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von Johanna 03.10.2019 00:31

09.08.19 – Montag

Trübe Aussichten bei 14°, (noch) leichtem Regen und alles grau in grau.....



Positiv ist dagegen anzumerken, dass der Lønstrup-Elvis sich Gehör verschafft hatte. Es gab also einen solchen. Leider blieb er aber unsichtbar. Konnten wir nur hoffen, dass er es sich noch mal anders überlegen würde…..

Nach dem Frühstück sattelten wir unser braves Fortbewegungsmittel und machten uns auf die Reise nach Løkken. Diesmal nicht zur Mole, sondern nach Vittrup. Da befindet sich das DC Büro. Wir wurden freundlich empfangen und ließen dann höflich unsere Beschwerden vom Stapel. Was die Fenster betraf, ernteten wir nur ein Schulterzucken und die Aussage, dass dieselben nur alle vier Wochen geputzt würden. Ich war einigermaßen verblüfft, denn bisher hatte ich angenommen, dass der ER Preis wegen der Fenster so hoch war. Eigentlich ein bisschen unverschämt, dass man fast 150,00 € berechnet für ein bisschen hin und her wischen und vielleicht noch mit dem Lappen Staub verteilen, sowie den Einsatz des Saugers. Also zahlen doch im Schnitt zwei bis drei Familien (das Haus war bis dato komplett gebucht gewesen) für einmal Fenster putzen. Und wenn man Pech hat – so wie wir – dann sind die vier Wochen noch nicht rum und man bekommt statt der Aussicht bunte Bilder präsentiert (hat ja auch was ). Ich vermute allerdings mal ganz stark, dass die vier Wochen noch gestrunzt sind, schon allein deshalb, weil das Küchenfenster nach Osten raus ging und völlig geschützt lag. Aber DC behauptete, es hätte in den letzten Wochen sehr viel Regen gegeben…. Genug davon, sonst steigt wieder mein Blutdruck.

Fernbedienung und Beleuchtung waren nicht das Problem. Sie würde dem Eigentümer Bescheid geben und dann käme wohl bald jemand. Wir sollten dann mal im Haus bleiben. Unter normalen Umständen hätten wir da protestiert, aber bei dem Wetter konnten wir ja ruhig einen Gammelnachmittag einschieben
Fällt mir gerade so im Nachhinein ein - hätte wir ja eigentlich auch statt zu gammeln die können.

Nachdem wir bei der INGO in Løkken getankt und uns den neuen MENY zumindest schon mal von außen angesehen hatten fuhren wir über Nr. Lyngby zurück. Ich mag die Strecke eh viel lieber als die langweilige 55 und zu Mortensen mussten wir ja nicht.

Dann hieß es warten, warten… Schwager saß ein wenig auf heißen Kohlen, denn abends war Quali angesagt. Nordirland gegen Deutschland. Da ich manchmal tatsächlich über einen sechsten Sinn zu verfügen scheine, war ich ganz ruhig. Meine Ahnung sagte mir nämlich, dass man sich das Spiel nicht unbedingt ansehen musste (lag aber eventuell auch an meinem spannenden von Arne Dahl)

Um 17:30 Uhr tauchte dann tatsächlich ein Techniker auf. FB hatte er keine dabei, aber er weihte Schwager in die Geheimnisse des TV´s ein. Man konnte das Teil doch tatsächlich auch ohne diese neumodische Bequemlichkeit ein- und umschalten. Somit war alles gut. Dem Jubel stand nichts nun mehr im Wege.
Na ja, ich hab dann auch mal zugeschaut und mich – wie vermutet – tierisch gelangweilt. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Deutschen sich noch 20 Jahre auf ihrem 2014 erworbenen Titel ausruhen wollen

Der Techniker wollte dann am nächsten Tag noch mal reinschauen, die FB bringen und die restlichen defekten Halogenleuchtmittel austauschen. Er hatte nämlich tatsächlich nur eine für die Dusche dabei. Das hieß dann also erneut Erholung pur

Zum Abendessen habe ich eine Bio-Gemüsepfanne mit reichlich Knobi gezaubert (Schwagers Appetit nach zu urteilen, kann ich mit dem Kochlöffel besser zaubern als unsere Fußballer auf dem grünen Rasen… )

Geendet hat der Abend mit stetigem, gleichmäßigem Regen, aber noch ohne großartigem Wind. Somit konnte ich mich (noch) auf der sogenannten Ü-Terrasse zum Qualmen aufhalten

Bilder habe ich seltsamerweise irgendwie vergessen (außer das obige).

