Dänemark-Freunde

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von Johanna 08.10.2019 23:23

13.09.2019 – Freitag

Morgens war es so gut wie wolkenlos, aber der Wind hatte nicht nachgelassen. Eher im Gegenteil. Er hatte sogar noch einen Zahn zugelegt und es fühlte sich an wie 10°. Aber….. Die Sonne lachte vom Himmel. Also sollte der Ausflug zum Løkken Mole Festival stattfinden. Gesagt, getan

Da es noch relativ früh war, hatten wir diesmal Glück mit einer Parklücke. Und noch mehr Glück, dass kein anderes Auto von hinten kam, als ich die Tür öffnete. Der Sturm riss sie mir nämlich glatt aus der Hand. Uns so klein wie die Karre auch ist, das hätte durchaus ins Auge gehen können. Mir sagte das aber, dass ich wohl besser eine Jacke überziehen sollte. Schwager verzichtete – schließlich hatte Madame ja gute Laune .
Auf dem Weg zum Strand musste ich dreimal eine Pause einlegen. Meine Beine wollten einfach nicht und der Nordwestwind tat ein Übriges. Er war so heftig, dass man schon von echter Naturgewalt sprechen konnte (das war zumindest mein Gefühl).

Beim der zweiten Bank schickte sich Schwager dann doch an, nochmal den Kleinen zu besuchen. Ich bat ihn auch mir noch die Wind/Regenjacke mitzubringen. Das Wollding hielt nicht wirklich viel ab und hatte auch keine Kapuze. Stirnband ist ja schön und gut, aber gegen die Böen kam es nicht an. Somit hoffentlich gut ausgerüstet ging es dann die letzten hundert Meter Richtung Strand.
Die Sauna hatte man direkt bei der Surfschule untergebracht, damit man vor den Fischerhütten (nennt man die so?) Platz für ein großes Zelt hatte. Selten habe ich so viele Heringe (in den Boden gedübelt?) zur Befestigung eines Zeltes gesehen und auch im Inneren nahm eine Reihe von „Beschwerdematerial“ einiges an Raum ein. Ich glaube man hat zu diesem Zeitpunkt schon gewusst, dass alle Außenveranstaltungen in den drei Tagen Herrn Sturm zum Opfer fallen würden und wollte den Gästen wenigstens Indoor etwas bieten. Da es sich hierbei u. a. um eine Modenschau handelte und ansonsten wohl eher dänische Reden geschwungen wurden, wir beide außerdem den Eindruck hatten, uns bald auch ohne Flügel in die Lüfte erheben zu können, ging es nach einem kurzen Rundumblick gleich wieder zurück



Diesmal brauchte ich nur eine Pause. Schließlich kam der Antrieb nun von hinten . Die Dünen milderten aber wenigstens den „Auftrieb“ ab und je weiter wir uns vom Strand entfernten, desto mehr Kleidungstücke hätten wir fallen lassen können. Unterließen wir aber dann, damit die uns entgegen kommenden Leute uns nicht versehentlich für den Programmpunkt „Comedy-Duo“ hielten. Also sperrten wir lediglich unsere Jacken wieder ein und begaben uns dann zu einer der Attraktionen von Løkken, die wir bisher „erfolgreich“ umgangen hatten. Løkken Miniby! Oh, was waren wir enttäuscht. Zwar hübsch gemacht mit dem blühenden Drumherum, aber dass man nur eine einzige Straßenseite darstellte, war wirklich Minimalismus pur. Insofern stimmte der Name natürlich. Aber wir waren halt z. B. vom Sæby Miniby etwas verwöhnt, wo wohl auch nicht der ganze Ort aufgebaut ist, aber zumindest der Kern incl. der schönen Kirke. Nun ja, damit hatten wir dann aber wenigstens nach all den Jahren mal Løkkens Miniby einen Besuch abgestattet



Wir schwangen uns dann wieder in den fahrbaren Karton und fuhren gemächlich weiter Richtung Süden. Ich zeigte Schwager den Redningsvejen Nord, wo der MFM und ich zweimal im selben Haus geurlaubt hatten (da würde ich auch gerne noch mal hin und das nicht nur, weil es dort ALLE Sorten Container gibt – auch Gelb!). Im Anschluss ging es weiter über den Munkensvej. Die Gallerie hat wieder geöffnet, wohl unter neuer Leitung. Wir waren nicht drin, aber ich hielt trotzdem, weil Schwager die auf dem Kopf stehenden Bäume bisher nur im Vorbeifahren gesehen hatte. Übrigens ist das ganze Areal sehr gepflegt. Es finden dort auch – wie früher – regelmäßig Konzerte statt. Sollten wir nochmal in die Ecke kommen, werden wir mal den hochgelobten Kaffee testen
https://www.gallerimunken.dk/



Nun kehrten wir wieder um und tätigten noch einen kleinen Einkauf bei MENY in Løkken. Der weitere Weg sollte uns ins Kalorien-Paradies führen. Erstmals in diesem Urlaub gestatten wir uns einen Besuch im Keramik Café Møllehuset (an der Vennebjerg Mølle). Es war immer noch reichlich stürmisch, aber wir fanden draußen einen Platz, an dem man nicht gleich weg flog. Innen waren eh alle Tische belegt

Irgendwas war anders als bisher. Ich hab nur nicht sofort begriffen, was es war. Wie immer die Tischnummer gemerkt und rein in die gute Stube. Nein, erzählte man mir auf Englisch, ich könne mir nichts im Schaukasten aussuchen, der Service würde die Karte bringen. Hä??? Ok, ich ging wieder raus und las die Tafeln vor der Tür. Da stand es dann (siehe Bild). Dann fiel mir auf, dass man „umgeräumt“ hatte. Die Hühner standen an anderer Stelle. Den Tisch, an dem wir fast windgeschützt Platz gefunden hatten, gab es im Vorjahr noch nicht

