder eine INGO noch eine ARAL oder etwas Adäquates. Und auf der B? eben auch nicht. Keine Ahnung, was Yannik sich dabei gedachte hatte . Jedenfalls sind wir quasi mit dem vorletzten Tröpfchen um Punkt 14 Uhr in Xanten eingelaufen. Mit dem letzten habe ich dann noch – ohne schieben zu müssen – die einzig offene Tränke in dem Städtchen anfahren können. Puh!

Nun ja, alles nochmal gut gegangen. Nach Hause bin ich dann auch noch gekommen

Und weil das jetzt so schön kurz war, schiebe ich mal mein Fazit gleich hinterher.

Dass ein Twingo wahrlich keine Auto für ältere Semester mit diversen Wehwehchen ist, hatte ich schon erwähnt. Bei Kurzstrecken mag das ja noch angehen, aber ansonsten würde ich das gesunden, jungen und junggebliebenen sowie sportlich aktiven (und damit normal oder untergewichtigen), reiselustigen Menschen empfehlen. Trotzdem – wenn sich die Gelegenheit ergibt, würde ich das gerne noch mal auf mich nehmen………
Fest steht, der Kleine hat uns ohne Mucken (wenn man mal von den „Ausbrechern“ bei Sturm absieht) 2934 Km transportiert. Braver Kerl

Also:
Das Haus kommt für uns nicht mehr in Frage, obwohl es natürlich auch Vorteile bot. In der großen Küche mit der vernünftigen Arbeitsplatte hat das Futter zubereiten richtig Spaß gemacht. Außerdem waren die Matratzen ok und die Ruhe ist fast nicht zu bezahlen. Desweiteren war die Hütte (noch) gut ausgestattet, sowohl mit Geschirr, Besteck und wirklich scharfen Messern als auch mit Pfannen und Töpfen. Sogar Kuchengabeln waren vorhanden (das ist für mich aber kein Kriterium, um es erneut zu buchen ).

Das Wetter hätte insgesamt ein wenig freundlicher sein können wobei das natürlich relativ ist.

Vermisst habe ich persönlich den Lønstruper Elvis. Die paar Schafe, vier Katzen, diverse Pferde und Rinder waren nicht wirklich ein Ersatz

Erstaunlich, wie sich die Supermärkte innerhalb eines Jahres an den BIO-Trend angepasst haben. Es gibt jede Menge Auswahl und die Preise sind nach meiner Ansicht durchaus vertretbar. (Gurke „normal“ 6 Krönchen, Öko-Gurke 8, in ungefähr diesem Verhältnis war es bei Gemüse/Salat). Der Geschmack lässt den kleinen Aufpreis ohnehin vergessen. Außerdem hatte ich dadurch nicht einen einzigen Allergieschub

Wenn irgend möglich, werden wir DC künftig meiden. Ist nicht mehr ganz so einfach, da die kleinen Anbieter ja mittlerweile fast alle weg vom Fenster sind. DC nähert sich mit seinem Service (auch was die Sauberkeit betrifft) und den Preisen doch gewaltig SuS an. Das ist zumindest mein Eindruck. Wobei ich allerdings fairerweise sagen muss, dass sie im Büro immer sehr freundlich waren

Für uns kommen eigentlich nur noch Feriepartner Nord, Visittoppen Hirtshals/Sæby, sowie private oder lokale Anbieter in Betracht. Sollte es nochmals in den Raum Lemvig gehen, könnten wir auch noch mit Steen Jörgensen leben, ansonsten..... eher nicht

So, das war dann der Jahresurlaub 2019 in Lønstrup. Damit möchte ich mich an dieser Stelle in der Hoffnung verabschieden, dass meine Berichte dem ein oder anderen Leser ein bisschen Spaß gemacht haben und ich vielleicht auch ein paar kleine Tipps geben konnte.

Herzlichst
Eure Johanna

von Johanna 28.10.2019 21:46

21.09.2019 – Samstag

So einen tollen Sonnenaufgang hatten wir die ganzen 14 Tage nicht gehabt. So warm war es auch noch nicht gewesen. Tja, das sollte bestimmt ein Abschiedsgruß sein (Hauptsache, Ihr seid bald wieder weg). Dabei wäre ich jetzt gerne noch ein paar Tage geblieben



Wir haben dann jeder noch zwei Tassen Kaffee getrunken, Brote für unterwegs geschmiert und nochmals durchgekehrt. Die restlichen Klamotten waren schnell gepackt und um 8:40 Uhr konnten wir die Hüttentür abschließen. Um kurz nach neun war DC (Strom, Schlüssel) erledigt und wir konnten los. Yannik schickte uns wieder über Vrå

Je weiter südlich wir kamen, desto wärmer wurde es. Mittags war dann richtig schönes Spätsommerwetter und wir genossen noch ein paar kleine Pausen in der dänischen Luft. Die letzte verbrachten wir auf dem Rastplatz Ejer Bavnehøj, wo ich ja nur zu gerne das Rätselbild von Hescha in Natura bewundert hätte, aber die Zeit war wieder einmal zu knapp. Wir wollten schließlich im Hellen wenigstens bis Bremen kommen. Und wenn man Hamburg noch vor der Brust hat……



Genau da erwischte es uns dann auch. Nein, nicht die Riesenbaustelle. Die ist ja jetzt nur noch ein etwas größerer Sandkasten. Premiere! Das erste Mal richtig Stau im Elbtunnel. Bevor ich allerdings in Panik ausbrechen konnte, ging es zumindest wieder schrittweise vorwärts. Hab mich dann selber beglückwünscht, dass ich so ruhig geblieben bin

Was sollte jetzt noch passieren? Wir konnten es bestimmt bis Osnabrück schaffen und ich bat Schwager, doch schon mal in den ausgesuchten Unterkünften anzurufen. Er zögerte jedoch und ich wurde ein kleines bisschen (aber wirklich nur ein GANZ kleines bisschen) sauer. Bei Bremen musste ich dann jedoch einsehen, dass er mir wohl meine Glaskugel geklaut hatte. Da standen wir dann nämlich und das nicht nur ein paar Minuten

Schlussendlich schafften wir es bis Groß Ippener (bis Osnabrück wären es bei freier Fahrt – die wir hinter Bremen dann auch hatten noch ca. 1,5 Stunden gewesen). Ok, hätte noch funktionieren können, aber das Risiko war mir einfach zu groß, da man die Hamburger Baustellen jetzt wohl auf die Strecke zwischen Bremen und Osnabrück verlegt hatte. Da Schwager wohl nicht recht wusste, wie man mit einem Smarty telefoniert (wollte ihm schon mein Vorkriegshandy geben ), bin ich dann einfach bis nach Harpstedt zum Hotel Akzent „Zur Wasserburg“ gefahren. Dort war ich im Juni 2017 mit dem MFM und uns hatte es sehr gut gefallen. Die Frage war natürlich, ob die noch zwei Einzelzimmer für uns hatten. Wurscht, wenn nicht würden sie uns „weitervermitteln“, soviel glaubte ich zu wissen (der Chef des Hauses war so ein hilfsbereiter Typ ).