Bis zum nächsten Mal

LG Johanna

von Johanna 02.10.2019 00:41

08.09.2019 – Sonntag

Lieben Dank für Eure netten Kommentare und die tollen Fotos vom Vejle Fjord plus Mega-Eis

Was hatte ich am Vortag gedacht? Das Haus liegt ruhig? Schon wieder ein fataler Irrtum! Am „frühen Morgen“ fuhr ein Auto nach dem anderen durch die Ferienhaussiedlung und dann kam auch noch die Politi. Was war passiert? Wir konnten leider nicht in Erfahrung bringen, ob es sich um Eierdiebe oder vielleicht sogar um einen Elvis-Mörder handelte. Somit muss ich diese Geschichte wohl offen lassen

Nach dem Frühstück war dann wieder Ruhe eingekehrt. Und was macht man am ersten Tag, wenn man in Lønstrup urlaubt und das Wetter es zulässt (also wir zumindest)? Man fährt natürlich nach Løkken zur Mole. Es gab keinen Hinderungsgrund wie Regen, Schnee oder Nebel und der Wind war gerade mal eine leichte Brise. Sonne und Wolken zeigten sich bei max. 18° von ihrer besten Seite. Da MUSSTE man doch einfach los sprinten

Apropos Sprinten…. Mit Parkplätzen vor dem Pavillon sieht es echt düster aus. Mehr als die Hälfte ist einer Skaterbahn gewichen. Somit mussten wir die kleine rote Kiste wieder wenden und beim ehemaligen Spar (jetzt WESTWIND) parken. Schwager ist noch nicht ganz so angeschlagen wie ich und SPRINTETE gleich los. Aber ich muss zugeben, dass er sich schnell umgestellt und meinem Oma-Tempo angepasst hat (auf dem Weg bis zum Strand habe ich drei Pausen einlegen müssen). Irgendwann kamen wir aber trotzdem an und das im wahrsten Sinne des Wortes. Als ich nämlich auf der Mole saß, hatte ich endlich das Gefühl „wieder zu Hause zu sein“.
Es war erstaunlich viel Betrieb. Auf der Mole ging es fast zu wie auf einem stark frequentierten Hauptstadtbahnhof. Aber ich – die sonst nichts mehr als Ruhe liebt (wenn ich nicht gerade selber jemanden zutexte) – habe es einfach nur genossen. Die Badehäuschen waren fast alle noch da und einige Angler hielten hoffnungsvoll ihre Ruten ins Wasser. Kurzum – hier war Leben drin

Ich hab ein paar Bilder mitgebracht, allerdings nicht nur von Løkkens Highlight, sondern auch vom Morgen, als die Sonne (Küche lag nach Osten) erbarmungslos durch die verdreckten Fenster auf den ganzen Staub fiel. Habe auch nicht vergessen, bei unserer nächsten Station die Knipse zu zücken

Der Rückweg zum Parkplatz wurde nur durch zwei kurze Sitzpausen unterbrochen (konnte vielleicht doch noch was werden mit dem Laufen….), aber ich war dann doch froh, wieder in die Minikiste einsteigen zu können. Für meine Verhältnisse hatte ich schon einen halben „Gewaltmarsch“ hinter mir. Der nächste Anlaufpunkt war – wie kann es anders sein – die Hühnerfarm Mortensen. Hier hat sich – so glauben wir – nichts verändert. Ok, Emma und Britta werden wohl inzwischen die Ururur……. Enkel von der ehemaligen Besetzung sein, aber die Familienähnlichkeit ist so groß, dass das gar nicht auffiel. Wir haben uns dann mal mit deren Erzeugnisse versorgt und mussten feststellen, dass auch diese qualitativ nicht gelitten hatten. Ist aber eigentlich auch keine große Überraschung, denn ich habe in meinem Leben nur ganz selten so glückliche Hühner gesehen (na gut, „mein“ Biobauer lässt seinen Viechern auch die große Freiheit)

Nun aber auf zum großen Geldausgeben. Heute sollte es – auch wie immer – REMA 1000 in Hjørring sein. Die haben einfach ein paar Produkte, die es in den großen Supermärkten nicht gibt. Uschi und Yannik hatten Pause. Ich hab Weg aber dann trotzdem „gefunden“
Nach dem Einkauf begann Schwager sich gerade mal wieder als Packkünstler zu betätigen, da wurden wir plötzlich auf Deutsch angesprochen. Eine Frau mittleren Alters, bisschen ungepflegt und ganz in Schwarz, aber mit einer auffallenden Goldkette (sofern sie echt war) hatte sich genähert und wollte wohl ein Pläuschchen halten. Ich gebe jetzt hier nichts von dem wieder was sie uns erzählt hat (von wegen übler Nachrede), aber wir fanden das Ganze schon etwas seltsam, vor allem da sie sich scheinbar sehr für unser Kennzeichen zu interessieren schien. Ist aber nix passiert….