Nun kam ein junger Mann mit der Speisekarte. Deutsch? Nö, die Zeiten sind wohl vorbei. Das komplette Servicepersonal sprach nur Dänisch und Englisch. Lønstrup-Torte? Nö, gibt es nicht mehr. Überhaupt gab es neue Dinge im Angebot aber dafür fehlte auch Einiges. Was könnte man daraus schließen? Auch hier hatte wohl ein Eigentümerwechsel stattgefunden. Aber was war jetzt mit der Keramik? Die (ehemalige?) Dame des Hauses hat diese ja selber hergestellt und natürlich sowohl verkauft, als auch die Speisen und Getränke darauf/darin serviert. Diese Frage blieb leider offen

Qualitativ war an dem Kuchen nichts auszusetzen. Im Gegenteil, hervorragend und mit genügend Kalorien gespickt. Der Cappu war ebenfalls super und die Preise nicht oder nur geringfügig höher als bei unserem letzten Besuch

Also wirklich enttäuscht wurden wir nicht. Wenn es so bleibt, finde ich persönlich das in Ordnung. Aber ich versuche noch herauszufinden, ob die ursprünglichen Besitzer nur mal eben auf Weltreise gegangen sind, oder sich in den Ruhestand verabschiedet haben, wobei ich mir Letzteres kaum vorstellen kann, oder geht man in Dänemark schon so früh (ca. 50 Jahre) in Rente?



Ok, das war ein ziemlich ereignisreicher Tag gewesen und nun wollten wir nur noch in unser Domizil und einen ruhigen Abend verbringen. Genau das taten wir dann auch. Wir aßen noch eine Kleinigkeit und widmeten uns dann unseren Büchern. Zu später Stunde stellte ich noch fest, dass nun tatsächlich Vollmond war und startete einen neuen Versuch, diesen „einzufangen“.



Bis bald und LG Johanna

von Johanna 07.10.2019 22:28

12.09.2019 - Donnerstag

Sonne??? Wieder nur Verar…….? Nun, um 10:48 Uhr war es immer noch trocken. Madame und Schäfchen stritten allerdings um die Vorherrschaft. Wir waren mal optimistisch und setzten auf den Sieg der Dame für mindestens drei Stunden



Auf nach Grønhøj! Wir kamen tatsächlich bis dorthin und schienen auch unseren „Wetteinsatz“ nicht verloren zu haben. Aus den Schäfchen wurden zwar Wolken, aber es blieb dabei. Kein Nass von oben, dafür aber umso mehr von vorne. Inzwischen war es sehr windig und die Wellen schlugen hoch. Noch war es aber so, dass wir uns ohne knirschende Zähne/Ohren am Strand aufhalten konnten. Auch die Augen waren zu dem Zeitpunkt noch frei, so dass wir eine ganze Weile einige Kitebuggys im Einsatz beobachten konnten. Insgesamt hielten wir uns dort für gut eine Stunde auf. Das war doch schon mal was



Dann ging es weiter nach Ingstrup. Wurde ja auch endlich mal Zeit für echte dänische Käsespezialitäten. Das hätten wir vielleicht schon eher haben können, denn an der neuen Mejeri in Vittrup waren wir bisher diverse Male vorbei gekommen. Wie sich später herausstellte, wäre das jedoch vergebene Liebesmüh gewesen, denn es handelte sich hierbei keineswegs um Molkereiprodukte sondern um eine Kita. Wie man auf den Namen Vittrup Gl Mejeri gekommen ist, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis

Nach dem Einkauf in Ingstrup ging es wieder Richtung Norden. Diesmal über die B55, weil wir noch einen Stopp in Gølstrup beim Hühnervater Mortensen einlegen wollten. Auf der Fahrt dorthin kamen hin und wieder mal ein paar Tröpfchen von oben…. Hielt sich aber wirklich in Grenzen

Da wir noch ein paar Krönchen über hatten, sind wir dann gleich durchgestartet und haben Føtex in Hjørring die Ehre erwiesen. Der Einkauf erwies sich als machbar (Dollarmäßig) und sollte auch für zwei Tage reichen, da wir vorhatten am Freitag das Molefestival in Løkken zu besuchen. Wir waren schon riesig gespannt darauf

Bis zum späten Nachmittag hatten wir ca. 15° und Sonne/Wolken im Wechsel, Gegen 17 Uhr ging es dann aber los mit dem Sturm (DORIAN ließ grüßen ) und es zog sich zu. Unsere leckere Jordbær Tærte mussten wir leider in der Hütte verspeisen. Wir hofften, dass sich die „Brise“ bis zum nächsten Tag nach Norwegen verziehen und uns damit keinen Strich durch unser Vorhaben machen würde.

Abendessen? Ja hatten wir, aber ich hab vergessen mir eine Notiz zu machen. Deshalb muss diese Beschreibung jetzt leider mal ausfallen. Ich weiß aber noch aus dem Kopf, dass auch an diesem Abend der Fernseher NICHT lief und wir somit – trotz Smarty – keine Info über die Wetterlage der kommenden Tage hatten. Das war auch ganz gut so. Hätte nämlich ansonsten passieren können, dass ich vor lauter Frust „die Möbel gerade gerückt hätte“
(Bitte nicht zu ernst nehmen. Ich neige echt nicht zu Gewalttätigkeiten )

Somit war schon wieder ein Tag vorbei. Immerhin hatten wir aber mehr als eine Strandstunde. Besser als nix

LG Johanna

von Johanna 05.10.2019 22:24

11.09.2019 – Mittwoch

Das waren ja schöne Aussichten

Kein Regen, 14°, interessanter Sonne/Wolken-Mix und ein leichter Wind. Das Leben in DK ist schön!