Gegen 18 Uhr hatten wir das Ziel erreicht. UND Glück gehabt! Ja, es gab noch zwei Einzelzimmer, zwar im ersten OG ohne Aufzug, aber das würde ich ja wohl noch schaffen. Wenn ich bedenke, dass wir vor 2 ½ Jahren unter´m Dach mit Hühnerleiter untergekommen waren, sollte das ein Kinderspiel werden. War es zwar nicht ganz, aber den Kran brauchten wir jedenfalls nicht auszuladen

Das Hotel war wieder ganz toll. Familiengeführt. Das Personal ist freundlich und zuvorkommend. Der Sohn ist ein Super Koch. Außerdem ist es sauber und die Preise sind moderat. Was will man mehr? Wir haben dann draußen in einem sehr schönen Ambiente gegessen (wohl jetzt mit Jacken) und sind anschließend auf die ganz guten Matratzen gefallen (in einfachen Zimmern)
Hier mal der Link: https://www.zur-wasserburg.de/



Frühstück und weitere Bilder kommen dann in meinem vorletzten Bericht.

LG Johanna

von Johanna 26.10.2019 21:16

20.09.2019 – Freitag

Wieder mal sehr windig und kühl. Die Sonne zeigte sich nur zwischendurch mal ein wenig. Lugte quasi um die Ecke. Ansonsten – um 10 Uhr Regen. Aber es war ja der letzte Tag und es gab noch einiges zu erledigen (warum muss das nur immer in einen solchen Stress ausarten

Nach dem Frühstück fuhren wir nochmals nach Harerenden zu den Müllcontainern. Dort gab es nicht nur „Gelb“, sondern auch eine Sammelstelle für Batterien und wir mussten diverse Teile loswerden. Außerdem hatte ich am Vortag vergessen, das „Ortseingangsschild“ von Harerenden abzulichten. Sollte unbedingt noch nachgeholt werden. Funktionierte dies Mal auch, weil es keinen Idi gab, der uns vor sich her scheuchte und sich auch genügend Haltemöglichkeiten fanden



Danach ging es dann zum SPAR nach Lønstrup um das Pfand loszuwerden. Und schließlich zumindest für dieses Jahr zum letzten Mal nach Tversted. Nicht, dass es jetzt zwingend notwendig war, noch ein dickes Eis zu verdrücken weil es uns an ausreichender Menge Kolonien fehlte, aber Gier und Vernunft sind nun mal zwei verschiedene Paar Schuhe. Es war uns schon bei dem ersten ultimativen Test vor ein paar Tagen klar gewesen, dass wir – egal bei welchem Wetter – auf jeden Fall noch eine weitere Kostprobe benötigen würden, um die Qualität auch endgültig bewerten zu können. Fazit: schmeckt gar nicht
Den Weg an den Strand ersparten wir uns allerdings. Der war nämlich schon wieder handtuchschmal und wir hatten dummerweise die Taucherausrüstung vergessen



Nun wollten wir noch bei REMA die letzten Reste einkaufen (Lakritz, Brotbelag für die Rückfahrt und was man sonst halt noch so mit nach D schleppt). Auf dem Weg dorthin überlegte ich krampfhaft, wo ich abbiegen müsste um zum Bellevue Udsigtstårn zu kommen. Erstens war ich da schon mal und zweitens hatte ich ihn in diesem Urlaub auch von weitem gesehen. Yannik konnte ich nicht fragen, weil die Adresse nicht in meinem Hirn gespeichert war. Also Knutschi – SUCH! Den Turm kannte Schwager nämlich auch noch nicht und ich war mir sehr sicher, dass er da gerne mal raufkraxeln würde. Tja, Pech gehabt. Leider nicht gefunden. Dabei war das schon richtig, in den Hirtshalsvej zu fahren, bin aber dann wohl zu früh abgebogen . Inzwischen weiß ich es natürlich….
https://visithjoerring.dk/bellevue-udsig...rring-gdk640464

Um kurz nach 15 Uhr waren wir wieder in der Hütte. Es war etwas heller geworden und ich machte noch ein paar Fotos von den „Außenanlagen“. Dann schwangen wir den Besen und packten ein, was nicht mehr benötigt wurde. Kaffee ja, Kage nein. Wir wollten ja abends noch lecker italienern gehen



Um 18 Uhr wurde der Kleine wieder aktiviert (normale Menschen hätten das Auto stehen lassen können, aber ich bin ja nicht normal…… ). Das Restaurant LIDO hatten wir uns schon ein paar Tage vorher für das Abschiedsessen ausgeguckt. Die Karte klang echt verlockend (und was kann man bei Nudeln schon groß falsch machen?).
Alles gut. Die überdachte Terrasse bestückt mit Heizstrahlern und fast komplett geschlossen lud auch bei dem seltsamen Wetter zum Draußen sitzen ein. Der Service war aufmerksam, freundlich und verstand auch unsere Sprache. Außerdem war alles sehr sauber. Wir bestellten beide Spaghetti Scampi. Bin mir jetzt nicht mehr ganz sicher, aber ich meine, das Entgelt dafür lag bei 129,00 Krönchen. Auf der Speisekarte (siehe Link) steht das Futter allerdings für 179,00 Dkk. Entweder irre ich mich also, oder man hat schon mal aufgeschlagen (weil die Küche renoviert wird). Allerdings sind meiner Ansicht nach auch die umgerechnet 24,00 € völlig in Ordnung. Selbst wenn man das auf dem Bild nicht so wirklich sehen kann, die Scampis waren reichlich und wirklich gut, aber halt unter den Nudeln „versteckt“

Wer Interesse hat: Das LIDO befindet sich gegenüber dem ehemaligen Turistbureau von Visittoppen und ist beim Vorbeifahren gar nicht mal so leicht zu entdecken. Ein paar hauseigene Parkplätze gibt es auch. https://restaurantlido.dk/#



Satt und zufrieden ging es danach wieder zurück zum Haus. Schwager tätschelte der Knutschkugel noch den Bauch, ach nee, doch den Scheiben und ich gönnte mir ein letztes Mal einen zauberhaften Sonnenuntergang



Bis dahin

LG Johanna

von Johanna 23.10.2019 22:45

19.09.2019 – Donnerstag

Der vorletzte Tag war fast wieder so schön wie der Vergangene. Es war etwas trüber, aber nicht windig. Deshalb wollten wir endlich nach Harerenden zu der Stelle, wo wir die Asche des MFM im Vorjahr dem Meer übergeben hatten. Das war längst fällig.