Dann ging es wieder zurück zur Hütte. Das Wetter wollten wir noch ausnutzen und ließen uns deshalb mit Kaffee und Kage auf der Terrasse nieder. Ehrlich gesagt, mussten wir sogar den Sonnenschirm zur Arbeit zwingen, da Madame es reichlich gut mit uns meinte. Ich habe dann auch abends versucht, den Sonnenuntergang auf Zelluloid zu bannen, aber das ist leider total in die Hose gegangen

Nun stand ich zum ersten Mal an DIESEM Induktionsherd. Im Grunde sollte ich mich damit ja nun mittlerweile auskennen, aber auch im aktuellen Fall – wie schon so oft zuvor – bekam ich das Ding nicht zum Leuchten. Wie gut, wenn man dann einen Schwager sein eigen nennt, der (fast) jede Maschine zum Laufen bringt
Beim Kochen fiel dann auf, wie gut diese Küche wirklich bestückt war. So eine tolle Knobipresse habe ich nicht mal zu Hause (und die ist schon klasse) und meine scharfen Messer (eins der wenigen Dinge, auf die ich nie verzichte) hätte ich tatsächlich daheim lassen können. Übrigens gab es auch jede Menge Kuchengabeln, was wohl eine ganz große Ausnahme in dänischen Ferienvillen darstellt. Wir jedenfalls hatten noch nie mehr als zwei Stück, wenn überhaupt

Abschließend zu diesem Sonntag muss ich noch vermelden, dass ich beinahe das Schlafzimmer gewechselt hätte. Als ich mich in den Schlabberlook schmeißen wollte, entdeckte ich eine Riesenameise am Fenster. Unter diesem befand sich außen das Fischwaschbecken oder wie sich das nennt. War da das Nest? Nach meiner Feststellung, dass das Krabbeltier sich wohl nur verirrt hatte und ohne weitere Begleitung eingebrochen war, habe ich es zwar eliminieren müssen, konnte mir aber den Umzug sparen. Lediglich mit dem Fenster war ich danach etwas vorsichtiger

So, das war es für heute. Im Anschluss dann noch ein paar Schnappschüsse.









LG Johanna

von Johanna 30.09.2019 00:48

07.09.2019 - Samstag

Zunächst einmal herzlichen Dank für Eure Kommentare

@ Zuelli
Glaube, ich krieg das selber hin (ganz stolz auf mich bin )

@ Jaleni
Das könnte sich rausstellen, wenn Du noch weißt, wann Ihr wo gewesen seid

Nach einem gemütlichen Frühstück ritten wir um 10 Uhr vom Hofe . Wir hatten uns Zeit gelassen, da mit größeren Staus ja eigentlich nicht mehr zu rechnen war. Was für ein Irrtum! Schon nach der Aktivierung von Uschi stellte sich heraus, dass sie uns mitnichten zurück auf die A7 scheuchen wollte. Es ging durch malerische Dörfer und über einige Landstraßen, bis wir in Padborg (an das wir schreckliche Erinnerungen hatten) wieder auf die Bahn durften. Nun ja, damit hatten wir den Stau vor der Grenze (3 Km?) glücklich umfahren und die Strecke war bis auf das scheußliche Gewerbegebiet in o. g. Stadt sehr schön

Ach wie herrlich, auf der E45 zu sein. War zwar viel Verkehr, aber es floss zügig (oder auch gemächlich – je nachdem wie man es sieht) bis kurz vor Vejle. Dann ein schneller Schlag auf den roten Knopf und schon standen wir. Unfall. Eine Stunde ging fast gar nix. War im Grunde nicht schlimm, denn es war ja Zeit genug. Ein bisschen hab ich mich nur geärgert, weil es nicht beim Überfahren des Fjords passiert war. Schon ewig hatten wir uns nämlich vorgenommen, dort mal abzufahren um diese so wundervoll wirkende Landschaft zu erkunden. Ok, das müssen wir uns für die Zeit DANACH (Arbeitsleben) aufheben. Wenn wir dann noch fahren können, nehmen wir uns vier Wochen Zeit und ich buche uns mal ein B & B direkt am Fjord. Aber ich weiche schon wieder ab – Sorry

Danach lief es wieder sehr gut. Uschi führte uns über Vrå und die Strecke war tatsächlich um einiges kürzer, als unser bisheriger Weg (Abfahrt Brønderslev), wenn wir in den Norden wollten. Somit standen wir dann um 15:10 Uhr bei Fuß, respektive bei DanCenter in Løkken vor deren Theke. Schlüsselübergabe problemlos. Zumindest DAS war ja auch zu erwarten.