Auf ging es nach Tornby. Das ist ehrlich gestanden eigentlich mein Lieblingsurlaubsort in DK. Hatte zu Hause auch einige Hütten rausgesucht (von Frau Munch), die uns gefallen könnten. Als wir dort ankamen, war es aber schon wieder mit der Herrlichkeit vorbei. Die Wolken wurden dunkler und an Strandleben war nicht zu denken. Einmal kurz zum Wasser (ohne Badehose und Schwimmflügelchen) und dann gaben wir es wieder auf. Ok, Hausjes gucken? Na ja, das erste war belegt und lag auch direkt am Strandvejen und drei der anderen Villen befanden sich auf dem Elbækvej. Da kamen wir aber nicht so einfach rein, weil genau davor im Sand (bzw. in der Erde) gebuddelt wurde, obwohl es inzwischen wieder mal regnete. Wir haben uns das dann erspart und auf die kommende Woche verschoben



Nach fast zwei Tagen Abstinenz wollten wir jetzt aber nicht wieder einfach in unsere Bleibe zurück. Einmal in Tornby lag es im wahrsten Sinne des Wortes nahe, einen Abstecher nach Hirtshals zu machen. Zuerst zog es uns zum Hafen und wir beobachteten eine Weile, wie die LKW`s von der Norwegen-Fähre verschluckt wurden. Da es momentan trocken war, wollte ich Schwager dann noch meinen bevorzugten Fotografierplatz zeigen. Also sind wir zum CP am Hirtshals Fyr. Daneben ist ein schöner kleiner PP, der eine herrliche Aussicht bietet und ich erwischte die inzwischen ausgelaufene Color Line gerade noch mit der Knipse



Nun sollte es nach Blokhus gehen. Ich wollte am Abend frisches Meeresgetier servieren und hatte die Hoffnung, dass der Fischheinz auch bei diesem useligen Wetter vor Ort war. Eigentlich ist Blokhus ja immer bevölkert, egal zu welcher Jahreszeit und auch unter den miesesten meteorologischen Bedingungen. Soweit kamen wir aber leider nicht. Kurz vor dem Løkken-Kreisel fielen auf einmal Hunde & Katzen vom Himmel und es weht es heftiger Wind. Der Knutschkugel gefiel das nicht und bat darum umkehren zu dürfen. Umkehren ja, aber nicht sofort. Das Abendessen sollte ja nicht aus trocken Brot und Wasser bestehen (wir waren schließlich in Urlaub, nicht im Knast). Also beruhigte ich den Kleinen, indem ich ein moderateres Tempo wählte und fuhr auf den PP wo sich ALDI FAKTA und MENY vereinigt haben.
Schön, dass es Letzteren jetzt auch in Løkken gibt, aber meiner Ansicht nach kann dieser nicht mit dem MENY in Saltum mithalten. Der ist irgendwie strukturierter, auch wenn man da eigentlich Inliner gebrauchen könnte. Der Neue ist nicht ganz so groß, da kommt man so gerade noch zu Fuß und ohne Gockel-Maps durch, wirkt aber – ich sag´s mal so: gewöhnlicher. Großer Vorteil jedoch ist die Frischfischtheke. Die Bedienung konnte nicht nur sehr gut Deutsch sondern war auch noch ausgesprochen freundlich und der Kabeljau (Rotbarsch war leider nicht) war wirklich ganz frisch, zappelte fast noch. Mir lief da schon das Wasser im Mund zusammen
Des Weiteren ist die MENY Bageri in diesem Fall aushäusig. Nennt sich Kysten Bageri und hat tatsächlich eine Ü-Terrasse, die man auch als solche bezeichnen kann. Außerdem ist sie – da an drei Seiten geschlossen – auch nicht so windanfällig. Wir überlegten, einen ultimativen Kuchentest zu zelebrieren, verschoben dies jedoch ebenfalls auf die kommenden Tage.

Nun freute sich der Kleine, dass es wieder heimging. Wieder fuhr ich über Nr. Lyngby, was in diesen Fall auch besser war. Auf der 55 und bei 80 hatte ich echt Mühe, die Ausbruchsversuche des Miniaturautos zu verhindern (da wusste ich noch nicht, dass es in den nächsten Tagen noch viel schlimmer werden sollte )

Auf dem Hybenvej angekommen, krabbelte doch tatsächlich Madame hinter den Wolken hervor (ich fasse es nicht). Egal, nun wollten wir auch nicht mehr los. Stattdessen begab ich mich zunächst alleine an das fremdartige Gerät, welches sich im Volksmund „Spülmaschine“ schimpft. Hoffnungsloser Fall - für mich. Nicht, dass es hier um ein High Tech Teil handelte, aber die Bildchen auf dem Korpus waren nicht sehr aufschlussreich – für mich. Selbstverständlich gab es keine Bedienungsanleitung (nur für Staubsauer, Toaster, Mixer usw. Aber die konnte ich auch ohne schriftliche Einladung zur Arbeit rankriegen), bzw. nur in skandinavischer Sprache und für das Vorgänger-Modell, welches aber ein anderer Hersteller war
Nun gut, wozu hat man einen geklonten MFM ? Klaro, u. a. um Spülmaschinen ans Laufen zu kriegen. Hat auch funktioniert, allerdings wusste Schwager nachher nicht mehr so genau, welche Tasten er nun eigentlich gedrückt hatte. Das Ding zeigte eine Laufzeit von 18 Monaten an (ne Quatsch, allerdings mehr als drei Stunden) und ich befürchtete schon, dass aus dem gewöhnlichen Porzellan Puppengeschirr werden könnte. Ist aber gut gegangen. Die Tassen und Teller waren im Anschluss noch genauso groß wie vorher. Übrigens habe ich die chemische Reinigung noch ein paarmal selber anwenden können. Einfach das eingestellte Programm von Schwager übernommen und schon lief die Kiste

Im Anschluss wendete ich mich dann dem inzwischen nicht mehr zappelnden Fisch zu. Muss mich selber loben. Zusammen mit Dillkartoffeln und frischem Salat war das eine schmackhafte Angelegenheit

Während der ganzen Zeit haben sich Sonne und Regen immer wieder abgewechselt. Gewonnen hat letztendlich das Nass. Aber immerhin – es gab eine Art Sonnenuntergang und im Anschluss WAHRSCHEINLICH Vollmond. Der war allerdings dermaßen von Wolken bewacht, dass ich das nicht genau sagen kann