Leider war die „Einstiegsstelle“ noch komplett überschwemmt und somit nicht begehbar. Aber da sich die Asche ja wohl auch nicht mehr an Ort und Stelle befinden würde, war das nicht ganz so schlimm. Vermutlich befand sie sich mittlerweile irgendwo zwischen Dänemark und Norwegen oder sonst wo auf/in den Weltmeeren. Uns war auch nur wichtig, nochmals dorthin zurück zu kehren. Leider habe ich die steile Treppe zum „Strand“ nicht geschafft, aber Schwager ist natürlich runter. Das war vielleicht auch ganz gut so, denn ich konnte mich der Tränen nicht erwehren und wollte gerne dabei alleine sein.



Nach diesem Besuch schauten wir uns noch ein wenig um. Viel hatte sich hier nicht verändert, wenn man mal davon absieht, dass der Købmand eine neue Terrasse gebaut und diese mit halbwegs bequemen Bänken bestückt hatte. Das nutzte ich dann gleich aus und genoss noch ein Weilchen den Blick auf die Nordsee.



Schließlich schüttelten wir die Sentimentalität ab und begaben uns auf den Weg nach Grønhøj. Dieser Strand hatte übrigens schon fast wieder seine normale Breite erreicht. SCHÖN

Wie gehabt – Stühlchen raus und Sonne getankt. Schwager war dann erstmal wieder unterwegs und ich konnte ein bisschen dösen. Das ging allerdings diesmal nicht lange gut (nein, nein, keine Wespen oder sonstige geflügelte Tierchen). Zuerst war es nur eine leichte Brise, aber nach und nach wurde es dann kühler. Bin wirklich keine Frierhippe, aber ich musste mir die Strickjacke rausholen, eine halbe Stunde später sogar noch die Windjacke. Bisher hatte ich noch in jedem Urlaub eine Fleecedecke dabei und meist auch genutzt. Diesmal allerdings hatte ich sie – aus den bekannten Gründen (Platzmangel) – zu Hause gelassen. War jetzt aber nicht soooo tragisch, denn wir wollten ja auch noch nach Ingstrup ein bisschen Käse ersteigern. Außerdem hatten wir auf der Herfahrt das erste Mal seit vielen Jahren die Rehe am CP Rollighed gesichtet und die wollte ich unbedingt noch ablichten



So gegen 15 Uhr machten wir uns vom Acker. Leider, leider befand sich auf dem Strandvejen ein aufdringliches Subjekt (Mercedes Coupé) so nah hinter mir, dass ich schon einladend die Kofferraumklappe geöffnet hätte, wenn die Knutschkugel über diese automatische Feature verfügen würde . Das Ende vom Lied war, dass ich NICHT anhalten konnte und somit nicht nur keine Fotos von Elvis 2345 (weil überhaupt nicht zu Gesicht bekommen), den Bangsbo Schafen (weil rechtzeitig aus dem Staub gemacht) sondern auch keine vom friedlich grasenden Rotwild vorweisen kann . Aber noch ist ja nicht aller Tage Abend…..

Nach dem Überfall in der Ingstrup Mejeri ging es weiter nach Løkken zur MENY Kystbageri. Eigentlich nicht schon wieder erwähnenswert, aber….. Da war ein junger Mann. Der Arbeitskleidung nach zu urteilen, ein Elektriker und Deutscher. Wir hatten gerade einen Kuchen entdeckt, der uns gefiel von dem wir aber nichts wussten (Beipackzettel, Beschreibung und Bedienungsanleitung war nicht dabei) und überlegten, ob wir den einfach mal versuchen sollten, als uns besagter deutscher Elektriker(?) ansprach und uns den „Brunsvigger“ als besten Kuchen aller Zeiten anpries. Natürlich haben wir den dann erstanden. Später hab ich mir überlegt, dass das eventuell der junge Mann aus Blokhus gewesen sein könnte (ich weiß den Namen, möchte ihn aber – falls er es denn tatsächlich war – dann doch nicht nennen). Jedenfalls hatte er Recht. „Brunsvigger“ steht jetzt bei uns ganz oben auf der Kage-Liste



Das war es dann auch schon für heute. Ja klar habe ich gekocht und gegessen haben wir auch (nicht nur Kuchen). TV blieb wieder aus und stattdessen wurden die letzten Buchstaben aus der Reiselektüre verschlungen. So ging ein weiterer schöner Urlaubstag seinem Ende entgegen

LG Johanna

von Johanna 20.10.2019 22:31

18.09.2019 – Mittwoch

Pack die Badehose ein…….. Sonne, Sonne, Sonne, ein paar klitzekleine Wölckchen und KEIN Wind (zumindest im „Inland“) !