Dann der große Augenblick! Von außen sahen Grundstück und Haus noch ganz manierlich aus. Nach dem Aufschließen der Haustür fiel allerdings sofort auf, dass hier kein Eigentümer mehr saubermachte. Die Fenster waren eine Katastrophe und das ist nicht übertrieben. Das ehemals so saubere Haus war dem kölsche Wisch zum Opfer gefallen
Ich hatte es fast geahnt. Im Juli hatten die Besitzer gewechselt. Als ich las, dass die Hütte 2020 im September fast das Doppelte kostet, bin ich schon misstrauisch geworden. Vorher gab es ca. 25 Rezensionen mit 4,5 bis 5 Sternen und die Sauberkeit wurde immer hoch gelobt. Da MUSSTEN die Vermieter selber am Werk gewesen sein. Darauf hatte ich mich echt gefreut, weil wir diese Unterkunft schon vor drei Jahren ins Auge gefasst hatten, aber immer wenn wir buchen konnten, war das Teil belegt. Und nun sowas! Leider war es viel zu spät gewesen, um noch umdisponieren zu können. Jetzt mussten wir also damit leben. Ok, ich bin wirklich kein Pingel, deshalb habe ich die Wollmäuse großzügig und größtenteils zunächst mal „übersehen“. Was man jedoch nicht einfach mit einem Achselzucken abtun konnte, war die fehlende FB des TV und ohne lief das Ding scheinbar nicht. Und in „meiner“ Dusche war kein Licht. Auch der Rest des Bades erinnerte – was die Beleuchtung betraf – eher an eine erotische Spielwiese mit Whirlpool. Das ging gar nicht! Gemauerte Dusche mit schwarzem Vorhang und ein Miniaturabsatz, den ich ohne Brille schon im Hellen kaum gesehen habe. Na warte DC – wir kommen !!!

Ansonsten war alles da, was man im Urlaub eventuell so brauchen könnte. Da zeigte sich wieder, wie sich die vorherigen Eigentümer ihren Gästen gegenüber verpflichtet gefühlt hatten. Dass wir in Geschirr und Besteck ertranken, lag aber eher daran, dass das Häuschen für 10 Personen war und hatte den Nachteil, dass es keinen freien Platz für selbst eingekaufte oder mitgebrachte Lebensmittel bot. Im Moment war das ja nicht tragisch, weil ich nur Minimalbestückung mitgebracht hatte, aber wir wollten/mussten ja auch einkaufen… Geht aber alles, wenn man will

Die Schränke in den Schlafzimmern sahen nicht viel besser aus. Die Hälfte war mit Büchern, zusätzlichen Bettdecken/Kissen, Auflagen für die Gartenmöbel, sowie Putz- und Bügelkram belegt. Für uns war auch das nicht wirklich ärgerlich, weil wir einfach in zwei Zimmern die Schränke geleert und den Krempel in den beiden anderen SZ untergebracht hatten. Abgesehen davon, waren wir natürlich auf Grund des "großzügigen" Platzangebotes in der Knutschkugel auch mit der Kleidung sparsam gewesen. Genug gemeckert (für´s Erste – geht aber gleich weiter )

Wir also ausgepackt, Betten bezogen und Kaffee getrunken. Nun sollte es zum Essen gehen. Und wie sehr hatte ich mich auf MAMA ROSA gefreut. Das letzte Mal in Lønstrup (Juni 2017) waren der MFM und ich zum Abschiedsessen dort und sehr angetan. Aber weil ich manchmal unter Vorahnungen leide, hatte ich alternativ eine Woche zuvor nachgesehen, ob das Café Karlsson schon in den Winterschlaf gefallen war, oder man sich noch die Septembergäste antun wollte. Einen Tag, bevor es dann losging, rief ich die Seite erneut auf und musste feststellen, dass man Spätsommergäste wohl nicht so richtig mochte. Ab sofort hatte Karlsson nämlich zwar weiterhin täglich geöffnet, allerdings nur noch bis 16 Uhr. Damit war das Ankunfts-Abendessen in dieser Lokalität schon mal hinfällig. Wir haben übrigens in all den Jahren den Laden nie Åbent gesehen