Ausklingen ließen wir diesen Abend mal wieder mit unseren Büchern. Irgendwie fand ich, dass es trotz des Aprilwetters ein schöner Tag war

LG Johanna

von Johanna 04.10.2019 22:47

10.09.2019 – Dienstag

Heute wird das nur eine Kurzgeschichte



Regen, Regen und noch mehr davon. Nicht, dass es Hunde & Katzen waren die da runter kamen, aber es plätscherte fast ununterbrochen vor sich hin. Da wir allerdings eh nicht weg konnten, weil der Techniker ja IRGENDWANN an diesem Tag erneut kommen wollte, beschlossen wir eben einen zweiten Gammeltag einzulegen

Wider Erwarten hatte der Meister des Lichtes aber scheinbar nicht genug andere dringende Notfälle, denn schon am Mittag stand er vor der Tür. Diesmal mit Halogen-Leuchtmitteln, die auch für zwei Häuser gereicht hätten (ach je, SO sah die Hütte also wirklich aus ). Die FB ließ er uns auch da. Hatte ich übrigens schon erwähnt, dass wir die eigentlich zum TV gehörende inzwischen unter den Sofasitzkissen gefunden hatten? Nun, jetzt hatten wir eben jeder eine

Wir überlegten noch, ob wir die bisher unsichtbaren kleinen grauen Mäuse, die schon eher an mittelgroße Wollknäuel erinnerten, dem Staubsauger anvertrauen wollten, ließen es dann aber erstmal bleiben und machten uns statt dessen auf den Weg nach Hjørring zum Føtex. Wie vermutet, war es in dem Laden trocken und wir ließen uns viel Zeit, um das Richtige für`s Abendmahl zu finden. Ich erstand ein Bio-Inderfilet vom Huhn, weil noch ein bisschen von der Gemüsepfanne übrig war. Das sollte dann die Vorspeise sein. Außerdem wurde ich beim Bio-Oxen in Hackfleischform schwach und auch dieses wanderte in den Rollator. Das würde ich dann als Hauptgang servieren (Friko mit Butterkartoffeln). Jetzt musste eigentlich nur noch der Weißwein her (von wegen Abendmahl), aber das wäre dann des Guten doch zu viel gewesen. Also wurde verzichtet. Klingt nach vielen Kalorien und Kohlehydrate? War uns Wurscht. Wenn man DK schon nicht im Freien erleben konnte, wollten wir wenigstens dänisches Feeling am Herd und auf dem Tisch haben

Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, legten wir noch eine kleine Pause in der Føtex-Bageri ein. Ich sag mal lieber nicht, was Schwager da noch an erstanden hat. Warum nicht? Weil ich doch tatsächlich total vergessen habe, für welche Torte er sich entschieden hatte

Genug für heute. Ich platze jetzt noch fast, wenn ich nur an diesen Tag denke. Mein Fazit ist jedenfalls: Schlechtes Wetter ist nicht gut für die Hüften und viel zu wenig Arbeit für die Kamera

LG Johanna

von Johanna 03.10.2019 00:31

09.08.19 – Montag

Trübe Aussichten bei 14°, (noch) leichtem Regen und alles grau in grau.....



Positiv ist dagegen anzumerken, dass der Lønstrup-Elvis sich Gehör verschafft hatte. Es gab also einen solchen. Leider blieb er aber unsichtbar. Konnten wir nur hoffen, dass er es sich noch mal anders überlegen würde…..

Nach dem Frühstück sattelten wir unser braves Fortbewegungsmittel und machten uns auf die Reise nach Løkken. Diesmal nicht zur Mole, sondern nach Vittrup. Da befindet sich das DC Büro. Wir wurden freundlich empfangen und ließen dann höflich unsere Beschwerden vom Stapel. Was die Fenster betraf, ernteten wir nur ein Schulterzucken und die Aussage, dass dieselben nur alle vier Wochen geputzt würden. Ich war einigermaßen verblüfft, denn bisher hatte ich angenommen, dass der ER Preis wegen der Fenster so hoch war. Eigentlich ein bisschen unverschämt, dass man fast 150,00 € berechnet für ein bisschen hin und her wischen und vielleicht noch mit dem Lappen Staub verteilen, sowie den Einsatz des Saugers. Also zahlen doch im Schnitt zwei bis drei Familien (das Haus war bis dato komplett gebucht gewesen) für einmal Fenster putzen. Und wenn man Pech hat – so wie wir – dann sind die vier Wochen noch nicht rum und man bekommt statt der Aussicht bunte Bilder präsentiert (hat ja auch was ). Ich vermute allerdings mal ganz stark, dass die vier Wochen noch gestrunzt sind, schon allein deshalb, weil das Küchenfenster nach Osten raus ging und völlig geschützt lag. Aber DC behauptete, es hätte in den letzten Wochen sehr viel Regen gegeben…. Genug davon, sonst steigt wieder mein Blutdruck.

Fernbedienung und Beleuchtung waren nicht das Problem. Sie würde dem Eigentümer Bescheid geben und dann käme wohl bald jemand. Wir sollten dann mal im Haus bleiben. Unter normalen Umständen hätten wir da protestiert, aber bei dem Wetter konnten wir ja ruhig einen Gammelnachmittag einschieben
Fällt mir gerade so im Nachhinein ein - hätte wir ja eigentlich auch statt zu gammeln die können.

Nachdem wir bei der INGO in Løkken getankt und uns den neuen MENY zumindest schon mal von außen angesehen hatten fuhren wir über Nr. Lyngby zurück. Ich mag die Strecke eh viel lieber als die langweilige 55 und zu Mortensen mussten wir ja nicht.