Na denn mal auf an den Strand, sofern schon wieder einer vom Wasser freigegeben worden war. Wir versuchten es mit Tornby. Ups! Da war er ja tatsächlich wieder. Zwar nur ungefähr die Hälfte vom Original, aber es reichte durchaus, um sich dort niederlassen zu können

Man sollte es nicht glauben, aber der Kleine reichte wirklich aus, um das bisschen Wind, was uns hier sonst noch um die Ohren geflogen wäre, abzuhalten. Klappe auf, Stühle dahinter und es konnte losgehen mit dem Sonnenbaden
In diesem Zusammenhang möchte ich doch mal erwähnen, dass die Knutschkugel eigentlich ein dänisches Fahrzeug sein müsste, wenn es denn noch einen Vertikalstrich geben würde (siehe Bild)……



Und nun? Wir blieben 4 Stunden (in Worten: VIER) an diesem Strand. Schwager begab sich natürlich erstmal auf einen Orientierungstrip, während ich mich ENDLICH in meinem bisher nicht benötigten Stühlchen niederlassen konnte. Und schwupps war ich eingeschlafen. Das ging zwei Stunden gut. Und dann passierte etwas, worüber jeder normale Mensch nur mit dem Kopf schütteln kann.
Vielleicht erinnert sich der oder andere, dass ich die bevorzugte Landebahn für Mücken & anderes Fliechzeuch bin (da kann ich noch so viel streiken, bin immer on!). Wie von der Tarantel gestochen (nein, es nur eine Wespe) fuhr ich plötzlich hoch. Und noch bevor die Augen offen waren, hatte ich den Stachel schon entfernt. Das Biest konnte wohl schlafende Johannas nicht ausstehen und brachte es nachhaltig zum Ausdruck indem sie meine Stirn attackierte. Oh was hatte ich eine Freude für den Rest des Tages
SIE hatte inzwischen die Flucht ergriffen, wohl wissend, dass ich sie nicht ungestraft davonkommen lassen würde. Nun bin ich zwar nicht für körperliche Züchtigung (auch nicht bei Tieren), aber in dem Fall hätte ich schon eine Ausnahme gemacht

Na ja, wie dem auch sei. Es pochte ein bisschen und die Beule machte sich wirklich hervorragend so mitten auf der Stirn, aber erstens hatte ich Lindesa (hilft aber leider nur wenig, bei den Mücken ist das mein Allheilmittel), zweitens wusste ich, dass ich nicht allergisch auf das Gift reagieren würde (man muss ja nicht alles mitnehmen, oder?) und drittens hatte ich im Haus Kortisonsalbe. Bis dahin würde ich den Schmerz wohl aushalten. An einem Tag wie diesen wird man ja wegen so einer Lappalie kaum das Feld respektive den Strand räumen. Nur mit dem Schlafen war es vorbei. Egal. Konnte ich halt ein bisschen die Umgebung beobachten und den Blick auf´s Wasser genießen



Nach besagten vier Stunden überkam uns der Kaffeedurst und da sich der Schmerz inzwischen in Grenzen hielt, beschlossen wir bei Munch einzukehren um hoffentlich einen schicken Apfelkuchen abstauben zu können. Gesagt, getan. Beinahe hätte wir dann aber doch noch Pech gehabt. Gerade als wir vor der Treppe standen, kamen elegant gekleidete Dänen aus dem Restaurant. Wie, schon wieder eine geschlossene Gesellschaft??? Die Anzahl der Autos auf dem PP sprach fast dafür (am Strand war nämlich kaum jemand). Da ich mich nicht umsonst die Feuertreppe hochquälen wollte, schickte ich Schwager rauf um zu erkunden, ob wir eintreten durften und ob es noch was zu knabbern und zum Durst löschen geben würde. Und ja, wir hatten Glück. Die Leutchen die gerade den Abflug gemacht hatten, waren die Letzten der Gesellschaft und wir waren willkommen. Wunderbar! Einmal im Urlaub musste Café Munch schließlich sein



Wir sind dann noch fix nach Hjørring gedüst, haben Føtex die Ehre erwiesen und unser Abendessen zusammengestellt (weder Fisch noch Fleisch, sondern schlicht Backofenpommes und Salat).
Auf dem Rückweg lohnte sich - ebenfalls das erste Mal in diesem Urlaub - ein kurzer Stopp an der Vennebjerg Mølle um die tolle und klare Aussicht auf Lønstrup, den Knude Fyr und das Meer zu erhaschen. Dann aber schnell nach Hause und die letzten Sonnenstrahlen – fast ohne Wind – auf der Terrasse genossen



Was war das für ein herrlicher Tag, von dem „Besuch“ der gelb-schwarzen Dame mal abgesehen. Hoffentlich war uns noch ein solcher gegönnt…….

LG Johanna

von Johanna 17.10.2019 19:03

17.09.2019 – Dienstag

Zum Wetter : Na endlich! Land in Sicht und das sogar im wahrsten Sinne des Wortes. Der Wind/Sturm sollte SCHLAGARTIG um 13 Uhr von dannen ziehen. Es stimmte zwar, dass er friedlicher wurde, aber von SCHLAGARTIG konnte nun wirklich keine Rede sein und mit der Uhrzeit haben es die Frösche auch nicht so wirklich. Aber nun der Reihe nach…..

Morgens sah es aus „wie alles gemischt“, aber ohne Nass. Um 11 Uhr waren es – wie passend – 11°.



Wir hatten uns in Anbetracht der Vorhersage – natürlich unter der Berücksichtigung, dass die Wetterleute mal wieder schwindelten – überlegt „wir machen rüber“ an die Ostsee. Wurde auch Zeit. Dort angekommen, war das Thermometer tatsächlich auf 12° angestiegen und als wir uns Bangsbo Fort näherten, hielten sich Sonne und Wolken gerade gegenseitig in Schach (es stand Remis). Nun, da oben ist ja eh immer windig, deshalb war zunächst schlecht abzuschätzen, inwieweit sich die Damen und Herren von der Wetterfront der Wahrheit genähert hatten. Egal, Kapuze auf und die Aussicht genossen. Ist immer wieder schön und deshalb in jedem Urlaub geradezu ein Pflichtbesuch für uns.
Leider hatten sich die „Bewohner“ verzogen, als sie das rote Etwas den Berg hinauf kriechen sahen. Kein einziges Fellteil kam während unseres ca. einstündigen Aufenthaltes wieder aus der Deckung. Da ich da oben noch nie einen Stall gesehen habe, vermute ich mal, dass einer der Bunker zu einem Solchen umfunktioniert worden war. Wenn das so ist, hat man natürlich auch mit einem Feldstecher keine Chance. Fazit: Die Viecher wissen was sie tun müssen, wenn eine knipswütige Johanna kommt