Somit bleib nur der Italiener – dachte ich zumindest. Als wir dort ankamen, mussten wir nämlich feststellen, dass er wohl genug verdient hatte und in Rente gegangen war. Nach Winterschlaf sah die Lokalität jedenfalls nicht aus. Was nun? Ok, dann mal auf zum CP, dort gab es ja auch ein Restaurant. Um es kurz zu machen – wir haben uns in der Tür gleich auf dem Absatz wieder um 180° gedreht und gemacht, dass wir schleunigst davon flogen. Vor 20 Jahren wäre ich noch ohne Hintergedanken in so eine Kneipe gegangen, aber heutzutage kann ich es einfach nicht mehr ab – schon gar nicht in einem Speiselokal – wenn sich kalter Rauch mit abgestandenem Biergeruch mischt und das, obwohl ich selber Raucher bin und ab und an durchaus auch mal ein Bierchen zische. Ja, ja ich bin eine alte Meckerliese

Tja, was blieb noch übrig? Ich kannte nur noch das Café Kysten (neben Karlsson) und hatte total süßen, türkischen Kuchen aber fantastischen Cappu in Erinnerung, allerdings auch die Atmosphäre einer Werkskantine. Egal, wir hatten Hunger! Also nix wie hin. Die Preise auf der Tafel sprachen nicht gerade für einen Gourmet-Tempel. Das war uns inzwischen aber relativ schnuppe. Wir mussten ja voran machen, denn spätestens um 20 Uhr sollten wir wieder im Haus sein. Neiiiiiin, nicht wegen Fußball (ging ja eh nicht), sondern weil ich im Dunklen keine Chance auf den schmalen und teilweise unbekannten Straßen hatte. Der Twingo kannte den Weg noch nicht, Schwager ist ja nicht im Besitz eines Waffenscheins und Uschi/Yannik konnten nur labern mehr aber nicht. Also rinn in die Dönerbude. Falsch, keine Dönerbude, sondern eben ein einfaches türkisches Restaurant. Ok, Service sehr gut und das Futter war dem Preis angemessen. Ich sag es mal so: Wir sind satt geworden

Wieder raus, zückte ich das erste Mal die Knipse. Der Himmel war zwar bedeckt, aber man konnte die Nordsee trotzdem erkennen. Sie war also noch da. Da fiel uns doch glatt ein Findling vom Motor . Auch wenn die paar Bilder nicht schön geworden sind, stelle ich sie trotzdem zur Schau



Wieder im Haus, setzte ich mich erstmal an den Tisch und schrieb in fast unleserlicher Schrift (das merke ich gerade wieder) die Eindrücke der letzten beiden Tage auf. Da bleibt dann nur noch folgendes zu sagen: Die Hütte lag schön ruhig. Das Wetter hatte sich wieder etwas beruhigt, denn tagsüber waren es so 17° bei einem Sonne/Wolken-Mix gewesen und ich zog noch eine Bilanz was die Fahrerei (fast 1000 Km) betraf. Der Schuhkarton auf Rädern ist definitiv keine Reiseauto für 2 Leute 60 plus mit diversen Gebrechen und jeweils ca. 20 KG zu viel. Trotzdem würde ich es wieder machen, denn er hat uns zuverlässig hingebracht und bis auf die Reifengeschichte keinen Mucks von sich gegeben. So brauche ich halt zwei Tage, bis ich mich davon erhole, aber das ist Dänemark ja allemal wert

Wir haben dann noch ein bisschen gelesen und im Anschluss auf den (noch) guten Matratzen ein ausgiebiges Schläfchen (bis zum Morgen) gehalten.