Dann hieß es warten, warten… Schwager saß ein wenig auf heißen Kohlen, denn abends war Quali angesagt. Nordirland gegen Deutschland. Da ich manchmal tatsächlich über einen sechsten Sinn zu verfügen scheine, war ich ganz ruhig. Meine Ahnung sagte mir nämlich, dass man sich das Spiel nicht unbedingt ansehen musste (lag aber eventuell auch an meinem spannenden von Arne Dahl)

Um 17:30 Uhr tauchte dann tatsächlich ein Techniker auf. FB hatte er keine dabei, aber er weihte Schwager in die Geheimnisse des TV´s ein. Man konnte das Teil doch tatsächlich auch ohne diese neumodische Bequemlichkeit ein- und umschalten. Somit war alles gut. Dem Jubel stand nichts nun mehr im Wege.
Na ja, ich hab dann auch mal zugeschaut und mich – wie vermutet – tierisch gelangweilt. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Deutschen sich noch 20 Jahre auf ihrem 2014 erworbenen Titel ausruhen wollen

Der Techniker wollte dann am nächsten Tag noch mal reinschauen, die FB bringen und die restlichen defekten Halogenleuchtmittel austauschen. Er hatte nämlich tatsächlich nur eine für die Dusche dabei. Das hieß dann also erneut Erholung pur

Zum Abendessen habe ich eine Bio-Gemüsepfanne mit reichlich Knobi gezaubert (Schwagers Appetit nach zu urteilen, kann ich mit dem Kochlöffel besser zaubern als unsere Fußballer auf dem grünen Rasen… )

Geendet hat der Abend mit stetigem, gleichmäßigem Regen, aber noch ohne großartigem Wind. Somit konnte ich mich (noch) auf der sogenannten Ü-Terrasse zum Qualmen aufhalten

Bilder habe ich seltsamerweise irgendwie vergessen (außer das obige).

Bis zum nächsten Mal

LG Johanna

von Johanna 02.10.2019 00:41

08.09.2019 – Sonntag

Lieben Dank für Eure netten Kommentare und die tollen Fotos vom Vejle Fjord plus Mega-Eis

Was hatte ich am Vortag gedacht? Das Haus liegt ruhig? Schon wieder ein fataler Irrtum! Am „frühen Morgen“ fuhr ein Auto nach dem anderen durch die Ferienhaussiedlung und dann kam auch noch die Politi. Was war passiert? Wir konnten leider nicht in Erfahrung bringen, ob es sich um Eierdiebe oder vielleicht sogar um einen Elvis-Mörder handelte. Somit muss ich diese Geschichte wohl offen lassen

Nach dem Frühstück war dann wieder Ruhe eingekehrt. Und was macht man am ersten Tag, wenn man in Lønstrup urlaubt und das Wetter es zulässt (also wir zumindest)? Man fährt natürlich nach Løkken zur Mole. Es gab keinen Hinderungsgrund wie Regen, Schnee oder Nebel und der Wind war gerade mal eine leichte Brise. Sonne und Wolken zeigten sich bei max. 18° von ihrer besten Seite. Da MUSSTE man doch einfach los sprinten

Apropos Sprinten…. Mit Parkplätzen vor dem Pavillon sieht es echt düster aus. Mehr als die Hälfte ist einer Skaterbahn gewichen. Somit mussten wir die kleine rote Kiste wieder wenden und beim ehemaligen Spar (jetzt WESTWIND) parken. Schwager ist noch nicht ganz so angeschlagen wie ich und SPRINTETE gleich los. Aber ich muss zugeben, dass er sich schnell umgestellt und meinem Oma-Tempo angepasst hat (auf dem Weg bis zum Strand habe ich drei Pausen einlegen müssen). Irgendwann kamen wir aber trotzdem an und das im wahrsten Sinne des Wortes. Als ich nämlich auf der Mole saß, hatte ich endlich das Gefühl „wieder zu Hause zu sein“.
Es war erstaunlich viel Betrieb. Auf der Mole ging es fast zu wie auf einem stark frequentierten Hauptstadtbahnhof. Aber ich – die sonst nichts mehr als Ruhe liebt (wenn ich nicht gerade selber jemanden zutexte) – habe es einfach nur genossen. Die Badehäuschen waren fast alle noch da und einige Angler hielten hoffnungsvoll ihre Ruten ins Wasser. Kurzum – hier war Leben drin

Ich hab ein paar Bilder mitgebracht, allerdings nicht nur von Løkkens Highlight, sondern auch vom Morgen, als die Sonne (Küche lag nach Osten) erbarmungslos durch die verdreckten Fenster auf den ganzen Staub fiel. Habe auch nicht vergessen, bei unserer nächsten Station die Knipse zu zücken

Der Rückweg zum Parkplatz wurde nur durch zwei kurze Sitzpausen unterbrochen (konnte vielleicht doch noch was werden mit dem Laufen….), aber ich war dann doch froh, wieder in die Minikiste einsteigen zu können. Für meine Verhältnisse hatte ich schon einen halben „Gewaltmarsch“ hinter mir. Der nächste Anlaufpunkt war – wie kann es anders sein – die Hühnerfarm Mortensen. Hier hat sich – so glauben wir – nichts verändert. Ok, Emma und Britta werden wohl inzwischen die Ururur……. Enkel von der ehemaligen Besetzung sein, aber die Familienähnlichkeit ist so groß, dass das gar nicht auffiel. Wir haben uns dann mal mit deren Erzeugnisse versorgt und mussten feststellen, dass auch diese qualitativ nicht gelitten hatten. Ist aber eigentlich auch keine große Überraschung, denn ich habe in meinem Leben nur ganz selten so glückliche Hühner gesehen (na gut, „mein“ Biobauer lässt seinen Viechern auch die große Freiheit)

Nun aber auf zum großen Geldausgeben. Heute sollte es – auch wie immer – REMA 1000 in Hjørring sein. Die haben einfach ein paar Produkte, die es in den großen Supermärkten nicht gibt. Uschi und Yannik hatten Pause. Ich hab Weg aber dann trotzdem „gefunden“
Nach dem Einkauf begann Schwager sich gerade mal wieder als Packkünstler zu betätigen, da wurden wir plötzlich auf Deutsch angesprochen. Eine Frau mittleren Alters, bisschen ungepflegt und ganz in Schwarz, aber mit einer auffallenden Goldkette (sofern sie echt war) hatte sich genähert und wollte wohl ein Pläuschchen halten. Ich gebe jetzt hier nichts von dem wieder was sie uns erzählt hat (von wegen übler Nachrede), aber wir fanden das Ganze schon etwas seltsam, vor allem da sie sich scheinbar sehr für unser Kennzeichen zu interessieren schien. Ist aber nix passiert….