Früher habe ich das Gebiet oben am Fort immer fälschlicherweise als Pikkerbakken bezeichnet. Das liegt aber etwas unterhalb. Deshalb klingt es vielleicht etwas unlogisch, wenn ich jetzt behaupte, dass der MFM damals nie da hoch wollte, weil er Respekt vor den 16 % Steigung hatte (oder mir nicht zutraute, das Auto da heil hoch zu bringen). Nun aber wollten wir es angehen und endlich den „echten“ Pikkerbakken erkunden. Schwager hat mit sowas keine Probleme. Jetzt ging es also erst mal wieder ungefähr zu einem Drittel runter (gemächliches Gefälle), dann steil rechts rauf (so viel zur Logik). Der Weg war nur halb so schlimm, wie man sich das bei einem Warnschild auf dem 16 % Steigung prangen vorstellen mochte. Jedenfalls hat der Kleine keine Zicken gemacht und mir ist auch nicht der Angstschweiß ausgebrochen
Den hatte ich dann wohl in geringerer Form, als wir auf dem Plateau standen. Ringsrum ist ein ca. 1,5 m hohes Plexi(?)glas Geländer mit Handläufen aus Edelstahl. Also KANN man da eigentlich nicht versehentlich drüber fallen. Aber mir wurde trotzdem ganz anders, als ich mich nah an die Begrenzung heranwagte, weil es dort elend steil runter ging. Das sollte man aber nicht als Maßstab nehmen, weil ja nicht jeder unter Höhenangst leidet. Die Aussicht war es aber wirklich wert. Auf einem Schild konnten wir sehen, wie das beleuchtete Frederikshavn in der Dunkelheit wirkte. Es ist unglaublich schade, dass ich im Dunkeln nicht fahren kann. Das würde ich zu gerne einmal live sehen. Aber das nur am Rande. Kurz und knapp: Ich bin sehr froh, dass wir uns da hoch gewagt hatten. Auch wenn es langsam langweilig wird – ich kann es nur jedem Bangsbo-Besucher empfehlen



Das Bangsbo-Museum, den Park und die Bangsbo-Mølle (Restaurant) ließen wir diesmal ausfallen.

Wie immer fuhren wir dann von dort aus nach Sæby. Mein absoluter Lieblingsort an der Ostsee. Allein schon die Fahrt über den Understedvej Richtung Süden ist eine Sünde wert. Wer das testen möchte und damit zum ersten Mal diese Strecke nimmt, sollte nicht versäumen, nach ca. 3 bis 4 Kilometern den Aussichtspunkt (Parkplatz rechts und links der Straße) einen kurzen Stopp einzulegen. Es lohnt sich .
Auch das haben wir diesmal ausgelassen, man kann ja nicht immer alles mitnehmen. Stattdessen ging es dann bei Understed runter Richtung Meer. Auch das ist eine eindrucksvollere Fahrt als über die E45 (die man selbstverständlich auch nehmen kann). In Sæby gestrandet, parkten wir wie immer – wenn etwas frei war – vor dem Fiskerestaurant Jacobs. Nee, wir wollten da nicht speisen, aber das ist ein ziemlich zentraler Punkt, wenn man erst ein bisschen Yachthafenluft schnuppern und die Frau vom Meer besuchen, sowie anschließend im Café Smeden einkehren möchte.





Ersteres habe ich zu ca. 2/3 mitgemacht, dann war Schluss mit lustig. Zum Glück stehen da ja – wie in DK überall üblich – einige Bänke. Inzwischen war es übrigens ca. 15 Uhr (um mal auf das SCHLAGARTIGE zurück zu kommen) und der Wind war zwar merklich schwächer geworden, aber meine nicht von Taft gehaltene Frisur geriet trotzdem noch durcheinander (ist bei streichholzkurzen Haaren jedoch nicht ganz so tragisch ). Kurzum, das SCHLAGARTIGE hatte sich verspätet, war aber wohl im Anmarsch. Jedenfalls sind wir auf dem Weg zum Café nicht in einen Tornado geraten.

Bei Smeden angekommen, hätten wir sogar riskiert, draußen zu sitzen (ist ja auch schön windgeschützt da), aber für den Gastronom war wohl – wie bei vielen anderen auch – schon Winterschlaf angesagt. Die Tür zum Innenhof war verrammelt. Also gut, dann nehmen wir doch mal die unbequemen Stühle im Inneren
Dafür, dass in Sæby selber irgendwie der Hund begraben schien (kaum ein Mensch zu sehen), tanzte im Café geradezu der Bär . Es waren tatsächlich fünf Tische belegt. Nicht, dass wir jetzt keinen Platz mehr gefunden hätten (schätze, ca. 30 Tische sind vorhanden), aber ich war wirklich erstaunt. Wenn wir in den vergangenen Jahren dort waren, hatten wir meist draußen gesessen und da war immer was los, aber wenn wir „gezwungen“ waren, Indoor unseren Apfelkuchen zu tafeln, waren selten mal mehr als ein/zwei Tische mit Gästen befüllt.
Wie auch immer….. Cappu und Kage waren von bekannter Qualität, aber das Drumherum hat inzwischen doch etwas gelitten. Mal abgesehen von den unbequemen Stühlen (die waren immer schon da), wäre nach meiner Ansicht mal eine gründliche Renovierung oder sogar Sanierung nötig. Sauber ist es, aber wenn man genauer hinschaut, sieht man schon den Putz bröckeln und auf dem Weg zur Toilette riecht man das „Alte“. Es ist jetzt um Himmels Willen nicht so schlimm, dass ich jemanden davon abraten würde, diese Lokalität aufzusuchen, aber First Class sollte man nun nicht gerade erwarten

Normalerweise hätten wir im Anschluss Schnatterheinze gefüttert, aber a) hatten wir wieder kein Brot und b) waren scheinbar keine da (die Tiere sind an diesem Tag wohl alle vor uns geflüchtet). Schwager hat dann doch noch ein paar einsame entdeckt. In dem Flüsschen, welches zum Meer geht, sind ein paar „Steininseln“. Da die Sonne inzwischen richtig schien, hatten die Herrschaften beschlossen, ihren Nachmittagsschlaf dort zu verbringen. Für meine Augen kaum zu sehen, da sie mit dem Untergrund geradezu verschmolzen.