Vorschau: Riesenameise in meinem SZ

LG Johanna

von Johanna 29.09.2019 19:06

Lønstrup vom 07.09.2019 bis 21.09.2019

06.09.2019 Freitag

Wie immer fuhren wir bereits am Freitag los, da es ohne Zwischenübernachtung nicht mehr geht. Um kurz nach 8 Uhr in der Früh startete ich meine Knutschkugel (TWINGO, auch der „Kleine“ oder „Karton“ genannt) und fuhr Richtung Xanten, um Schwager einzuladen. Wobei ich äußerste Bedenken hatte, ob sein Gepäck noch passen würde. Ich selber hatte so gut wie alles – was sonst an Kram mit musste – in meiner Puppenstube gelassen, was sich später teilweise gerächt hatte. Aber gut, der Kleine mit einer AHK hätte wahrscheinlich auf der Autobahn diverse Lachsalven und damit vielleicht auch Unfälle ausgelöst. Das konnte ich nun wirklich nicht verantworten

Zurück nach Xanten. Es passte alles rein und es war sogar noch ein „Loch“ da. Schwager ist zwar nicht der MFM (für „Neulinge“: MultiFunktionsMann), aber stellenweise ist doch zu merken, dass es Brüder waren. Was die Beladung eines Kartons auf Rädern angeht, kann er es jedenfalls mit einem Lifestyle-Innenarchitekten aufnehmen

Um 9:30 Uhr konnten wir dann starten. Zunächst mal ließen wir „Uschi“ ran. Uschi ist die Wegweiserin in Schwagers Smarty. Hier ging es mir hauptsächlich darum, vor hoffentlich nicht auftretenden Staus gewarnt zu werden. Mein „Yannik“ (im Tom Tom) ist da leider nicht so flexibel
Bis Osnabrück lief alles super. Dann ging es allerdings los. Die A1 ist an einem Freitag ohnehin kein reines Vergnügen. Mit den LKW´s konnte ich es ja noch aufnehmen (wenn der Kleine auch viel Zeit brauchte, um auf die entsprechende Geschwindigkeit zu kommen). Schlimmer waren etliche Baustellen zwischen Osnabrück und Bremen. Dreimal standen wir – trotz Uschi – im Stau. Aber ich war ihr nicht böse. Wahrscheinlich hätten wir noch mehr Zeit verloren, wenn sie uns über Land gescheucht hätte.

Jetzt muss ich nochmal kurz zurück blenden. Geplant war eigentlich eine Zwischenübernachtung in Bordesholm, aber da wir erst sehr spät buchen konnten, hatten wir zunächst kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu. Soll heißen, nix mehr frei! Ich hab dann noch einige andere Hotels/Unterkünfte angeschrieben, aber überall Absagen bekommen (ein ganz normales WE im September – wo gibt´s denn sowas?). Schlussendlich wurde ich in Handewitt fündig. Wohl war mir nicht bei der Sache. Es waren schließlich 80 Km mehr, als wenn wir in Bordesholm unsere müden Häupter auf´s Kissen gebettet hätten. Nun, mir ist klar, dass jetzt der geneigte Leser mit dem Kopf schütteln wird. 80 Km – was ist das schon? Im Grunde muss ich da zustimmen, aber da ich nicht im Dunkeln fahren kann, könnten uns die paar Meter durchaus das Genick brechen

Lange Rede….. trotz Baustellen, Stau und strömenden Regen standen wir um 17:15 Uhr auf dem Parkplatz des Gasthofs Handewitt. Zwei Einzelzimmer im EG, allerdings in verschiedenen Gebäuden. Das war aber zu verkraften. Meins hatte sogar eine Miniküche mit Kühlschrank und Gefrierfach. Sehr praktisch. So konnte ich die Kühltasche leer machen und die Elemente über Nacht wieder einfrieren
Auch sonst war das Hotel ok. Die Zimmer/Bäder groß genug, die Betten für Rückengeschädigte geeignet, das Abendessen schmackhaft und das Frühstücksbuffet sehr ansprechend mit großer Auswahl. Wer also kurz vor der Grenze gerne nochmal ausschlafen will, dem kann ich das Haus nur empfehlen. Ist zwar nicht gerade preiswert (die beiden Zimmer mit FS lagen bei 155,50 €), aber meiner Ansicht nach angemessen.

Gasthof Handewitt, Osterstraße 2, 24983 Handewitt, Tel: 04608-9716800, E-Mail: info@gasthofhandewitt.de. Das Haus liegt ca. 8 Km von der A7 entfernt.

Zum Abschluss dieses Tages waren wir dann nochmal nasse Katzen, als wir uns im angeschlossenen Restaurant niederließen. Nach dem Essen dann zum dritten Mal an diesem Tag. Das verhinderte allerdings nicht einen gesunden Nachtschlaf.

So, das war es dann für´s Erste. Mal sehen, ob ich den Blog wiederfinde und einfach weiterschreiben kann

Bilder hab ich leider an diesem Tag keine gemacht…..

LG Johanna

von Zuelli 19.08.2019 19:55

Hier kommen hoffentlich bald die schönen Berichte von Johanna rein.

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