Dann ging es wieder zurück zur Hütte. Das Wetter wollten wir noch ausnutzen und ließen uns deshalb mit Kaffee und Kage auf der Terrasse nieder. Ehrlich gesagt, mussten wir sogar den Sonnenschirm zur Arbeit zwingen, da Madame es reichlich gut mit uns meinte. Ich habe dann auch abends versucht, den Sonnenuntergang auf Zelluloid zu bannen, aber das ist leider total in die Hose gegangen

Nun stand ich zum ersten Mal an DIESEM Induktionsherd. Im Grunde sollte ich mich damit ja nun mittlerweile auskennen, aber auch im aktuellen Fall – wie schon so oft zuvor – bekam ich das Ding nicht zum Leuchten. Wie gut, wenn man dann einen Schwager sein eigen nennt, der (fast) jede Maschine zum Laufen bringt
Beim Kochen fiel dann auf, wie gut diese Küche wirklich bestückt war. So eine tolle Knobipresse habe ich nicht mal zu Hause (und die ist schon klasse) und meine scharfen Messer (eins der wenigen Dinge, auf die ich nie verzichte) hätte ich tatsächlich daheim lassen können. Übrigens gab es auch jede Menge Kuchengabeln, was wohl eine ganz große Ausnahme in dänischen Ferienvillen darstellt. Wir jedenfalls hatten noch nie mehr als zwei Stück, wenn überhaupt

Abschließend zu diesem Sonntag muss ich noch vermelden, dass ich beinahe das Schlafzimmer gewechselt hätte. Als ich mich in den Schlabberlook schmeißen wollte, entdeckte ich eine Riesenameise am Fenster. Unter diesem befand sich außen das Fischwaschbecken oder wie sich das nennt. War da das Nest? Nach meiner Feststellung, dass das Krabbeltier sich wohl nur verirrt hatte und ohne weitere Begleitung eingebrochen war, habe ich es zwar eliminieren müssen, konnte mir aber den Umzug sparen. Lediglich mit dem Fenster war ich danach etwas vorsichtiger

So, das war es für heute. Im Anschluss dann noch ein paar Schnappschüsse.









LG Johanna

von Johanna 30.09.2019 00:48

07.09.2019 - Samstag

Zunächst einmal herzlichen Dank für Eure Kommentare

@ Zuelli
Glaube, ich krieg das selber hin (ganz stolz auf mich bin )

@ Jaleni
Das könnte sich rausstellen, wenn Du noch weißt, wann Ihr wo gewesen seid

Nach einem gemütlichen Frühstück ritten wir um 10 Uhr vom Hofe . Wir hatten uns Zeit gelassen, da mit größeren Staus ja eigentlich nicht mehr zu rechnen war. Was für ein Irrtum! Schon nach der Aktivierung von Uschi stellte sich heraus, dass sie uns mitnichten zurück auf die A7 scheuchen wollte. Es ging durch malerische Dörfer und über einige Landstraßen, bis wir in Padborg (an das wir schreckliche Erinnerungen hatten) wieder auf die Bahn durften. Nun ja, damit hatten wir den Stau vor der Grenze (3 Km?) glücklich umfahren und die Strecke war bis auf das scheußliche Gewerbegebiet in o. g. Stadt sehr schön

Ach wie herrlich, auf der E45 zu sein. War zwar viel Verkehr, aber es floss zügig (oder auch gemächlich – je nachdem wie man es sieht) bis kurz vor Vejle. Dann ein schneller Schlag auf den roten Knopf und schon standen wir. Unfall. Eine Stunde ging fast gar nix. War im Grunde nicht schlimm, denn es war ja Zeit genug. Ein bisschen hab ich mich nur geärgert, weil es nicht beim Überfahren des Fjords passiert war. Schon ewig hatten wir uns nämlich vorgenommen, dort mal abzufahren um diese so wundervoll wirkende Landschaft zu erkunden. Ok, das müssen wir uns für die Zeit DANACH (Arbeitsleben) aufheben. Wenn wir dann noch fahren können, nehmen wir uns vier Wochen Zeit und ich buche uns mal ein B & B direkt am Fjord. Aber ich weiche schon wieder ab – Sorry

Danach lief es wieder sehr gut. Uschi führte uns über Vrå und die Strecke war tatsächlich um einiges kürzer, als unser bisheriger Weg (Abfahrt Brønderslev), wenn wir in den Norden wollten. Somit standen wir dann um 15:10 Uhr bei Fuß, respektive bei DanCenter in Løkken vor deren Theke. Schlüsselübergabe problemlos. Zumindest DAS war ja auch zu erwarten.