Nun wurde es aber Zeit, sich auf den Heimweg zu begeben. Obwohl ich glaubte, alle Wege vom Osten in den Westen zu kennen, wollte ich doch Yannik mal wieder zum Zuge kommen lassen. Vielleicht hatte er ja noch eine Überraschung für uns parat. Und richtig. Er lotste uns durch völlig unbekannte Gefilde. Ich werde also nie mehr behaupten, mich in der Gegend auszukennen
Eigentlich wollten wir noch nach MENY in Hjørring, aber Pustekuchen. Die Stadt haben wir nur aus der Entfernung „gesehen“. Also sind wir noch schnell nach Løkken gedüst. Der Apfelkuchen war zwar gut gewesen, reichte aber nicht ganz für den Rest des Tages

Es geschahen noch Zeichen und Wunder! Das Wetter hatte sich gehalten und war sogar immer besser geworden, wenn auch nicht mehr als 14° erreicht wurden. Aber immerhin war dem Wind gegen Abend endlich die Puste ausgegangen (SCHLAGARTIG!) und sogar der Mix aus Sonne und Wolken fiel nun zu Gunsten von Madame aus. Endlich mal wieder ein richtig toller Sonnenuntergang. So folgte nach dem schönen Tag auch noch ein sehr erfreulicher Abend mit visuellem Genuss.



LG Johanna

von Johanna 14.10.2019 22:42

16.09.2019 – Montag

So ganz traute ich dem Braten ja nicht…. Die Sonne schien mit ein paar Wölkchen dazwischen und……… der Wind hatte tatsächlich nachgelassen. Es fühlte sich nicht nur so an, sondern es waren tatsächlich NUR NOCH 60 km/h. Fortschritt? Dafür hatte der Sturm aber in der Nacht irgendwas (hab nicht verstanden, um was ging) in Blokhus angerichtet. Spekulativ sage ich mal, dass vielleicht der „ausdemSandgraber“ (Bagger) den heftigen Wellen zum Opfer fiel und sich nun auf dem Weg zum Brexitland gemacht hatte (der Wind kam aus nördlicher Richtung, macht also Sinn). Unser Problem sollte es aber wirklich nicht sein, dass jetzt eventuell den Leichtsinnsfahrern die benötigte Rettung versagt blieb

Sollten wir uns denn mal an den Strand in Løkken wagen? Bevor wir uns auf den Weg machten, holte ich erstmal die imaginäre Glaskugel aus ihrem Versteck und checkte ab, was wir an Kleidung benötigen würden. Dass das Ergebnis nicht im Geringsten mit den wirklichen Gegebenheiten übereinstimmte, werde ich ihr allerdings nie verzeihen

Vermeintlich gut gerüstet mit Windjacken und Zubehör machten wir uns dann auf den Weg. Zunächst ging es nach DC, um die Endreinigung zu löhnen (wozu frage ich mich immer noch). Und dann entschieden wir uns für den Ny Strandvej in Løkken Syd. Fehler? Glaube nicht, denn an den anderen Strandabschnitten sah es gewiss nicht anders aus. Das Wasser stand hoch bis auf die Straße. Die noch anwesenden Badehäuschen mussten jederzeit mit nassen Füßen rechnen, denn so aufgewühlt wie die See immer noch war, würde der Wasserspiegel garantiert noch ansteigen. Um das zu sagen, brauchte ich wahrhaftig keine Glaskugel. Trotzdem gab es immer noch ein paar (bitte den Ausdruck zu entschuldigen) Vollpfosten, die auf die 10 m² übrig gebliebener Sandinsel fuhren. Da kann man sich wirklich nur noch an die Stirn fassen



Eine Weile taten wir uns also dieses Schauspiel an und hatten anschließend Muskelkater im Nacken vom vielen Kopf schütteln
Bloß weg hier! Ok, also kein verträumter Tag im Freien und am Strand, sondern wieder eine Indoor-Veranstaltung. Nun wollte ich Schwager schon seit ein paar Jahren in das Geheimnis des Ravgården in Sønderlev (Museum und Butik) einweihen, aber irgendwie waren wir bisher nie dazu gekommen. Jetzt erschien es mir sinnvoll mal mein geballtes Wissen über Bernstein (nämlich fast gar keins) an den Mann zu bringen. Da Schwager eh für seine Häuslehüterin ein kleines Geschenk benötigte, konnte man so ja zwei nützliche Aktivitäten (lernen und Kronen verteilen) miteinander verbinden

Wie ich bereits vermutet hatte, gefiel es ihm in der Butik. Er konnte sich kaum losreißen von der ganzen Pracht, geschweige denn sich für etwas entscheiden, was der Nachbarin auf gefallen würde. Da konnte ich dann aber mit meinem prallen Wissen (in dem Fall stimmt das sogar) nachhelfen, denn ich kenne die Dame auch sehr gut. Alter, Größe, Gewicht und Geschmack sollten berücksichtigt werden, aber Männer tun sich da manchmal etwas schwer. Nun, letztendlich wurde es dann ein hübsch verpacktes Schächtelchen mit einer Insektenkette, die auch offensichtlich Anklang gefunden hatte

Hier noch der Link: https://ravgaarden.dk/
Für einen Tag wie diesen kann ich einen Besuch nur empfehlen. Nur mit Kleinkindern sollte man vielleicht etwas vorsichtig sein. Eintritt ist frei. Es steht eine Sammelbüchse für freiwillige Spenden bereit. Wobei wir nix gespendet, sondern den Einkauf bezahlt haben





Als wir das Haus verließen, schien die Sonne doch tatsächlich immer noch, aber der Wind verbot weiterhin jegliche Strandaktivitäten (Nickerchen, Lesen, Muschelsuche…..). Wir waren ja fast schon in Hjørring und deshalb entschied ich – diesmal ganz alleine – dass wir es mal in Svanelunden versuchen sollten. Wie ich mir gedacht hatte (auch dafür benötigte ich keine Kugel), war Schwager nicht sonderlich begeistert, aber trotzdem einverstanden

Wir kamen gerade zur richtigen (Kita)Zeit. Die jungen Enten veranstalteten ein regelrechtes Spektakel mit Fangen, sich um die Wette putzen und Flugübungen, sowie die Versuche ÜBER das Wasser zu laufen (soviel ich weiß, ist das aber bisher noch keiner Ente gelungen). Wir blieben ca. 1,5 Stunden bei einem an diesem Ort mäßigen Wind, erfreuten uns an der Spielgruppe und lachten über die „Alten Herrschaften“ die in Scharen angelaufen kamen um Brot zu schnorren, was wir leider wegen des Spontanbesuches nicht dabei hatten
Schwager bereute es nicht, meiner Eingebung gefolgt zu sein. Der kleine Park im Sonnenschein mit dem Schwanenpaar, den Schnatterheinzen und den Teichhühnern ist aber auch einfach nur schön anzusehen (ok, ist natürlich Ansichtssache)