Dann der große Augenblick! Von außen sahen Grundstück und Haus noch ganz manierlich aus. Nach dem Aufschließen der Haustür fiel allerdings sofort auf, dass hier kein Eigentümer mehr saubermachte. Die Fenster waren eine Katastrophe und das ist nicht übertrieben. Das ehemals so saubere Haus war dem kölsche Wisch zum Opfer gefallen
Ich hatte es fast geahnt. Im Juli hatten die Besitzer gewechselt. Als ich las, dass die Hütte 2020 im September fast das Doppelte kostet, bin ich schon misstrauisch geworden. Vorher gab es ca. 25 Rezensionen mit 4,5 bis 5 Sternen und die Sauberkeit wurde immer hoch gelobt. Da MUSSTEN die Vermieter selber am Werk gewesen sein. Darauf hatte ich mich echt gefreut, weil wir diese Unterkunft schon vor drei Jahren ins Auge gefasst hatten, aber immer wenn wir buchen konnten, war das Teil belegt. Und nun sowas! Leider war es viel zu spät gewesen, um noch umdisponieren zu können. Jetzt mussten wir also damit leben. Ok, ich bin wirklich kein Pingel, deshalb habe ich die Wollmäuse großzügig und größtenteils zunächst mal „übersehen“. Was man jedoch nicht einfach mit einem Achselzucken abtun konnte, war die fehlende FB des TV und ohne lief das Ding scheinbar nicht. Und in „meiner“ Dusche war kein Licht. Auch der Rest des Bades erinnerte – was die Beleuchtung betraf – eher an eine erotische Spielwiese mit Whirlpool. Das ging gar nicht! Gemauerte Dusche mit schwarzem Vorhang und ein Miniaturabsatz, den ich ohne Brille schon im Hellen kaum gesehen habe. Na warte DC – wir kommen !!!

Ansonsten war alles da, was man im Urlaub eventuell so brauchen könnte. Da zeigte sich wieder, wie sich die vorherigen Eigentümer ihren Gästen gegenüber verpflichtet gefühlt hatten. Dass wir in Geschirr und Besteck ertranken, lag aber eher daran, dass das Häuschen für 10 Personen war und hatte den Nachteil, dass es keinen freien Platz für selbst eingekaufte oder mitgebrachte Lebensmittel bot. Im Moment war das ja nicht tragisch, weil ich nur Minimalbestückung mitgebracht hatte, aber wir wollten/mussten ja auch einkaufen… Geht aber alles, wenn man will

Die Schränke in den Schlafzimmern sahen nicht viel besser aus. Die Hälfte war mit Büchern, zusätzlichen Bettdecken/Kissen, Auflagen für die Gartenmöbel, sowie Putz- und Bügelkram belegt. Für uns war auch das nicht wirklich ärgerlich, weil wir einfach in zwei Zimmern die Schränke geleert und den Krempel in den beiden anderen SZ untergebracht hatten. Abgesehen davon, waren wir natürlich auf Grund des "großzügigen" Platzangebotes in der Knutschkugel auch mit der Kleidung sparsam gewesen. Genug gemeckert (für´s Erste – geht aber gleich weiter )

Wir also ausgepackt, Betten bezogen und Kaffee getrunken. Nun sollte es zum Essen gehen. Und wie sehr hatte ich mich auf MAMA ROSA gefreut. Das letzte Mal in Lønstrup (Juni 2017) waren der MFM und ich zum Abschiedsessen dort und sehr angetan. Aber weil ich manchmal unter Vorahnungen leide, hatte ich alternativ eine Woche zuvor nachgesehen, ob das Café Karlsson schon in den Winterschlaf gefallen war, oder man sich noch die Septembergäste antun wollte. Einen Tag, bevor es dann losging, rief ich die Seite erneut auf und musste feststellen, dass man Spätsommergäste wohl nicht so richtig mochte. Ab sofort hatte Karlsson nämlich zwar weiterhin täglich geöffnet, allerdings nur noch bis 16 Uhr. Damit war das Ankunfts-Abendessen in dieser Lokalität schon mal hinfällig. Wir haben übrigens in all den Jahren den Laden nie Åbent gesehen

Somit bleib nur der Italiener – dachte ich zumindest. Als wir dort ankamen, mussten wir nämlich feststellen, dass er wohl genug verdient hatte und in Rente gegangen war. Nach Winterschlaf sah die Lokalität jedenfalls nicht aus. Was nun? Ok, dann mal auf zum CP, dort gab es ja auch ein Restaurant. Um es kurz zu machen – wir haben uns in der Tür gleich auf dem Absatz wieder um 180° gedreht und gemacht, dass wir schleunigst davon flogen. Vor 20 Jahren wäre ich noch ohne Hintergedanken in so eine Kneipe gegangen, aber heutzutage kann ich es einfach nicht mehr ab – schon gar nicht in einem Speiselokal – wenn sich kalter Rauch mit abgestandenem Biergeruch mischt und das, obwohl ich selber Raucher bin und ab und an durchaus auch mal ein Bierchen zische. Ja, ja ich bin eine alte Meckerliese

Tja, was blieb noch übrig? Ich kannte nur noch das Café Kysten (neben Karlsson) und hatte total süßen, türkischen Kuchen aber fantastischen Cappu in Erinnerung, allerdings auch die Atmosphäre einer Werkskantine. Egal, wir hatten Hunger! Also nix wie hin. Die Preise auf der Tafel sprachen nicht gerade für einen Gourmet-Tempel. Das war uns inzwischen aber relativ schnuppe. Wir mussten ja voran machen, denn spätestens um 20 Uhr sollten wir wieder im Haus sein. Neiiiiiin, nicht wegen Fußball (ging ja eh nicht), sondern weil ich im Dunklen keine Chance auf den schmalen und teilweise unbekannten Straßen hatte. Der Twingo kannte den Weg noch nicht, Schwager ist ja nicht im Besitz eines Waffenscheins und Uschi/Yannik konnten nur labern mehr aber nicht. Also rinn in die Dönerbude. Falsch, keine Dönerbude, sondern eben ein einfaches türkisches Restaurant. Ok, Service sehr gut und das Futter war dem Preis angemessen. Ich sag es mal so: Wir sind satt geworden

Wieder raus, zückte ich das erste Mal die Knipse. Der Himmel war zwar bedeckt, aber man konnte die Nordsee trotzdem erkennen. Sie war also noch da. Da fiel uns doch glatt ein Findling vom Motor . Auch wenn die paar Bilder nicht schön geworden sind, stelle ich sie trotzdem zur Schau



Wieder im Haus, setzte ich mich erstmal an den Tisch und schrieb in fast unleserlicher Schrift (das merke ich gerade wieder) die Eindrücke der letzten beiden Tage auf. Da bleibt dann nur noch folgendes zu sagen: Die Hütte lag schön ruhig. Das Wetter hatte sich wieder etwas beruhigt, denn tagsüber waren es so 17° bei einem Sonne/Wolken-Mix gewesen und ich zog noch eine Bilanz was die Fahrerei (fast 1000 Km) betraf. Der Schuhkarton auf Rädern ist definitiv keine Reiseauto für 2 Leute 60 plus mit diversen Gebrechen und jeweils ca. 20 KG zu viel. Trotzdem würde ich es wieder machen, denn er hat uns zuverlässig hingebracht und bis auf die Reifengeschichte keinen Mucks von sich gegeben. So brauche ich halt zwei Tage, bis ich mich davon erhole, aber das ist Dänemark ja allemal wert

Wir haben dann noch ein bisschen gelesen und im Anschluss auf den (noch) guten Matratzen ein ausgiebiges Schläfchen (bis zum Morgen) gehalten.

Vorschau: Riesenameise in meinem SZ

LG Johanna

von Johanna 29.09.2019 19:06

Lønstrup vom 07.09.2019 bis 21.09.2019

06.09.2019 Freitag

Wie immer fuhren wir bereits am Freitag los, da es ohne Zwischenübernachtung nicht mehr geht. Um kurz nach 8 Uhr in der Früh startete ich meine Knutschkugel (TWINGO, auch der „Kleine“ oder „Karton“ genannt) und fuhr Richtung Xanten, um Schwager einzuladen. Wobei ich äußerste Bedenken hatte, ob sein Gepäck noch passen würde. Ich selber hatte so gut wie alles – was sonst an Kram mit musste – in meiner Puppenstube gelassen, was sich später teilweise gerächt hatte. Aber gut, der Kleine mit einer AHK hätte wahrscheinlich auf der Autobahn diverse Lachsalven und damit vielleicht auch Unfälle ausgelöst. Das konnte ich nun wirklich nicht verantworten

Zurück nach Xanten. Es passte alles rein und es war sogar noch ein „Loch“ da. Schwager ist zwar nicht der MFM (für „Neulinge“: MultiFunktionsMann), aber stellenweise ist doch zu merken, dass es Brüder waren. Was die Beladung eines Kartons auf Rädern angeht, kann er es jedenfalls mit einem Lifestyle-Innenarchitekten aufnehmen

Um 9:30 Uhr konnten wir dann starten. Zunächst mal ließen wir „Uschi“ ran. Uschi ist die Wegweiserin in Schwagers Smarty. Hier ging es mir hauptsächlich darum, vor hoffentlich nicht auftretenden Staus gewarnt zu werden. Mein „Yannik“ (im Tom Tom) ist da leider nicht so flexibel
Bis Osnabrück lief alles super. Dann ging es allerdings los. Die A1 ist an einem Freitag ohnehin kein reines Vergnügen. Mit den LKW´s konnte ich es ja noch aufnehmen (wenn der Kleine auch viel Zeit brauchte, um auf die entsprechende Geschwindigkeit zu kommen). Schlimmer waren etliche Baustellen zwischen Osnabrück und Bremen. Dreimal standen wir – trotz Uschi – im Stau. Aber ich war ihr nicht böse. Wahrscheinlich hätten wir noch mehr Zeit verloren, wenn sie uns über Land gescheucht hätte.

Jetzt muss ich nochmal kurz zurück blenden. Geplant war eigentlich eine Zwischenübernachtung in Bordesholm, aber da wir erst sehr spät buchen konnten, hatten wir zunächst kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu. Soll heißen, nix mehr frei! Ich hab dann noch einige andere Hotels/Unterkünfte angeschrieben, aber überall Absagen bekommen (ein ganz normales WE im September – wo gibt´s denn sowas?). Schlussendlich wurde ich in Handewitt fündig. Wohl war mir nicht bei der Sache. Es waren schließlich 80 Km mehr, als wenn wir in Bordesholm unsere müden Häupter auf´s Kissen gebettet hätten. Nun, mir ist klar, dass jetzt der geneigte Leser mit dem Kopf schütteln wird. 80 Km – was ist das schon? Im Grunde muss ich da zustimmen, aber da ich nicht im Dunkeln fahren kann, könnten uns die paar Meter durchaus das Genick brechen

Lange Rede….. trotz Baustellen, Stau und strömenden Regen standen wir um 17:15 Uhr auf dem Parkplatz des Gasthofs Handewitt. Zwei Einzelzimmer im EG, allerdings in verschiedenen Gebäuden. Das war aber zu verkraften. Meins hatte sogar eine Miniküche mit Kühlschrank und Gefrierfach. Sehr praktisch. So konnte ich die Kühltasche leer machen und die Elemente über Nacht wieder einfrieren
Auch sonst war das Hotel ok. Die Zimmer/Bäder groß genug, die Betten für Rückengeschädigte geeignet, das Abendessen schmackhaft und das Frühstücksbuffet sehr ansprechend mit großer Auswahl. Wer also kurz vor der Grenze gerne nochmal ausschlafen will, dem kann ich das Haus nur empfehlen. Ist zwar nicht gerade preiswert (die beiden Zimmer mit FS lagen bei 155,50 €), aber meiner Ansicht nach angemessen.

Gasthof Handewitt, Osterstraße 2, 24983 Handewitt, Tel: 04608-9716800, E-Mail: info@gasthofhandewitt.de. Das Haus liegt ca. 8 Km von der A7 entfernt.

Zum Abschluss dieses Tages waren wir dann nochmal nasse Katzen, als wir uns im angeschlossenen Restaurant niederließen. Nach dem Essen dann zum dritten Mal an diesem Tag. Das verhinderte allerdings nicht einen gesunden Nachtschlaf.

So, das war es dann für´s Erste. Mal sehen, ob ich den Blog wiederfinde und einfach weiterschreiben kann

Bilder hab ich leider an diesem Tag keine gemacht…..

LG Johanna

von Zuelli 19.08.2019 19:55

Hier kommen hoffentlich bald die schönen Berichte von Johanna rein.

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