Der Park selber hat keine eigene HP, nur das Restaurant, aber hier kann man sich trotzdem ein Bild machen:
https://www.toppenafdanmark.de/toppen-af...unden-gdk643031



Nun noch fix bei Føtex reingesprungen und für das leibliche Wohl gesorgt. Dann war der Tag auch schon wieder zu ¾ rum, aber Madame war immer noch da – entgegen aller Voraussagen der Meteorologen/Frösche
Warum nennt man Meteorologen eigentlich auch Wetterfrösche? Weil die so oft in Märchen vorkommen

Unglaublich, aber wahr! Die Sonne hielt bis zur Dämmerung durch. Allerdings war es immer noch sehr windig (Florida oder doch DK?). Aber angeblich sollte es ja ab dem nächsten Tag besser werden. Ich hatte da so meine Zweifel (siehe oben)…..

Was wir gefuttert haben, weiß ich nicht mehr (jedenfalls keine Frösche), weil mal wieder vergessen, eine Notiz zu schreiben. Was mir aber im Gedächtnis geblieben ist – der Ausklang des Abends fand im Wohnzimmer zusammen mit unseren Büchern statt.

LG Johanna

von Johanna 12.10.2019 23:53

15.09.2019 – Sonntag

Sonne? Nun ja, sie war zwar da, hatte sich aber hinter den Wolken verkrochen. Stürmischer Wind wie gehabt, wenn nicht sogar noch einen Deut heftiger als am Vortag. Irgendwie wirkte es wie im November, wenn man mal von den Temperaturen absah



Die Strände waren inzwischen Handtuchschmal. Machte also keinen Sinn, sich dort besanden zu lassen. Stattdessen überlegten wir uns eine Fahrt „in den Süden“. Zuerst sollte es in den Løkken Fiskepark gehen und dann ins Museum for Papirkunst nach Hune. Auf ging’s!

Wow! Der Kleine wollte bei der Windgeschwindigkeit nicht so recht gehorchen. Ich musste ganz schön aufpassen, dass er nicht ausbrach (so klein und schon so frech ). Nichts desto trotz war ich stärker und schaffte es auch den Fiskepark anzusteuern. Boah, der Zufahrtsweg war mal wieder Obersahne . Normalerweise konnte ich mit der Knutschkugel ganz gut Slalom fahren und die Schlaglöcher umgehen. Hier war das nicht möglich, da es mehr Löcher als Straße gab .
Irgendwie haben wir dann aber doch das Ziel ohne Achsbruch erreicht. Erstaunlicherweise hatten noch viele andere Leute den Einfall gehabt, sich einen schönen Tag in diesem wirklich hübschen Park zu machen. Ich habe allerdings keine Ahnung, ob die auch angeln wollten . Geht das überhaupt bei solch stürmischen Wetter? Egal, Schwager ist los um sich umzusehen. Ich bin auf dem PP geblieben und hab lieber ein paar Bildchen geknipst und dann ein kleines Nickerchen gemacht (bequem geht aber anders )



Im Anschluss ging es weiter nach Blokhus bzw. Hune ins Center for Papirkunst (warum sich das auch Museum schimpft, entzieht sich meiner Kenntnis). Das Papierteil liegt gegenüber von ALDI und war deshalb leicht zu finden. Zum Glück waren nur ein paar Autos da. So konnte ich den Kleinen parken ohne Gefahr zu laufen, mit der Türe ein paar Schrammen in fremden Eigentum zu hinterlassen

Das war mal etwas völlig Ausgefallenes. Nicht ganz preiswert (80,00 Krönchen pro Nase) und auch nicht riesig groß. Selbst wenn man sich alles genau anschaut und nur die Caféteria auslässt, ist man in einer guten Stunde durch. Das ist wirklich Kunst (nach meiner bescheidenen Ansicht). Kommt leider auf den Bildern nicht so gut rüber. Deshalb hier mal der Link:
https://museumforpapirkunst.dk/de/thuis/

Ach ja, das Kino und die Werkstatt haben wir auch ausgelassen. Ersteres war auf Dänisch und zum Basteln hatten wir nun wirklich keine Lust (ich bin in sowas eh Grobmotoriker). Wenn man dort mit Kids einläuft, ist das aber bestimmt einen Versuch wert
In der unvermeidlichen Butik gibt es viele hübsche – mehr oder weniger nützliche – Dinge zu erwerben, für die man allerdings teilweise auch mal ein bisschen tiefer in die Tasche greifen muss.
Insgesamt kann ich diesen Besuch nur wärmstens (im wahrsten Sinne des Wortes) empfehlen. Es war nicht windig und die Heizung war auch an







Wir waren dann so mutig und sind noch zum Strand nach Blokhus gefahren, haben aber auf der Stelle wieder kehrtgemacht. Ich muss ja nicht extra betonen, dass mein Kleiner ein Auto ist und KEIN Boot, oder? Allerdings war dort genauso viel Betrieb wie immer. Die Wagen standen jedoch sehr gedrängt, denn viel vom Strand war nicht mehr übrig (aber es reichte noch, um den extremen Sandflug SEHEN zu können) . Soll heißen, es war alles zugeparkt. Manche Leute haben wirklich Nerven aus Stahl
Dazu möchte ich gerne noch erwähnen, dass Stürme und die aufgewühlte See ja wirklich was haben, aber doch nicht eine ganze Woche lang im September

Wieder zurück auf dem Weg nach Lønstrup hielten wir nochmals kurz in Hune beim Kulturhuset. Die Sandskulpturen wollten wir uns zwar nicht anschauen, obwohl die erstaunlicherweise noch gut erhalten waren (vermutlich haben die Sandbauer wegen des vorauszusehenden frühen Herbstwetters außergewöhnlich viel „Konservierungsstoffe“ hinzugefügt ). Wir waren dann noch kurz im Foyer des neuen Kulturhauses. Das kannten wir in der Realität noch nicht. KURZ ist hier wörtlich zu nehmen. Da ich die Nussknacker (Mikas Suchbild) nicht sofort gefunden habe und mir da auch zu viel Betrieb war, wollte ich nun möglichst schnell wieder to home.



Nun aber wirklich zurück. Nein, halt! In Saltum war doch was…..!? Richtig, der einzig wahre MENY an der Nordseeküste . Also kehrten wir dort ein und kauften ein bisschen Zubehör für die Abendmahlzeit. Unter anderem Fisch, den ich eigentlich am Strand in Blokhus erstehen wollte. Der Fiskeheinz war aber nicht da, also schlug ich hier zu. Diese Fischtheke kann ich ebenfalls empfehlen. Ist sogar noch einen Tick besser als in Løkken (wen wundert’s?). Leider bekam ich aber wieder keinen Rotbarsch, so wie mein Rezept für eine Fischsuppe vorsah. Wir haben uns dann für Dorsch entschieden. Sollte wohl auch schwimmen
Die Bageri fanden wir jetzt allerdings nicht so prickelnd. Lag aber vielleicht auch daran, dass es inzwischen schon nach 16 Uhr war. Da wir jedoch Appetit auf lecker dänischen Kuchen hatten, wurde noch ein weiterer Stopp eingeplant. Da es ja am Weg lag, fuhren ein zweites Mal an diesen Tag einen MENY an. Der hat uns aber nicht gesehen, sondern nur die Kystbageri. Dort gab es noch Auswahl und wir schlugen dann auch gleich richtig zu…..

Wie schon erwähnt, begann ich nach einem schönen Kaffee in der Küche herum zu fuhrwerken um besagte Fischsuppe zu kreieren. Hatte ich lange nicht mehr gemacht und natürlich das Rezept (aus Platzgründen ) nicht mit. Ist mir aber trotzdem ganz gut gelungen

Wieder war ein Tag mit zahlreichen mehr oder weniger schönen Eindrücken vorbei und wir machten es uns zum Abschluss mit unseren Büchern einfach nur noch gemütlich.

LG Johanna

von Johanna 10.10.2019 22:18

14.09.2019 – Samstag

Am Morgen befanden sich mehr Wolken (keine Schäfchen) als blaue Flecken am Himmel. Die Sonne versuchte zwar, sich durchzusetzen, zog aber die meiste Zeit den Kürzeren. Dafür hatte der Wind etwas nachgelassen (war aber nur eine Atempause) und die Temperatur betrug so um die 15°.

Eine Woche war rum und wir vereinbarten für die Nachfrühstückszeit einen kleinen Hausputz. Dann würden wir sehen was sich die Frösche bis dahin hatten einfallen lassen, um uns entweder ins Freie oder in ein Museum/eine Galerie zu locken

Mittags entschieden wir uns dann für Ersteres. Der Kampf am Horizont tobte zwar noch immer, aber inzwischen waren sie sich so ziemlich ebenbürtig. Also los, auf nach Tversted! Wir waren echt neugierig, ob det blå ISHUS nun vor sich hingammelte oder vielleicht unter neuer Leitung weiterhin tolles Eis anbot. Es war immer noch sehr windig, aber gegen den Vortag fühlte es sich an wie ein laues Lüftchen. Da kann man sich ja schon mal ein kleines Eis – ohne Sanddeko – gönnen

Als wir in Tverstedt ankamen ist Schwager erst mal bei Spar rein (ich glaube, wegen der Tageszeitung). Dann weiter bis zur Tannisbugt. Das erste, was wir feststellen konnten…. alle drei Eisbuden hatten geöffnet. Bei den beiden oberen (gelb und weiß) war das um diese Jahreszeit und bei DEM Wetter schon echt verwunderlich, aber dass det blå ISHUS in Betrieb war, fanden wir schon mal äußerst cool. Na, dann mal sehen…..

Zunächst ging es an den Strand. Der war tatsächlich noch vorhanden, was jetzt kein Witz sein soll, denn in den nächsten Tagen sah es am Wasser doch etwas anders aus. Aber dazu in den folgenden Berichten mehr. Viel Betrieb war nicht, aber das war auch verständlich. Es ist ja nicht besonders angenehm, sandgestrahlt zu werden. Wenn es anfängt trotz Stirnband in den Ohren zu knirschen, sollte man besser den Rückzug antreten. Dieser Philosophie folgen wir dann auch



Und nun kam der große Augenblick. War das Eis noch so „schmeckt nach viel mehr“ wie in den Vorjahren? Wir wurden nicht enttäuscht. Egal, wer auch immer jetzt das Sagen in der Bude hat, er/sie hat auch begriffen, wie man Stammkunden gewinnen und halten kann. Für uns jedenfalls steht fest, dass wir – wenn wir nochmals nach Nordjütland kommen – det blå ISHUS nicht außen vor lassen



Nachdem wir unser „Mittagsmahl“ verspeist hatten, ging es weiter nach Tornby. Da Wochenende war, nahmen wir an dass der Bagger vor dem Elbækvej sich in den wohlverdienten Ruhezustand begeben hatte und die Zufahrt ungehindert gewährleistet war. Genauso fanden wir es dann auch vor. Zwei Hausjes begutachtet und in eines haben wir uns gleich verguckt. War das ein Unterschied zu unserem jetzigen Domizil! Obwohl nicht bewohnt, war es blitzsauber (etwas anderes habe ich bei Frau Munch aber auch nicht erwartet), außerdem gut aufgeteilt und das riesige Grundstück von Wind abweisendem Grün umgeben. Gefiel uns

Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass Schwager beim nächsten Mal – sofern es denn ein nächstes Mal gibt – lieber wieder an die Ostsee möchte. Demnach hätten wir uns nämlich den Besuch bei Frau Munch sparen können. Aber immerhin, da sie internetmäßig noch nicht im Jahr 2020 angekommen war, nahmen wir wenigstens mal einen Papierkatalog mit und erfuhren, dass man ihre Häuser auch mit ER buchen kann (das steht nämlich nirgendwo). Das ist für mich eine Grundbedingung

Den Strand sparten wir uns, denn Herr Wind hatte wohl ausgeschlafen und meinte sich wieder verstärkt bemerkbar machen zu müssen. Also starteten wir durch nach Hjørring und fielen über REMA und die gegenüber liegenden Tanke her. Dann ging es wieder zurück nach Lønstrup. Der Himmel….. Eigentlich mal ich ja die Farbe Grau, aber so gehäuft und dann am Horizont? Muss nicht unbedingt sein, aber was soll man tun? Genau! Machen wir das Beste draus

Der Abend verlief wie immer. Kochen, essen, lesen. Halt Entspannung pur

LG Johanna

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